Pfarrkirche St. Albertus Magnus
Die kath. Pfarrkirche St. Albertus Magnus wurde 1932 als erstes Gotteshaus (weltweit!) nach der Heiligsprechung des Kirchenlehrers St. Albertus Magnus fertig gestellt. Der Kölner Architekt Hermann Neuhaus lieferte die Pläne für den Bau, der stilistisch zwischen Neobarock und schlichtem Klassizismus anzusiedeln ist. Die Rückwand des Altarraumes ziert seit 1959 eine im Stil der Neuromanik geschnitzte Kreuzigungsgruppe aus Lindenholz, die der Brühler Bildhauer Wilhelm Tophinke schuf. Die Orgel stammt aus der Werkstatt der Orgelbaufirma Klais (Bonn). Ihr sauberer Klang und die hervorragende Akustik des Kirchenraums sind ein Genuss für die Ohren.1947 wurden drei neue Stahlglocken für die im Zweiten Weltkrieg requirierten Bronzeglocken angeschafft. Ihr Klang ist relativ gut. Die breite Krone auf der Helmspitze des Turmes ist eine Reminiszenz an die damals in Blüte stehende Christ-Königs-Verehrung.
SCHULGEBÄUDE
Die ehemalige Volksschule neben der Kirche und dem Pfarrhaus wurde 1926 vollendet. Der heute unter Denkmalschutz stehende Baukörper erinnert an eine italienische Landvilla. Die kleine Schule wurde nach den Plänen des Bonner Architekten Karl Oldag gebaut.
Quelle: Dr. H. Bursch
LINDENHOF UND EDELKASTANIE
Zwischen der Dürerstraße und dem Waldorfer Weg dehnt sich ein weitläufiges Grundstück mit einer Streuobstwiese. Inmitten dieser gepflegten Gartenanlage erhebt sich der in den Formen des ländlichen Barock um 1760 erbaute Lindenhof. Eine auf dieses mit Walmdach und zwei dreiseitigen Mittelrisaliten gestaltete Herrenhaus zulaufende frühere Lindenallee, die bereits 1687 erwähnt wird, gab dem einstigen Weingut den Namen. Neben dem Wohnhaus steht noch das alte Kelterhaus über einem mächtigen gewölbten Keller, in dem einst große Weinfässer lagerten. Der vormals in adeligem Besitz sich befindende Lindenhof wurde auf den Fundamenten eines spätmittelalterlichen Vorgängergebäudes errichtet.
Vor dem Wohnhaus wächst eine überaus mächtige Edelkastanie, die wohl zur Zeit der Erbauung des Wohnhauses gepflanzt wurde und die unter Naturschutz steht.
Quelle: Dr. H. Bursch
UNGLÜCKSKREUZ VON 1604
An der Dürerstraße steht vor dem Grundstück des Lindenhofs ein kleines Basaltlavakreuz, das inschriftlich auf den 4.März 1604 datiert ist. Der Überlieferung zufolge soll im gegenüber gelegenen früheren Wassergraben der einstigen Dersdorfer Burg "om Huus" ein Müllersknecht ertrunken sein, als er hier mit seinem Pferdegespann vom Weg abglitt. Dieses Kreuz ist wahrscheinlich das älteste Unglückskreuz im gesamten Vorgebirge.
Die exakte Nachbildung eines hölzernen Passionskreuzes aus dem Jahr 1793 steht am linken oberen Ende der Breniger Straße, bevor diese in die Dürerstraße einmündet.
Quelle: Dr. H. Bursch
FACHWERKHAUSER
An der Dürerstraße (1. Hälfte 19. Jahrhundert), an der Lochnerstraße (17. bis 19. Jahrhundert), und am Waldorfer Weg (16. bis 19. Jahrhundert) erheben sich stilistisch und mit Blick auf die Größe der Baukörper einige schmucke Fachwerkhäuser und Gehöfte im Fachwerkstil. Hervorzuheben ist der so genannte ,"Knifflers-Hof" am Waldorfer Weg, eine geschlossene Vierseitanlage aus dem 18.Jahrhundert. Dieser Hof war einst eines der relativ zahlreichen Dersdorfer Winzergütchen. (Zur Zeit, 2009, wird der Gebäudekomplex im alten Stil grundlegend renoviert.)
Quelle: Dr. H. Bursch
Ein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Horst Bursch für die Bereitstellung der Texte und Bilder.







