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Sechtem

Sechtem bietet Ihnen gleich zwei Burgen an, bewundern Sie ihre einzigartige Architektur. 

Die Graue Burg, deren Name sich von "Grafenburg" ableitet, ist wohl der älteste der in und um Sechtem gelegenen Rittersitze und die Stammburg der Ritter von Sechtem. Im frühen Mittelalter auf den Resten eines römischen Kastells erbaut, stand sie wohl ursprünglich in der Mitte des Dorfes an der Stelle, wo sich heute das Pfarramt befindet und wurde im 13. Jahrhundert an ihren jetzigen Standort verlegt. Bald nach dem Verkauf der Burg im Jahre 1734 durch die Familie von Siegen an Heinrich von Monschau brannte die alte Wehrburg ab. In der Zeit von 1768 bis 1775 wurde südostwärts der alten Anlage, die eine wesentlich größere Ausdehnung als die heutige besessen hat, das neue Herrenhaus als dreistöckiger Putzbau errichtet. 1961 verkaufte die Familie Geyr-Schweppenburg die Burg an die  Gemeinde Sechtem, die es 1969 an Maria Buschhausen veräußerte. Ihre Nachfahren bewohnen das Herrenhaus noch heute.      

Die Weiße Burg, deren Name sich von "Wiesenburg" (= Burg inmitten von Wiesen) ableitet, wurde gegründet im 11. Jahrhundert von Agilof, Kanonikus zu Courtray, Stifter des Klosters Springiersbach bei Trier. Die Burg wird urkundlich 1472 als Besitz der Frau von Dersdorf aus dem Geschlecht der Herren Beissel von Gymnich erwähnt. Nach den folgenden Besitzern wurde die Burg auch "Effernburg" und "Kraneburg" genannt. 1671 ist die Burg im Besitz der Herren von Meyerhoven, die durch den Bischof und späteren Kardinal Wilhelm von Fürstenberg als Diplomaten nach Bonn kamen. Anstelle einer älteren Wasserburg richtete sich der Kardinal das heutige Burghaus als "maison de plaisance" im Stil eines italienischen Landhauses ein, das ihm von 1683 bis 1688 mehrmals als Ausweichsquartier diente.

Teile der älteren Bausubstanz zeigt nur noch der neoromanische Torturm, der 1843 erbaut wurde. Das Herrenhaus ist freistehend mit einem kleinen separaten Vorhof. Ihm sind die Wirtschaftsgebäude dreiflügelig vorgelagert. Das ganze Anwesen ist von einem Wassergraben umgeben.

Nach weiteren Besitzerwechseln kaufte 1904 der Besitzer des Ophofes, Peter Bollig, die Weiße Burg. Als Nachfahre der Familie Bollig besitzt heute die Familie Zillikens die Anlage.

Wendelinuskapelle

Im Jahre 1680 ließ Jakob Beller, hochfürstlicher Kammerherr seiner Durchlaucht des Bischofs Ferdinand von Paderborn und Münster und seine Ehefrau Katharina Elisabeth Herselis, an Stelle eines verfallenen Wendelinus-Heiligenhäuschens dem hl. Wendelinus aus besonderer Verehrung eine Kapelle erbauen, die damals weit vor dem Dorf lag. Über Gründung und Stiftung der Kapelle gibt eine in die Außenwand eingelassene Inschriftentafel Auskunft. In einer pompösen Schenkungsurkunde vom Martinstag, dem 11. November 1682, stiften die Eheleute Beller ihr ganzes in Sechtem gelegenes "Gut, Grund und Boden, sämtliche Grundstücke". Die Stiftung erhielt 1707 die erzbischöfliche Genehmigung.

Der Barockaltar aus dunklem Marmor stammt aus dem Jahre 1642 und war ursprünglich dem hl. Wolfgang und dem hl. Maternus geweiht. Der Altar, aus einer säkularisierten Kölner Kirche, kam im Jahre 1801 in die Wendelinuskapelle nach Sechtem.

Es ist anzunehmen, dass die Verehrung des hl. Wendelinus (+ um 650 n. Chr.) in Sechtem einige hundert Jahre zurückreicht. Belegt sind Wallfahrten zu dem beliebten Viehpatron seit dem 17. Jahrhundert, als während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) verheerende Viehseuchen die Existenz der Bauern vernichtete. Die Pilger kamen fast aus dem ganzen Vorgebirge - aber auch aus Köln, Siegburg, Geistingen, Bergheim, Rheidt, Asbach u.a.. Pfarrer Schmittmann berichtet, das am 18. Oktober 1848 weit über tausend Pilger zum hl. Wendelinus kamen und am 17. Oktober 1853 waren es sogar über zweitausend. Im Jahre 1968 wurde die Kapelle wegen dringender Renovierung für fast 20 Jahre geschlossen. Nachdem sie 1987 neu eingeweiht worden war, zogen am 22. Oktober 1989 über 200 Wallfahrer aus Walberberg, Waldorf, Kardorf und Hemmerich zur Wendelinuskapelle.

