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Bornheim, 08.02.2017

Tollitäten unterstützen Aktion „Keine Kurzen für Kurze!“

Die Jecken fiebern bereits dem Straßenkarneval und damit dem Höhepunkt der Session entgegen. „Bei aller Freude am Karneval dürfen wir aber nach wie vor den Jugendschutz nicht aus den Augen verlieren“, betont Bürgermeister Wolfgang Henseler. Deshalb startet die Stadt Bornheim in enger Zusammenarbeit mit der Polizei bereits zum zehnten Mal die Kampagne „Keine Kurzen für Kurze! Gemeinsam gegen die Abgabe von Alkohol an Kinder und Jugendliche!“.

<center><I>An vorderster Front werben wieder sämtliche Tollitäten aus dem Bornheimer Stadtgebiet für die Kampagne</I></center>

An vorderster Front werben wieder sämtliche Tollitäten aus dem Bornheimer Stadtgebiet für die Kampagne

Im Vorfeld der tollen Tage verteilen die Stadt Bornheim und die Polizei Plakate und Flyer an Eltern, Gewerbetreibende, Gaststätten, Karnevalsvereine und Schulen. Diese weisen auf die einschlägigen Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes hin und sensibilisieren die Öffentlichkeit für das Thema.

An vorderster Front werben auch in diesem Jahr wieder sämtliche Tollitäten aus dem Bornheimer Stadtgebiet für die Kampagne. Auch die Regenten erleben während ihrer Amtszeit immer wieder, dass junge Leute in Supermärkten und anderen Geschäften Minderjährigen alkoholische Getränke besorgen. Diese Personen wollen sie durch ihr aktives Werben für die Kampagne „Keine Kurzen für Kurze!“ erreichen. In diesem Zusammenhang bittet die Stadt Bornheim alle Gewerbetreibenden, auch und gerade während der Karnevalstage das Jugendschutz- und das Gaststättengesetz einzuhalten. Demnach dürfen an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine alkoholischen Getränke verkauft oder ausgegeben werden. Und Jugendliche unter 18 dürfen zwar Bier, Wein und Sekt bestellen, aber keine härteren Alkoholika wie Schnaps. Dazu zählen auch sogenannte Alkopops.

Ergänzt werden die Maßnahmen des Jugendschutzes durch eine groß angelegte Aktion im Straßenkarneval. Das Aktionsteam besteht aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamts der Stadt Bornheim, des Bornheimer JugendTreffs, der Bornheimer Streetworker, des Stadtjugendrings Bornheim, des RheinFlanke Jugendbusses, der Kleinen Offenen Türen Roisdorf und Walberberg, des Stadtteilbüros Bornheim und des Jugendtreffs Kulturraum Sechtem.

Die Helferinnen und Helfer, stets zu erkennen an ihren grünen Jacken mit der Aufschrift „Jugendarbeit Bornheim“, begleiten dieses Jahr die Bornheimer Karnevalszüge in Sechtem, Kardorf und Waldorf. Sie haben Bollerwagen bei sich, die mit belegten Brötchen, Tee und Wasser gefüllt sind. Damit bieten sie jungen Leuten eine Alternative zum Alkohol an. Bei den Umzügen in Sechtem und Kardorf gibt es am Jugendbus im direkten Tausch gegen Bier und Hochprozentiges sogar ein Stück heiße Pizza. In Waldorf erhalten Jugendliche an einem Pavillon Brötchen und alkoholfreie Getränke.  

Stadt Bornheim und die Polizei verteilen dieses Plakat an Eltern, Gewerbetreibende, Gaststätten, Karnevalsvereine und Schulen

„Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Jugendlichen anzuhalten, auf sich und ihre Freunde zu achten“, erklärt Katja Cîmpean, die im Jugendamt für den Jugendschutz zuständig ist. Für diejenigen, die der Appell zu spät oder gar nicht erreicht, leisten Sanitätsdienste medizinische Hilfe. So werden Jugendliche, die unter Umständen zu tief ins Glas geschaut haben, an festen und mobilen Unfallhilfestelle betreut und können sich ausruhen. Darüber hinaus sorgen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamts dafür, dass Minderjährige im Zweifel ihren Eltern übergeben werden.

Doch nicht nur die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamts sind an den Karnevalstagen unterwegs. Sowohl im Vorfeld der tollen Tage als auch während der Züge führen Polizei und Ordnungsamt der Stadt Bornheim Jugendschutz-Kontrollen durch.
„Die seit Jahren ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadt bestätigt auch Wolfgang Eifinger, Erster Polizeihauptkommissar und neuer Leiter der Wachen Duisdorf und Bornheim und fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass es die Initiative ‚Keine Kurzen für Kurze‘ gibt. Denn wir haben selbst nicht die Möglichkeit, in dieser Weise auf die Menschen zuzugehen. Die Teams der Bornheimer Ämter nehmen uns viel Arbeit ab. Das ist für uns eine spürbare Entlastung.“



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