Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Freunde,
und wieder ist ein Jahr vergangen, wir schreiben das Jahr 2013. Vieles konnte im abgelaufenen Jahr erledigt werden, viele Aufgaben stehen im neuen Jahr an.
Durch die geänderten gesetzlichen Grundlagen und den längeren Betrachtungszeitraum ist es uns gelungen, ein durch die Kommunalaufsicht genehmigtes Haushaltssicherungskonzept zu erhalten. Damit sind wir formal nicht mehr im Nothaushalt. Die finanzielle Situation bleibt aber prekär, also kein Grund aufzuatmen. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen haben wir viele wichtige und unabweisbare Maßnahmen umsetzen können.
Die Bornheimer Schullandschaft ist durch unsere neue Sekundarschule in Merten bereichert worden. Der große Zuspruch war ein Erfolg der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Akteure, der guten Vorbereitung und des fundierten Konzeptes. Aber auch ansonsten haben wir uns in diesem Jahr sehr intensiv mit der Qualitätssicherung und der Entwicklung unserer Schullandschaft beschäftigt. Die Schulentwicklungsplanung wurde intensiv diskutiert und mit konkreten Projekten auf den Weg gebracht und die bauliche Unterhaltung unserer Schulen mit hohem Mitteleinsatz und mit geringen Personalressourcen fortgesetzt.
Wir sind froh, in einer prosperierenden Region und einer prosperierenden Stadt gestalten können. Auch wenn wir im Einzelfall über den richtigen Weg, den richtigen Umfang und viele andere Einzelfragen diskutieren, so haben wir doch an vielen Stellen unsere Wohnentwicklung, die Einzelhandelsentwicklung und die Gewerbeentwicklung gemeinsam und einstimmig voran gebracht. In großem Umfang sind wieder zusätzliche Arbeitsplätze in Bornheim entstanden, wird die Einzelhandelsversorgung flächendeckend verbessert, gibt es zusätzliche interessante Angebote für unserer Bürgerinnen und Bürger, entstehen neue Wohngebiete und werden wir so unserer Funktion als Mittelzentrum gerecht.
Froh sind wir darüber, dass kein Quarzkiesabbau mehr im Bereich des Sonnenhofes vorgesehen ist. Der umfassende und jetzt erfolgreiche Einsatz von Initiativen, Stadt und Politik hat sich gelohnt. Dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten!
Viele Themen werden uns auch im neuen Jahr beschäftigen.
Mit der Übertragung der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und der Straßenbeleuchtung auf den Stadtbetrieb Bornheim sowie dem Gründungsbeschluss zu Stadtwerken sind die nächsten Schritte zur Neustrukturierung unserer Versorgungseinrichtungen und zur stärkeren Einflussnahme auf die Infrastruktur-Entwicklung getan. Die weiteren Verfahren laufen und sind 2013 zu entscheiden. Neben den Möglichkeiten, den städtischen Einfluss auf die Infrastruktur-Entwicklung zu stärken, müssen vor allem die Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung, z.B. beim Service spüren und müssen die Maßnahmen wirtschaftlich und finanzierbar sein.
Der U 3 – Ausbau hat uns nicht nur in diesem Jahr beschäftigt, sondern wir werden auch im kommenden Jahr noch etliche Projekte umsetzen. Dabei sind wir froh, dass uns viele Träger (wie die Kirchen, die AWO und die Elterninitiativen) bei der Schaffung zusätzlicher Plätze nach Kräften unterstützen. Einige Kraftanstrengungen stehen uns in den nächsten Monaten noch bevor und ebenfalls in den nächsten Monaten werden wir wissen, ob alle diese Anstrengungen reichen, den Rechtsanspruch zu erfüllen.
Kraftanstrengungen - nicht nur finanzielle - erfordert auch die weitere Inklusion nicht nur im Schulbereich sondern auch in unseren Kindertageseinrichtungen - wahrscheinlich über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Die Stadt Bornheim hat sich bei diesem Thema in den letzten Jahren eine führende und gestaltende Rolle erarbeitet. Unsere Anregungen sind in die Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes zum aktuellen Gesetzentwurf des Landes eingeflossen. Vor Ort haben wir an vielen Stellen die richtigen Weichen gestellt.
Neben den vielen ehrenamtlichen kulturellen Angeboten im Stadtgebiet und zusätzlich zu der Arbeit des Bornheimer Kulturforums haben wir mit dem neuen „Theater im Kloster“ eine kulturelle Spielstätte erhalten, die das Angebot unserer Stadt mit einem tollen Programmangebot bereichert. Viele Menschen, auch prominente Bornheimer Künstler, unterstützen das interessante Projekt, dem ich viel Glück wünsche.
Die positive Entwicklung Bornheims beruht auf den Stärken der Menschen, die hier wohnen und arbeiten, auf ihrer Initiative und Kreativität, auf ihrer Tatkraft und ihrem Engagement. Unsere Erfolge beruhen darauf, dass wir alle die Probleme gemeinsam angehen, dass sich viele Einzelne und viele Unternehmen für die Menschen in unserer Stadt und ihre 14 Ortschaften verantwortlich fühlen und nicht nur an ihre eigenen Interessen denken. Sie beruht zudem auf dem tollen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bornheim und des Stadtbetriebs, die sich oft weit über das Normale für die Belange unserer Stadt einsetzen. Vielen Dank!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich ein gutes neues Jahr 2013 mit persönlichem Glück, Gesundheit und Erfolg.
Mit besten Grüßen Ihr Wolfgang Henseler







