Hausadresse
Stadt Bornheim
Rathausstr. 2
53332 Bornheim

Telefon: 02222 / 945-0
Telefax: 02222 / 945-126

Geografie und Geschichte

Landschaft und Stadtentstehung

Die Stadt Bornheim ist nicht nur ein durch kommunale Grenzen bestimmtes Gebiet, sondern auch eine von der Natur aus umschlossene Landschaft. Sie breitet sich von der Mitte der noch durchweg bewaldeten Hochfläche des Vorgebirges im Westen bis zum Rhein im Osten und von dem Ballungsraum Bonn im Südosten bis zu den Stadtgrenzen von Brühl und Wesseling im Norden auf einer Fläche von 82 kms² aus. Davon sind 50 km² landwirtschaftliche Nutzfläche 16 km² Siedlungs- und Verkehrsfläche und 16 km² Wald.

Das Vorgebirge, ein den Eifelbergen weit vorgelagerter Höhenzug, der vor Bonn bis etwa Bedburg eine Länge von 50 km hat, erreicht oberhalb von Bornheim die Höhe von 165 m. ü. NN. Der tiefste Punkt liegt am Leinpfad bei Widdig, 46 m. ü. NN, der Unterschied beträgt 119 m. Der nach Osten geneigte Hang des Vorgebirges beschreibt von Hürth-Kendenich bis Walberberg, von dort bis Bornheim und von hier aus bis Alfter-Oedekoven drei Bögen. Im mittleren, größten Bogen liegt die Stadt Bornheim.

Wind und Sturm aus dem Westen brachten dem Osthang des Vorgebirges eine durchgehende Lössablagerung verschiedener Stärke, stellenweise mehr als 10 m. In diese haben zahlreiche Wasserläufe von der Hochfläche her und aus Hangquellen viele Tälchen und Siefen geschaffen. Das ist eine für das Vorgebirge charakteristische Gegebenheit, die ebenso viele vorspringende Bergnasen und kleine Erhebungen schuf, denen allen der Volksmund schon im Mittelalter einen Namen mit dem Grundwort "Berg" gab. In der Stadt Bornheim gibt es 44 derartige Namen. Die zur Ebene hinabfließenden, teilweise nur jahreszeitlichen Wasserläufe hatten ihre natürliche Mündung in einzelnen Niederungen und in einer langausgestreckten Gewässerzone am Fuße des Vorgebirges. Letztere, ein urzeitliches Rheinbett, begann als sogenannte "Gumme" rheinaufwärts bei Bonn-Mehlem, dehnte sich durch Bornheim aus und verflachte am Rhein bei Wesseling-Urfeld. Teile der "Gumme" sind heute nur noch an ganz wenigen Stellen als Gewässer erhalten, so am Roisdorfer Mineralbrunnen oder als Rinne in der Landschaft zwischen Bornheim und Widdig und bei Sechtem deutlich erkennbar.

Die Stadt Bornheim hat eine wechselvolle Geschichte. Es gibt zwei Fliehburgen in der näheren Umgebung, darunter die noch in ihren Grundrissen erkennbare Alteburg im Walberberger Wald (Ringwall) und ein Abschnittswall auf dem Stromberg an der Südspitze des Waldes von Rösberg am Dobschleider Hof. Reiche Beigaben aus Hügelgräbern und viele Funde mannigfaltiger Steinwerkzeuge weisen auf die Besiedelung der Vorzeit hin. Die Römische Epoche (50 vor bis 450 nach Chr.) lässt sich durch den stellenweise noch sichtbaren Römerkanal, eine Wasserleitung aus der Eifel nach Köln, und durch zahlreiche Kult- und Weihestätten sowie Fundamente mehrerer Landhäuser nachweisen. Von der Landannahme und zahlreichen Dorfgründungen durch die Franken künden viele Begräbnisplätze und die meisten Ortsnamen. Urkundlich wird der Hauptort Bornheim als Dorf im Bonngau, in der Grafschaft des Grafen Ehrenfried, erstmalig am 2. August 945 genannt. Im 10. und 11. Jahrhundert kamen fast alle Dörfer mit ihren Gemarkungen als Dotationen zu Klöstern und freiadeligen Stiften in Bonn und Köln und zum Kölner Domkapitel. Aus dem Amt der Schutzvögte, als Verwalter der Dotationen, wuchsen die Grundherrschaften unter kurkölnischer Lehenshoheit. Die Grundherren aus alten rheinischen Rittergeschlechtern erbauten in vielen Orten wassergeschützte Burgen, von denen als vornehme Sitze und Landhäuser inmitten von Parkanlagen noch heute die Burg Bornheim, das Haus Rankenberg bei Brenig, Haus Wittgenstein in Roisdorf, die Weiße Burg und die Graue Burg in Sechtem, die Rheindorfer Burg, jetzt Dominikanerkloster, und die Kitzburg bei Walberberg sowie die Wolfsburg in Roisdorf erhalten sind. Der Blick auf die Baureste der kriegszerstörten Burgen Hemmerich und der neu restaurierten Burg Rösberg, inmitten ihrer alten Parkanlagen, erinnert an die rege Bautätigkeit am Vorgebirge in der Blütezeit des rheinischen Barocks im 18. Jahrhundert.

