Honig besser beim heimischen Imker kaufen

Bienen produzieren Honig – das weiß jedes Kind. Was vielen aber nicht so bewusst ist: Bienen bestäuben auch Obstbäume, Feld- und Ziergehölze, Nutzpflanzen und den Großteil unserer Wildpflanzen. Schätzungen zufolge ist jeder dritte Bissen, den wir zu uns nehmen, direkt oder indirekt von der Bestäubung durch die Honigbienen abhängig.

Von den Bienchen und den Blümchen. FOTO: GISBERT DUES, IMKERVEREIN VORGEBIRGE E. V.

Indem man heimischen Honig kauft, unterstützt man also nicht nur die hiesigen Imker, sondern das gesamte Ökosystem. Denn man kann zwar Honig importieren, die Bestäubungsleistung der Bienen aber nicht.

Zumal man sich mit Importhonig auch Krankheiten in die Region holt, wie zum Beispiel die Amerikanische Faulbrut. Diese Bienenkrankheit darf in vielen Ländern außerhalb der EU mit Antibiotika bekämpft werden, wovon Rückstände im Lebensmittel verbleiben können. Außerdem gelangen trotzdem immer wieder Sporen der Faulbrut in den Honig. Für Menschen sind sie zwar ungefährlich, für Bienen aber hochansteckend. So können heimische Bienen sich und ihr Volk zum Beispiel an Honigresten im Altglascontainer infizieren. Bei Befall kann der Imker im Extremfall alle Völker verlieren.

In Bornheim gibt es etliche Imker, die Honig und andere Bienenprodukte verkaufen. In der Regel erhält man den Honig in Pfandgläsern und vermeidet so auch noch Abfall. Wo es in Bornheim Honig vom Imker gibt, erfährt man beim Imkerverein Vorgebirge e. V. unter www.vorgebirgsimker.de/honigverkauf, per E-Mail oder beim städtischen Umwelttelefon unter 02222 945-310.