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Grußwort von Bürgermeister Wolfgang Henseler zum neuen Jahr

Liebe Bornheimer Mitbürgerinnen und Mitbürger,

schnell vergeht die Zeit und wir sind am Ende eines ereignisreichen Jahres angekommen. Zeit - neben dem Blick zurück und dem Danke sagen - vor allem hoffnungsfroh noch vorne zu blicken.

All denen, die sich aktiv an der Gestaltung unserer Stadt beteiligen, danke ich für Ihre Arbeit, für Ihr bürgerschaftliches Engagement und für Ihren Beitrag zum gemeinsamen Leben in unserer Stadt.

Auch in diesem Jahr ist wieder viel geschehen. Ein neuer Rat hat sich am 29. Oktober konstituiert, neue Rats- und Ausschussmitglieder haben ihre Arbeit für die Menschen in unserer Stadt aufgenommen. Den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern danken wir für ihre Arbeit. Trotz der ungünstigen finanziellen Voraussetzungen, haben wir unsere Stadt nachhaltig für die hier lebenden Menschen weiterentwickelt. Viele schauen bewundernd auf unsere Entwicklung.

An vielen Stellen spürt man die positive Energie der Stadt.
Attraktive neue Angebote kommen zu den bestehenden hinzu, neue Arbeitsplätze entstehen. Die An- oder Umsiedlungen von Firmen, wie der Firma GLS mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sind eindrucksvolle Zeichen der erfolgreichen Wirtschaftsförderung und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft unserer Stadt. Sowohl die Entwicklung im Einzelhandel als auch die Ansiedlung von Firmen in den Gewerbegebieten sind erfreulich.

Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans ist eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft. Sie wird uns auch im kommenden Jahr beschäftigen, dabei werden wir die Anregungen aus der Bürgerschaft auswerten und dann 2010 zu einem Abschluss des Verfahrens kommen. Es geht um eine Weichenstellung für die Entwicklung unserer Stadt in den nächsten 15 bis 20 Jahren.

Die Schwerpunkte bei den Investitionsmaßnahmen liegen neben den Projekten aus dem Konjunkturpaket II in der Verbesserung des Schul- und Betreuungsangebotes. Konkrete Maßnahmen wie der Mensabau am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, die weitere Renovierung der Herseler Werthschule, der Ausbau des Dachgeschosses an der Grundschule Bornheim, Anbau von zwei Klassen-/Mehrzweckräumen an die Grundschule Walberberg, die Erweiterung der Lüftungsanlage an der Europaschule sowie von Maßnahmen gegen die Wärmeentwicklung an der Franziskus-Schule in Merten, die Planung von Turnhalleneinheiten für die Europaschule und der Neubau des Kindergartens in Kardorf sind auf den Weg gebracht worden oder abgeschlossen.

Die Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur ist ebenfalls ein Schwerpunkt. Seit Mitte Dezember verfügt Bornheim über zwei neue Buslinien (817 und Taxibus 882) und zusätzliche Haltestellen, wie aus der Bürgerschaft seit vielen Jahren gewünscht.

Der Ausbau der Unterführung am Sechtemer Bahnhof ist in vollem Gange, der Ausbau der P&R-Anlage wird sich anschließen. Weitere Schwerpunkte sind die Fortsetzung des integrierten Handlungskonzeptes mit den Einzelprojekten Servatiusweg und dem Parkplatz im Innenbereich zwischen Königstraße und Burgstraße sowie die Planungsmaßnahmen für den Apostelpfad und den Peter-Fryns-Platz. Der Bau des Geh- und Radweges zwischen Merten und Sechtem ist in der Endphase. Jetzt hoffen wir vor allem auf einen zügigen Bau der L 183n und des Radweges an der L 118 durch das Land.

Die positive Entwicklung der ehemaligen Abgrabungsfläche (Quarzsandgrube) oberhalb von Roisdorf und Brenig stimmt uns sehr froh und führt jahrelange Auseinandersetzungen zu einem hoffentlich guten Ende. Die Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz kann uns in vielfacher Hinsicht voran bringen. Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat endlich die Abdeckung der Bonner Deponie zwischen Roisdorf und Hersel begonnen.

Bei aller positiver Entwicklung bleibt eine Sorge: Das kommende Jahr wird auch durch die dramatische Haushaltssituation geprägt sein. Wir müssen gemeinsam nach Auswegen aus dieser Lage suchen, um die kommunale Handlungsfähigkeit wieder zu gewinnen. Einnahmeeinbrüche von fast 10 Mio. Euro sind alleine aus kommunaler Kraft kaum zu bewältigen.

Unsere Gedanken zum Jahreswechsel sind auch bei den Menschen, die unsere Hilfe und unseren Schutz brauchen. Es ist auch für die Zukunft unsere Pflicht, diese Menschen nicht auszugrenzen und sich selbst zu überlassen, sondern sie in die Mitte unserer Gesellschaft zu nehmen. Ein schönes Beispiel dieser direkten Hilfe ist unsere Weihnachts-Wunschbaum-Aktion, bei der viele von Ihnen aktiv mitgewirkt haben. Auch hierfür herzlichen Dank!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich ein gutes Jahr 2010 mit persönlichem Glück, Gesundheit und vielen schönen Momenten!

Mit besten Grüßen
Ihr

Wolfgang Henseler
Bürgermeister

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