Neuer Einsatzleitwagen übergeben und eingesegnet

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bornheim freut sich über einen neuen modernen Einsatzleitwagen (ELW 1). Diese Woche überreichte Bürgermeister Wolfgang Henseler im Bornheimer Rathaus den Fahrzeugschlüssel an Wehrführer Wolfgang Breuer und stellte die 176 000 Euro teure mobile Kommandozentrale vor.

René Heimann – Mitglied Führungsgruppe IuK – schätzt die Vorzüge des neuen Einsatzleitwagens

René Heimann – Mitglied Führungsgruppe IuK – schätzt die Vorzüge des neuen Einsatzleitwagens: FOTO: STADT BORNHEIM

„Die Beschaffung war dringend erforderlich, um den gestiegenen Anforderungen der Einsatzleitung bei Großeinsätzen und Katastrophenereignissen gerecht zu werden“, sagt Bürgermeister Henseler. In diesem Zusammenhang betonte Henseler den hohen Stellenwert der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt und dankte allen Feuerwehrleuten im Namen von Rat und Verwaltung für die wertvolle Arbeit, die sie für die Gesellschaft leisten und wünschte ihnen allzeit gute Fahrt.

Für die Besetzung des neuen Einsatzleitwagens hat die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bornheim eine Informations- und Kommunikationseinheit, kurz IuK-Einheit, gebildet. Diese besteht zurzeit aus 19 extra dafür ausgebildeten Feuerwehrleuten und wird von Hans-Herbert Kübbeler geleitet. Zum Einsatz kommt der Wagen bei mittleren und großen Schadenslagen. „Die moderne mobile Kommandozentrale ermöglicht der Einsatzleitung vor Ort ein effektiveres Arbeiten", freute sich Bornheims Wehrführer Breuer über die Neuanschaffung. Ein wesentlicher Vorteil sei es, dass nun bei Großeinsätzen die Leitstelle in Siegburg und alle beteiligten Kräfte feste Ansprechpartner hätten. Dank der Bordtechnik könne darüber hinaus die Kommunikation während eines Einsatzes aufgezeichnet und dokumentiert werden.

Der Mercedes Sprinter ist mit digitalen Funkgeräten, zwei Computer-Arbeitsplätzen, vier Bildschirmen, Telefonen, Faxgerät und Internetanschluss ausgestattet. So kann das gesamte Einsatzgeschehen von dort aus gelenkt, gesteuert, koordiniert und dokumentiert werden. Außerdem sind Schreibsachen, Werkzeuge, Fernglas und Messgeräte an Bord. Der Wagen hat zudem einen ausfahrbaren Antennenmast. Finanziert wurde das Fahrzeug teils aus Mitteln der Feuerschutz- und Investitionspauschale 2016.

Bei der Schlüsselübergabe an die IuK-Einheit hob der Wehrführer insbesondere die Arbeit von Gottfried Kreuzberg hervor, der mehr als 200 Stunden in das Projekt "Einsatzleitwagen" investiert habe. Zudem dankte er den Kameraden Ulrich Breuer und René Heimann, die sich ebenfalls ehrenamtlich um die Telefonanlage und die Computer-Programmierung gekümmert hätten. „Das Resultat ist ein wirklich gelungener und passgenauer Einsatzleitwagen für unsere Feuerwehr“, so Breuer. Von den ersten Plänen bis zur Auslieferung dauerte es rund zweieinhalb Jahre.

Zum Abschluss der Übergabefeier segnete der Roisdorfer Diakon Adi Halbach zusammen mit Pfarrer Gerhard Brose von der evangelischen Kirchengemeinde Vorgebirge das neue Fahrzeug. Halbach erinnerte an die erste Feuerwehr der Welt, die 21 v. Chr. im römischen Reich gegründet worden sein soll. Sie bestand der Überlieferung nach aus einer Einheit von 600 Sklaven. "Seitdem hat sich Gott sei Dank sehr viel geändert", so Halbach. Mit 350 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten zählt die Freiwillige Feuerwehr Bornheim zu den größten freiwilligen Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis.