Am 10. November 1938 ereigneten sich im Zuge der so genannten Reichspogromnacht auch in Bornheim Zerstörungen und Plünderungen jüdischen Eigentums. Die Bornheimer Synagoge wurde Opfer eines Brandanschlags. Diese Vorfälle stellten den Auftakt zur späteren Verschleppung und Ermordung der Bornheimer Juden dar. Das mehrere Jahrhunderte währende jüdische Leben in unseren Ortschaften an Rhein und Vorgebirge wurde vollständig vernichtet.
Ein Verdrängen und Vergessen dieser unfassbaren Gräueltaten soll es in Bornheim nicht geben. Bürgermeister Wolfgang Henseler: „Wir stellen uns entschieden jeder Form der Ausgrenzung entgegen und setzen uns für ein respektvolles Miteinander aller Menschen ein. Unsere Aufgabe ist es, wachsam zu bleiben, damit sich die furchtbaren Ereignisse von damals niemals wiederholen können.“
Aus diesem Grunde veranstaltet die Stadt Bornheim am Donnerstag, 10. November 2011, um 19:30 Uhr in der Herseler Pfarrkirche St. Ägidius ein gemeinsames Gedenken. Zuvor findet um 19 Uhr am ehemaligen jüdischen Bethaus in Hersel, Rheinstraße 117 (jetzt Feuerwehrgerätehaus), eine Zusammenkunft in Erinnerung an die Opfer statt. Von dort aus ist der gemeinsame Gang zur Pfarrkirche vorgesehen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und so den Opfern ein ehrendes Andenken zu bewahren.







