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Hersel

Das Rokokohaus von 1766 hebt sich mit seinem stattlichen Baumbestand im Norden Hersels von der sonstigen Bebauung ab. 

Herseler Werth

Die Rheininsel Herseler Werth ist ein ca. 15 ha großes Naturschutzgebiet, das seit 1993 nicht mehr betreten werden darf. Entstanden ist die Insel zwischen 1202 und 1237. Aufgrund eines Wassereinbruchs des Rheins wurden Teile des Festlandes weggespült, wodurch die Insel entstand. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde das Werth zeitweilig von belgischem Militär genutzt und durfte von Zivilisten nicht betreten werden. Später wurde es von Wassersportlern und Erholungssuchenden genutzt. 

Marienhof in der Rheinstraße

Der alte Gutshof ist eine vierflügelige Anlage mit spätklassizistischem, zweigeschossigem Herrenhaus. Die Anlage wurde um 1860 von den Eheleuten Frings errichtet. An der Westseite befindet sich ein viergeschossiges Türmchen mit Belvedere. Im Winkel zwischen Turm und Wohnhaus ist in Backstein ein zweigeschossiger Wirtschaftstrakt angebaut. Der Name des Hofes rührt wohl daher, dass früher in der Nähe die Weingärten des Klosters Mariagraden aus Köln lagen, denn diese wurden im Volksmund als "Mariagarten" bezeichnet. Somit handelte es sich bei diesem älteren Marienhof um ein Weingut, das schon in der Mitte des 16. Jahrhundert bestanden hat. Rückwärtig - zum Rhein gelegen - schmückt das Anwesen eine große Parkanlage mit einem herrlichen alten Baumbestand. Dieser Park wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts von dem Besitzer Frings angelegt, nachdem die Weingärten gerodet worden waren.

 Noch heute sind die Besitzer des Marienhofes dem Weingeschäft verbunden, auch wenn Hersel selber kein Anbaugebiet mehr ist. 

Die ursprüngliche Pfarrkirche St. Aegidius, die aus dem 12. Jahrhundert stammte, war 1731 dem Einsturz nahe. Nach Plänen des Baumeisters Johann Georg Leydel wurde ein Neubau im Stile des Monumentalbarocks errichtet, den man 1747 fertig stellen konnte. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen wurde diese jedoch bald zu klein und so erbaute man 1901 die heutige Kirche im Basilikastil der Neugotik.

Der Kirchenbau von 1747 diente seit Beginn der 1950er Jahre als Ort für die Gottesdienste der evangelischen Gemeinde Hersel, bevor 1954 die Evangelische Pfarrkirche eingeweiht wurde. Sie war notwendig geworden, da  nach dem Zweiten Weltkrieg sehr viele Protestanten aus den Ostgebieten nach Bornheim zogen.

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