 

 Nikolauskapelle

Die Ersterwähnung der zur Grauen Burg gehörigen Nikolauskapelle stammt aus dem Jahre 1122, als der selige Ailbertus in Sechtem starb und in der Kapelle beigesetzt wurde. Vermutlich war die Nikolauskapelle die erste Pfarrkirche in Sechtem. Um 1620 wurde in der Mitte der alten Kapelle eine Familiengruft für die Familie Siegen, die Besitzer der Grauen Burg, angelegt. Der damalige Vikar Gerhard Müller berichtet, dass die alte Kapelle weitaus größer war, als die im Jahre 1771 neu erbaute Kapelle und fast den gesamten Nikolaushügel eingenommen hat.

Am 22. Dezember 1930 gingen die Nikolauskapelle und der Nikolausberg durch Schenkung des damaligen Besitzers Gisbert Freiherr von Geyr-Schweppenburg in den Besitz der Kirchengemeinde Sechtem über. Nach einer gründlichen Renovierung wurde die Kapelle am 7. August 1932 als Ehrenmal für die Gefallenen neu eingeweiht. Die Statue des hl. Nikolaus in der Nische über der Eingangstür stiftete der Kirchenchor im Jahre 1932.

Nach fast zwei Jahren Planung und einem Jahr Bauzeit wurde die Nikolauskapelle, nun mit einem barocken Altar ausgestattet, am 13. Juni 1993 durch Pater Bertram wieder eingeweiht.      

Die prächtige Lage der Barockkapelle auf dem Nikolaushügel westlich der Kirche und die ausgewogene architektonische Schönheit machen den Bau zu einem besonderen Juwel. Es handelt sich um einen einschiffigen Raum mit einer glatten, geputzten Decke, die zu den Wänden durch Stuckprofile abgesetzt ist. Die Außenfassade ist durch Putzvorlagen gegliedert, wie es für die Entstehungszeit typisch ist. Das verschieferte Walmdach trägt einen achteckigen Dachreiter mit verkupferter Schweifhaube. Die rings um die Kapelle aufgestellten Grabkreuze aus dem 18. Jahrhundert stammen von dem alten Friedhof, der einst um die alte Pfarrkirche lag.

 

Pfarrkirche St. Gervasius und Protasius

Nach den Annalen Rodenses (Histoire de Limbourg VII 32) bestanden im Jahre 1122 in Sechtem eine größere und eine kleinere Kirche, bei denen es sich um die Pfarrkirche und die Nikolauskapelle handelt. Die heutige Pfarrkirche wurde in den Jahren 1845 bis 1848 errichtet und am 1. Juni 1852 durch den Kölner Erzbischof Johannes Kardinal von Geissel konsekriert.

Es handelt sich um eine einschiffige Hallenkirche in spätklassizistischem Stil aus Backstein mit eingezogenem halbrunden Chor und vorgesetztem Westturm mit Helmdach. Die Längsseiten sind durch jeweils fünf hohe Rundbogenfenster gegliedert. Der Kirchenbau zeichnet sich durch eine klare kubische Formengliederung aus.

Im Innern finden sich die Orgelbühne mit Rokoko-Prospekt (Prospekt nennt man das Erscheinungsbild einer Orgel) aus dem Jahre 1911, die Kanzel aus dem Jahre 1875 und ein romanisches Taufbecken aus Trachyt. Der ehemalige Hochaltar aus dem Jahre 1864 wurde bei den Renovierungsarbeiten von 1968 bis 1976 abgebaut und durch einen Altar aus Wölfinger Trachyt im Jahre 1977 ersetzt.

Das ehemals hinter dem Hochaltar befindliche Sakramentshäuschen, ein neugotischer Fialenaufbau, wurde im Zusammenhang mit dem Kirchenbau für die Aufnahme der Alabaster-Madonna erstellt. Die Madonna, vermutlich um 1370/80 entstanden, ist eine Schenkung aus dem Jahre 1826 und stammt aus der Klosterkirche der Benediktinerinnen zu Königsdorf bei Brauweiler. Für das nun freistehende Sakramentshäuschen wurde ein Treppenaufgang geschaffen.

Die Seitenaltäre mit den Holzfiguren der Gottesmutter Maria (links) und der hl. Brigida (rechts) stammten aus der Kirche St. Martin in Köln und kamen im Jahre 1849 in die Sechtemer Pfarrkirche. Die schadhaften Holzfiguren wurden im Jahre 1907 durch neuzeitliche Gipsfiguren ersetzt, wobei der rechte Seitenaltar nun dem hl. Josef geweiht ist. 

 

 

 

 

 


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