Da staunte man im Bornheimer Rathaus: In einer in der Presse veröffentlichten Statistik zur Betreuung der unter 3jährigen waren für die Stadt Bornheim Zahlen enthalten, die niemand nachvollziehen konnte. Die tatsächlichen Zahlen sehen ganz anders aus: In diesem Jahr liegt die Quote bei 21,7%, also mehr als 7 % besser als die veröffentlichten Zahlen von 13,4 %. „Wir sind also besser als der Landesdurchschnitt. Ich frage mich, auf welcher Datenbasis die falsche Zahl ermittelt wurde.“, kommentiert Beigeordneter Markus Schnapka das Zahlenwerk. Er fragte bei Kollegen im Umfeld nach. Und siehe da: Auch die Zahlen anderer Städte sind alles andere als sattelfest. So sieht es z.B. in Troisdorf viel familienfreundlicher aus: 20,2% statt der angeblichen mageren 13,3%. Und das Kreisjugendamt kann stolze 23,6 % belegen – veröffentlicht waren 14,5%.
Bürgermeister Henseler ist mehr als verwundert über die unrichtigen Zahlen: „Dabei haben wir mit aller Energie und trotz Nothaushalt in die Betreuung der unter 3jährigen investiert, und wir werden weiter alles unternehmen, um 2013 den Rechtsanspruch auf Betreuung für unter 3jährige Kinder zu erfüllen.“
Dafür ist nach Auffassung der Bundesregierung eine Versorgungsquote von 35%erforderlich.. In Bornheim hat das Deutsche Jugendinstitut den künftigen Bedarf empirisch erhoben, er wird im Kindergartenjahr 2013/2014 wahrscheinlich sogar bei 43,4% liegen.
Am 30.11.2011 wird der Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Stadt Bornheim das Ausbaukonzept beraten und beschließen. „Wir erwarten und fordern von Bund und Land, dass sie uns Kommunen nicht im Regen stehen lassen und ihre finanzielle Beteiligung dem tatsächlichen Bedarf anpassen“, so Bürgermeister Wolfgang Henseler und Beigeordneter Markus Schnapka.







