Wespen in Rente - Tipps zum Umgang

Im Spätsommer drehen Wespen noch einmal richtig auf und fliegen buchstäblich auf jede Süßigkeit, die sie kriegen können. Das Umwelt- und Grünflächenamt gibt Tipps zum Umgang mit den Plagegeistern.

Ist der Mensch satt, genießt die Wespe die Reste. Foto: Stadt Bornheim

Dass die Wespen plötzlich dem Zucker hinterherjagen, liegt daran, dass die Königin zum Ende des Sommers die Eiablage einstellt und keine Brut mehr gepflegt wird, erklärt Diplom-Biologin Irmgard Mohr. Waren die Arbeiterinnen bis dahin auf der Jagd nach Fleisch, um die Larven im Nest zu füttern, verabschieden sie sich nun in den Ruhestand und gönnen sich selbst etwas Süßes – nicht selten zum Leidwesen der Menschen.

„Allerdings sind die Tiere keineswegs so aggressiv wie ihr Ruf und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen“, weiß Mohr. Vor allem gelte es, Ruhe zu bewahren und hektische, unkontrollierte Bewegungen zu vermeiden. Wird man trotzdem gestochen, ist das zwar unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich. Es sei denn, die Wespe steche in Hals oder Rachen oder der Gestochene habe eine Wespengiftallergie.

Um unliebsame Begegnungen mit Wespen zu vermeiden, empfiehlt die Expertin, süße Speisen und Getränke nicht unbedeckt im Freien stehen zu lassen. Auch sollte man nicht direkt aus offenen Behältern trinken, sondern einen Strohhalm benutzen. Insbesondere dort, wo Fallobst auf dem Boden liegt, läuft man lieber nicht barfuß. Kindern sollte nach dem Verspeisen von Süßem der Mund abgewaschen werden und man sollte auf stark duftende Parfüms, Haarsprays oder Rasierwässer verzichten.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es am Umwelttelefon der Stadt Bornheim unter 02222 945-310. Dort bekommt man auch ein kostenloses Faltblatt zum Thema. Wer ein Wespennest am Haus hat, erhält hier weitere wichtige Tipps.