Der Ursprung der heutigen Stadt Bornheim liegt in der von 1794 bis 1814 dauernden französischen Annexionszeit, als durch Gesetz vom 27. Februar 1800 die Mairien Waldorf und Sechtem mit je 4 Gemeinden und Hersel mit 7 Gemeinden - zum Kanton Brühl gehörig - gebildet wurden. Im Jahre 1815 erfolgte die Eingliederung in das Königreich Preußen. Die Mairien - nun Bürgermeistereien genannt - kamen zum Landkreis Bonn. 1928 erhielten die Bürgermeistereien die Bezeichnung "Amt".

Bis zur Auflösung des Amtes Hersel am 1. Oktober 1932 wurde diese Einteilung beibehalten. Damals kamen vom Amt Hersel die vier Gemeinden Hersel, Uedorf, Urfeld und Widdig zum Amt Bornheim, dem am 1. Juli 1935 das seit 1931 in Personalunion mitverwaltete Amt Sechtem eingegliedert wurde. Aus den zwölf Gemeinden der ursprünglichen Ämter Bornheim, Hersel und Sechtem entstanden am 1. Juli 1935 die drei gleichnamigen Gemeinden, die am 1. August 1969 zur Gemeinde Bornheim zusammengefasst wurden. Diese führt seit dem 1. Januar 1981 die Bezeichnung "Stadt Bornheim".


Wappen der Stadt Bornheim

Beschreibung:

In Gold ein roter Balken, belegt mit einem aus 4 rechten und 4 linken silbernen Schrägleisten gebildeten Gitter. An vorderer Flankenstelle ein durch den roten Balken in der Mitte überdecktes, gestürztes, schwarzes Flammenschwert.

Erklärung:

Der gegitterte Balken ist das Wappen der Familie von Bornheim und findet sich 1319 im Breniger Schöffensiegel (vergl. Ewald, Rhein. Siegel, Bd. III Tafel 10 und Geschichte der Familie von Bornheim 1107 - 1940 v. Werner Bornheim gen. Schilling). Das Flammenschwert bezieht sich auf das alte Schöffensiegel von Waldorf von 1380, das den Pfarrpatron St. Michael figürlich zeigt. Statt der figürlichen Darstellung ist das Attribut St. Michaels, das Flammenschwert, gewählt (vergl. Ewald, Rhein. Siegel, Bd. III Tafel 10). So ist das Wappen der Stadt Bornheim aus den alten Schöffensiegeln entstanden, die im Bereich der heutigen Stadt Bornheim vor 600 Jahren in Gebrauch waren. Es handelt sich also um ein historisches Wappen.


Veranstaltungskalender


vkalender_unter

Störungsmeldung Straßenbeleuchtung

Störung der Straßenbeleuchtung beim Stadtbetrieb melden

Öffentliche Verkehrsmittel

Stadtbahnlinie 18 und 68: Haltepunkt Bornheim Rathaus
Buslinie 633, 817 und 818: Haltestelle Rathaus

Nähere Informationen

Wetter

Öffnungszeiten

  • Bürgerbüro und Infocenter
    Montag bis Mittwoch: 7.30 - 16 Uhr
    Donnerstag: 7.30 - 18 Uhr
    Freitag: 7.30 - 12.30 Uhr
    Terminvereinbarung unter Tel. 02222/945-181 oder -182
  • Amt für Schulen, Soziales, Senioren und Integration
    Die Abteilung für Soziales, Senioren ist am Mittwoch geschlossen.
    Die Abteilung Schulen folgt den allgemeinen Öffnungszeiten.
  • Bauamt und Gebäudewirtschaft
    Montag & Donnerstag: 8.30 - 12.30 Uhr
    Donnerstag zusätzlich: 15 - 18 Uhr
  • Amt für Kinder, Jugend und Familien (Außenstelle Brunnenallee 31)
    Montag bis Freitag: 8.30 - 12.30 Uhr
    Donnerstag zusätzlich: 14 - 18 Uhr
    und nach Terminvereinbarung
  • Alle übrigen Ämter
    Montag bis Freitag: 8.30 - 12.30 Uhr
    Donnerstag zusätzlich: 15 - 18 Uhr
  • Für planungsrechtliche Offenlagen gelten folgende Zeiten:
    Montag bis Mittwoch: 8 - 12.30 Uhr
    und 14 - 16 Uhr
    Donnerstag: 8 - 12.30 Uhr
    und 14 - 17.30 Uhr
    Freitag: 8 - 12.30 Uhr

Access Keys:

[Alt + 0] - Startseite
[Alt + 1] - zum Seitenanfang
[Alt + 2] - Rathaus
[Alt + 3] - Stadtprofil
[Alt + 4] - Wirtschaft, Bauen & Stadtentwicklung
[Alt + 5] - Bildung & Kultur
[Alt + 6] - Tourismus & Freizeit
[Alt + 7] - Aktuelles
[Alt + 8] - Inhaltsverzeichnis
[Alt + 9] - Kontakt