Deutsche Bahn informiert über Lärmsanierung in Bornheim

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes“ plant die Deutsche Bahn (DB) freiwillige Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes auch in Bornheim. Details und Fördermöglichkeiten erfahren Anwohner aus Roisdorf und Sechtem auf einer Informationsveranstaltung, zu der die Deutsche Bahn und die Stadt Bornheim am Dienstag, 14. März 2017, um 18 Uhr in den Ratssaal des Bornheimer Rathauses, Rathausstraße 2, einladen.

Die zuständigen Ingenieure der DB Projektbau präsentieren die Ergebnisse des Lärmgutachtens sowie die Planungen für die vorgesehenen Schallschutzmaßnahmen. Im Anschluss können die Teilnehmer Fragen an die Projektleitung richten.

In Roisdorf sollen beidseitig der Strecke Köln – Bonn in Teilabschnitten drei Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 2,4 Kilometern errichtet werden. Die Stadt Bornheim befürwortet das Konzept zur freiwilligen Lärmsanierung, das von der DB Projektbau erarbeitet wurde, und spricht sich für die Farbgebung der Lärmschutzwände in Anthrazit, Grau-Grün oder Weiß-Grün aus. Zudem sollen die Abschnitte im Bereich L 118 und Bahnhof Roisdorf sowie Widdiger Weg transparent gestaltet werden. Da die Planung der erforderlichen Zugumleitungen einen erheblichen zeitlichen Vorlauf benötigt, ist mit dem Baubeginn erst ab 2018 zu rechnen. Die Realisierung könnte dann voraussichtlich in 2018/2019 erfolgen.

In Sechtem, wo keine Lärmschutzwand errichtet werden soll, können die Eigentümer von sogenannten schützenswerten Wohngebäuden von Fördermöglichkeiten profitieren. Schützenswert bedeutet in dem Zusammenhang, dass die Lärmgrenzwerte von 57 Dezibel in der Nacht und 67 Dezibel am Tag überschritten werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Gebäude entweder vor dem 1. April 1974 errichtet oder auf Grundlage eines Bebauungsplans mit Rechtskraft vor dem 1. April 1974 gebaut wurden. Wenn die Fördervoraussetzungen erfüllt sind, übernimmt der Bund 75 Prozent der Planungs- und Baukosten für schalldämmende Bauteile wie Lärmschutzfenster oder spezielle Lüfter. Dies trifft voraussichtlich auf vereinzelte Häuser im Umfeld des Sechtemer Bahnhofs zu.