Der kleinste Stadtteil Bornheims befindet sich auf ehemaligen römischen Siedlungen. So soll an der Stelle des Uedorfer Mühlenturms einst ein römischer Wachturm über dem Rhein gethront haben. In mittelalterlichen Dokumenten wird Uedorf im Zusammenhang mit den Klöstern Nonnenwerth, Heisterbach, Altenberg und Brauweiler genannt. In einer Urkunde aus dem 13.Jahrhundert ist von Uedorf als Pfarrdorf die Rede, während die Uedorfer Mühle ein Jahrhundert später das erste Mal erwähnt wird.
Quelle: www.uedorf.de
Ein verheerendes Hochwasser, welches vermutlich im 14. Jahrhundert den kleinen Rheinort heimsuchte, zerstörte große Teile des alten Uedorf. Das Herseler Werth und die Ausbuchtung des Rheins nach Westen sind ein Relikt dieser Katastrophe.
Während der französischen Zeit (1794-1814) gehörte Uedorf zum Département de la Roer (Arrondissement Cologne, Kanton Bruhl, Mairie Hersel). Die Preußen (ab 1815) beließen die französischen Verwaltungsstrukturen weitestgehend, jedoch wurden die Mairien (Bürgermeistereien, seit 1928 "Ämter") Waldorf, Sechtem und Hersel, also damit auch Uedorf dem Landkreis Bonn zugesprochen.
Im Jahre 1932 wurde das aus dem Amt Waldorf hervorgegangene Amt Hersel dem Amt Bornheim angegliedert. Drei Jahre später wurden aus den restlichen Ämtern die Gemeinden Bornheim, Hersel und Sechtem.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung 1969 wurden diese Gemeinden zur Gemeinde Bornheim zusammengefasst, welche seit 1981 den Namen "Stadt Bornheim" trägt.
Das zwischen den Stadtteilen Hersel und Widdig gelegene Uedorf hat 951 Einwohner (Stand 01.Dezember 2007) und lädt bei sonnigen Tagen zu einem herrlichen Ausblick über den Rhein und die Insel "Herseler Werth" ein.







