Eine Stadt, 14 Schulen, 27 Kindergärten, fast 6.000 Kinder- und Jugendliche, viele Pägagoginnen und Pädagogen, Eltern und ein Ziel: Gemeinsam ein Zeichen setzen.Bornheimer Kinder- und Jugendliche aus den Kindergärten und Schulen im Stadtgebiet setzen ein Zeichen der Solidarität gegenüber den Opfern in Ostafrika.
Am Nikolaustag, dem 06.12.2011 sind von 9.00 bis 9.03 Uhr überall in Bornheim Trommeln zu hören. Es trommeln die Kinder und Jugendlichen in den Kindergärten und den Schulen, die Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer machen mit. In diesen drei Minuten wird alles fürs Trommeln genutzt, was gerade zur Verfügung steht – von der afrikanischen Standtrommel bis zur Pappkiste oder der Schulbank.
Mit der Trommelaktion machen Bornheimer Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler auf Kinder und Jugendliche in Ostafrika aufmerksam, die Opfer der Hungerkatastrophe sind. Das stadtweite Trommeln ruft nach Unterstützung und lädt dazu ein, dass Bornheim spendet. Denn die Hungersnot in Ostafrika tobt weiter und verschlingt immer mehr Opfer, aber aus der schnelllebigen Berichterstattung verschwindet sie mehr und mehr.
Das Trommeln soll aufwecken und sagen: „Wir sind mit unserem Denken bei Euch in Afrika, wir vergessen Euch nicht.“
In den Kindergärten und Schulen wird im Vorfeld engagiert zu dem Thema Hungersnot in Ostafrika gearbeitet: Es wird recherchiert, diskutiert, gebastelt, gelehrt und gelernt; Kinder sowie Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten für sich und die Bornheimer Öffentlichkeit heraus, was geschehen muss, um nachhaltig zu helfen.
Die Schülerinnen und Schüler werden in der Nikolaus-Woche in allen Stadtteilen Spenden sammeln, und auch in jedem Kindergarten und in jeder Schule sowie in Geschäften warten Spendendosen darauf, gefüllt zu werden. Viele verschiedene und individuelle Aktionen finden statt, die in den Kindergärten und Schulen erdacht, geplant und gemacht werden. Die Aktion wird nicht zentral gesteuert, sondern funktioniert nach dem Netzwerkprinzip: Alles ist willkommen, was die Idee stützt und was hilft, die Not der Opfer in Ostafrika zu lindern.
Am Freitag, dem 9.12.2011 um 09.00 Uhr endet die Aktion mit einem Paukenschlag, das heißt also mit einem einzigen Trommelschlag in ganz Bornheim.
Bis Freitag-Abend melden die Kindergärten und Schulen ans Bornheimer Rathaus die Höhe der gesammelten Spenden.
Die gespendeten Gelder werden auf das Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 (BIC: BFSWDE33XXX, IBAN: DE29370205000008322501)
unter dem Stichwort/Verwendungszweck „Bornheim trommelt für Ostafrika“ überwiesen. Wir arbeiten mit der „Aktion Deutschland Hilft e.V. - Das Bündnis der Hilfsorganisationen“ (Kaiser-Friedrich-Straße 13 53113 Bonn) zusammen. Aufgrund dieser Zusammenarbeit können wir davon ausgehen, dass die gespendeten Gelder auch dort ankommen, wo sie hingehören, nämlich bei den Menschen in Afrika.
Die Hauptakteure dieser Aktion sind die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus Bornheimer Kindergärten und Schulen.
Den Schirm über die Trommelaktion hält der Bornheimer Bürgermeister Wolfgang Henseler. Die Koordination übernimmt Beigeordneter Markus Schnapka.
Eine Aktion, die zum Nachdenken, zum Mitmachen und zum Spenden anregen soll.
Weiteres unter www.stadt-bornheim.de
Die Trommelaktion in Stichworten:
Afrika lernen
In den Kindergärten und Schulen wird das Thema „Hungersnot in Ostafrika“ zum Lernthema. Das Ziel: Es entsteht ein Bewusstsein dafür, was für einen Sinn die Trommelaktion macht. Das geschieht ganz in der Form, wie es für die jeweilige Gruppe oder Klasse, den Kindergarten oder die Schule passt. Die Schulen verabreden sich untereinander wg. der Sammelaktion (Ort und Zeit), damit es nicht zu Überraschungen, sondern zu einem verabredeten Miteinander kommt.
Trommeln am Nikolaustag, Aktionen am folgenden Mittwoch und Donnerstag, Schluss-Paukenschlag am Freitag
Der 06.12.2011 von 9.00 bis 9.03 Uhr ist für alle Beteiligten der Termin klar und im Tagesplan verankert: In diesen 3 Minuten wird getrommelt. Am Nikolaustag und den folgenden Tagen gibt es unterschiedlichste Aktionen in ganz Bornheim.
Zum Abschluss der Aktion am Freitag, dem 09.12.2011 um 9.00 Uhr wird in allen Bornheimer Kindergärten und Schulen ein einziger gewaltiger Trommelschlag ausgeführt, der das Ende der Aktion markiert.
Spendenboxen
In den Kindergärten, Schulen und in Geschäften werden Spendenboxen aufgestellt, auf die Aktion wird im Vorfeld bei Eltern und Besuchern hingewiesen.
Sammelaktion
In den Schulen verabreden sich Gruppen für die Sammelaktion in der laufenden Woche, also bis Freitag 09.12.2011. Auch die Kindergärten machen mobil und sind unterwegs in Sachen Afrika. Keine/r sammelt allein, die Sammler erhalten einen städtischen Ausweis und Spendenboxen der „Aktion Deutschland hilft“.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Presse wird vorab informiert und erhält das Angebot, beim Trommeln zu fotografieren, zu filmen, anschließend zu interviewen oder auch bei den verschiedenen Aktionen in den Bornheimer Kindergärten und Schulen dabei zu sein.
Schirmherrschaft und Koordination
Bürgermeister Wolfgang Henseler übernimmt die Schirmherrschaft.
Eine kleine Arbeitsgruppe mit dem Beigeordneten Markus Schnapka koordiniert die Aktion.
Kinder starben
Erich Fried sprach folgendes Gedicht auf dem evangelischen Kirchentag 1981 in Hamburg:
... Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.
Jetzt, stirbt schon wieder ein Kind.“
In der Minute, in der Erich Fried diese 15 Zeilen beim evangelischen Kirchentag 1981 sprach, verhungerten 15 Kinder. Etwa 15 Kinder jede Minute, über 21.000 Kinder jeden Tag.
Seitdem hat sich die Situation nicht verbessert, sondern verschlimmert: Es sind nun 20 Kinder, die jede Minute auf unserem Planeten verhungern.
In Ostafrika und anderswo.







