Sekundarschule wird auf vier Klassen erweitert

Die Heinrich-Böll-Sekundarschule in Bornheim-Merten geht im Sommer mit vier Klassen an den Start. Das ist eine Klasse mehr als bisher. „Als Schulträger sind wir erleichtert, dass die Bezirksregierung ihre Zustimmung zur Bildung einer weiteren Eingangsklasse erteilt hat“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Henseler.

Die Erweiterung ist notwendig, da an allen weiterführenden Schulen in Bornheim ein deutlicher Anmeldeüberschuss zu verzeichnen ist. Neben einer Steigerung der Bornheimer Schülerzahlen nehmen die Bornheimer Schulen in großer Zahl auch Schülerinnen und Schüler aus Nachbarkommunen, insbesondere aus Alfter und Wesseling auf. Rechtlich müssen diese bei der Aufnahme wie gemeindeeigene Schülerinnen und Schüler behandelt werden, wenn die Heimatkommune kein entsprechendes Schulangebot vorhält. Alfter verfügt noch über kein eigenes weiterführendes Schulangebot, plant aber eine dreizügige Dependance der Rheinbacher Gesamtschule. Und Wesseling hat noch keine Schule des gemeinsamen Lernens, also eine Gesamt- oder Sekundarschule, die von Eltern aber stark nachgefragt wird. „Dadurch entsteht in Bornheim die unglückliche Situation, dass die Plätze für Schülerinnen und Schüler aus Bornheim fehlen“, führt die Beigeordnete der Stadt Bornheim, Alice von Bülow, aus.

Bei der Sekundarschule in Merten liegen 120 Anmeldungen für 81 Schulplätze vor. Durch die zusätzliche Klasse können nun 108 Kinder aufgenommen werden, sodass nur wenige Ablehnungen ausgesprochen werden müssen. Zudem erhalten jetzt auch wesentlich mehr Bornheimer Kinder einen Platz. Um bei steigenden Schülerzahlen in der gesamten Region rechtzeitig bedarfsgerecht planen und entsprechende Kapazitäten schaffen zu können, sieht Alice von Bülow die Notwendigkeit einer intensiveren Zusammenarbeit der Kommunen sowie einer regionalen Schulentwicklungsplanung. „Wir führen bereits mit unseren Nachbarn einen intensiven Dialog zur Schulentwicklung. Wir begrüßen die Diskussion zum Aus- und Umbau der Schullandschaft – insbesondere in den Nachbarkommunen – und unterstützen diese Prozesse gerne“, betont Henseler.