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Bornheim auf dem Weg in die Inklusion

Ein Vorwort der Inklusionsbeauftragten Gisela Rothkegel 

In einfacher Sprache gesagt bedeutet Inklusion „von Anfang an dabei sein“. Denn Menschen mit Behinderung – so die rechtlichen Vorgaben der UN-Konvention – sind gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft. Dieser Satz klingt zunächst so schlicht, beinhaltet aber eine große  Aufgabe, die noch längst nicht zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Immerhin haben die letzten Jahre gezeigt, dass es ein Umdenken in allen Lebensbereichen und entscheidende Entwicklungen gegeben hat. Festzustellen ist, dass Inklusion sich nicht von alleine vollzieht, sich nicht überstülpen lässt. Inklusion ist ein Prozess, der neue Denkweisen und Konzepte fordert. Vor allem muss klar sein: Inklusion geht uns alle an.

Diesem Grundsatz hat sich die Stadt Bornheim, die sich dem Umsetzungsprozess schon früh aktiv gestellt hat, von Anfang an verpflichtet. So lautet die zweite der insgesamt sieben Leitlinien vom Tag der Inklusion im Mai 2011: „Alle machen mit.“ Auch wenn der erklärte Schwerpunkt von Inklusion im Bildungsbereich ansetzt, so zeigt sich immer wieder, dass andere Bereiche nicht ausgeklammert werden können. Und überall gilt die Devise: Qualität statt Tempo.

Doch nach anfänglicher Euphorie auf der einen und Skepsis auf der anderen Seite hat sich inzwischen eine Ernüchterung, mitunter sogar Enttäuschung eingestellt. Die Bedingungen sind schwieriger als gedacht, es mangelt an Ressourcen, das allgemeine Bild von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung war ein anderes. Die zunehmende Verhaltensproblematik fordert mehr Einsatz als erwartet. Hinzu kommt, dass die Integration von Flüchtlingskindern neue und anspruchsvolle Akzente setzt.

Erfreulich ist aber, dass die Inklusion in Bornheim angekommen ist – dank vielfältiger Initiativen und Kreativität in allen Bildungseinrichtungen. Die Aktionspläne zeigen nicht nur bemerkenswerten Idealismus, sondern auch großes Engagement. Außerdem stellt die Stadt in beispielhafter Mitverantwortung ein Budget zur Finanzierung der kommunalen Inklusion zur Verfügung, das die vorgegebenen Landesmittel ergänzt.

Aber es gibt noch viel zu tun. Zumal derzeit der Eindruck entsteht, dass der Entwicklungsprozess ins Stocken geraten ist. Inklusion darf nicht zum Qualitätsverlust in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen führen. Vor allem aber sollte immer das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehen. So muss es weiterhin alternative Möglichkeiten und Angebote geben, ohne dass diese als ausgrenzend bewertet werden.

In jedem Fall lohnt es sich weiterhin, über Möglichkeiten und Grenzen nachzudenken, sich einzusetzen und den Bornheimer Weg in die Inklusion zu unterstützen. Ganz nach dem Motto: Inklusion geht uns alle an.

Bornheim, Oktober 2015
Gisela Rothkegel, Inklusionsbeauftragte

Ansprechpartnerin im Rathaus:

Doris Lanzrath
Inklusions- und Demographiebeauftragte
Zimmer 801
Rathausstraße 2
53222 Bornheim

Tel.: 02222/945-402
E-Mail: doris.lanzrath(at)stadt-bornheim.de

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