Der Asiatische Laubholz-Bockkäfer (Anoplophora glabripennis) ist heimisch in China, Korea, Taiwan und evtl. auch Japan. In Europa wurde er erstmals 2001 in Österreich angetroffen. In Deutschland wurden die Käfer zunächst nur in der Nähe von Passau nachgewiesen, bevor sie im Herbst 2005 auch in Bornheim im Gewerbegebiet Roisdorf entdeckt wurden. Gut zwei Jahre später wurde ein weiterer Befall in Hersel entdeckt und im Sommer 2009 ein Befall in Alfter. Der Asiatische Laubholzbockkäfer wird vor allem mit Holzverpackungen verbreitet, die von den Larven befallen sind. Der erwachsene Käfer ist mit einem Flugradius von einigen hundert Metern um seine Schlupfstelle nicht sehr mobil.
Da die Larven sich in die Stämme von Laubbäumen wie Ahorn, Pappel, Ulme oder Apfel fressen und mit ihren bis zu 3 cm dicken Bohrgängen das Absterben der Bäume verursachen, stellt der Asiatische Laubholz-Bockkäfer einen gefährlichen Holzschädling dar. Die befallenen Bäume wurden gefällt und an Ort und Stelle verbrannt. Außerdem werden seitdem alle Bäume in einem Radius von zwei Kilometern durch den staatlichen Pflanzenschutzdienst beobachtet (siehe Plan mit der Gefährdungszone).
Ein Befall durch den Käfer ist vor allem an den auffälligen Ausbohrlöchern zu erkennen, durch die die erwachsenen Käfer die Bäume verlassen. Sie sind kreisrund und haben einen Durchmesser von bis zu 1,5 cm. Weitere Erkennungsmerkmale und Informationen enthalten die Faltblätter der früheren Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
Sollten Sie einen Baum mit Anzeichen für den Befall mit dem Asiatischen Laubholz-Bockkäfer entdecken, so informieren Sie bitte umgehend den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer (Herrn Dr. Schrage, 0228/703-2120 oder Herrn Beckers, 0228/903-2122) oder die Stabsstelle Umwelt und Agenda der Stadt (02222/945-310), die Ihre Meldung weiterleiten wird.







