Die Kardorfer Pfarrkirche, erbaut 1933, ist nicht nur ein bedeutendes Beispiel für die Mischform aus expressionistischer und historisierender Architektur. Vielmehr ist sie ein steingewordenes Symbol für die Loslösung der Kardorfer Kirchengemeinde von Hemmerich.
Mit dem Nachbarort bestanden vorher sowohl eine gemeinsame Kirchen- wie auch Zivilgemeinde. Der Kirchturm ist dem Kirchenschiff westlich vorgesetzt. Der gesamte Bau ist aus Backstein errichtet, der im Inneren geschlämmt ist. Das Gewölbe ruht auf Wandpfeilerkonsolen. Der Chorabschluss ist rechteckig ausgestaltet.
Im Innern befinden sich einige ältere Ausstattungsstücke des späten 19. Jahrhundert: Gestühl, Beichtstuhl, eine Josefsfigur auf Konsole an der Chorsüdseite, an der Chornordseite eine Madonna im Strahlenkranz auf Mondsichel, die Kreuzwegstationen und vor dem Hauptaltar eine barocke Figurengruppe mit Darstellung der heiligen Familie. Das Christusmosaik in der Chorapsis stammt von Felix Lüttgen. Ein weiters Schmuckstück der Kirche bildet die Orgel. Sie stammt aus dem berühmten Bonner Orgelbauhaus Klais.








