Der Winter ist für viele Freizeitgärtner eine ruhige Jahreszeit. Es fallen kaum Arbeiten an, die dringend erledigt werden müssen. So bleibt Zeit, sich um den Schnitt der Obstbäume zu kümmern. Pflege tut nämlich not, wenn der "Schöne aus Boskop" und die "Gute Luise" gedeihen und gesunde Früchte tragen sollen. Diese klangvollen Namen tragen traditionelle Apfel- und Birnensorten der Streuobstwiesen - Wiesen mit "verstreut", also in lockerem Abstand gepflanzten, hochstämmigen Obstbäumen.
Der Winter ist für viele Freizeitgärtner eine ruhige Jahreszeit. Es fallen kaum Arbeiten an, die dringend erledigt werden müssen. So bleibt Zeit, sich um den Schnitt der Obstbäume zu kümmern. Pflege tut nämlich not, wenn der "Schöne aus Boskop" und die "Gute Luise" gedeihen und gesunde Früchte tragen sollen. Diese klangvollen Namen tragen traditionelle Apfel- und Birnensorten der Streuobstwiesen - Wiesen mit "verstreut", also in lockerem Abstand gepflanzten, hochstämmigen Obstbäumen.
Ein Winterschnitt wird vor allem beim Kernobst, d. h.Apfel, Birne und Quitte, durchgeführt. Für Steinobst, also Zwetschge, Süß- und Sauerkirsche, ist der Sommer nach der Ernte günstiger. Allerdings sollte man nicht bei strengem Frost - weniger als fünf Grad unter Null - sowie bei Regen und Schneefall schneiden, weil das die Pilzinfektionsgefahr erhöht. Mit dem Schnitt beugt man Krankheiten vor, denn in einer allzu dichten Krone bleiben die Blätter nach Regen länger nass. Dies fördert Infektionen mit diversen Pilzkrankheiten. Außerdem bleiben die Früchte im Inneren des Baume klein und schmecken wenig aromatisch, wenn sie zu wenig Licht bekommen. Bei älteren Bäumen sollte ein Teil des Alt- und Totholzes erhalten werden, z.B. weil Spechte darin ihre Höhlen bauen. Holz, das von Baumkrebs, Pilzen oder Borkenkäfern befallen ist, muss aber entfernt werden.
Einen Kurs zum Obstbaumschnitt im Winter bietet die Volkshochschule am 18.1.2012 an. Wer seinen Bäumen nicht selbst zuleibe rücken möchte, kann eine Liste mit Personen bzw. Unterneh-men, die sachkundige Schnitte durchführen, unter 02222/945-310 am Umwelttelefon anfordern.
Für den Erwerbsobstbau sind Streuobstwiesen nicht mehr wirtschaftlich zu bearbeiten. Interessant sind sie aber nach wie vor für Hobbygärtner, die schmackhaftes eigenes Obst ernten wollen, und für Naturschützer, die die Artenvielfalt in solchen Wiesen erhalten möchten. Und an den blühenden und fruchtenden Bäume und dem Gesang der Vögel erfreuen sich letztlich alle Erholungssuchenden.
Deshalb befasst sich auch der Arbeitskreis “Stadtbild“ der Lokalen Agenda Bornheim mit der Er-haltung und Anpflanzung von Streuobstwiesen. Interessenten sind herzlich willkommen – das nächste Treffen findet am 17.01.2012 um 17.30 h im Rathaus Bornheim, Raum 350, statt.







