DB baut Schallschutzwände

Es ist ein schöner und wichtiger Termin – da sind sich Wolfgang Henseler und Rolf Schumacher einig. Schließlich warten die beiden Bürgermeister schon seit vielen Jahren auf die drei Schallschutzwände, die die Deutsche Bahn (DB) nun in Bornheim und Alfter errichtet.

Gemeinsam gegen den Lärm: Vertreter der Kommunen und der Bahn trafen sich am Roisdorfer Bahnhof zum ersten Spatenstich für die Schallschutzwände.

Insgesamt 2.357 Meter Wand sollen die Bürger zukünftig vor Bahnlärm bewahren; den ersten Spatenstich machten Vertreter der Kommunen und der Bahn gemeinsam am Roisdorfer Bahnhof.

„Bornheim und Alfter sind wachsende Kommunen, daher sind öffentliche Verkehrsmittel hier sehr wichtig“, erklärte Bornheims Bürgermeister Henseler. Deswegen habe die Stadt auch das Gelände hinter dem Roisdorfer Bahnhof als Park&Ride-Parkplatz erworben. Über den Schallschutz freut er sich sehr und dankte besonders den Bundestagsabgeordneten Norbert Röttgen und Sebastian Hartmann sowie dem Landtagsabgeordneten Oliver Krauß und dessen Vorgängerin Ilka von Boeselager, dass sie sich für den Bau der drei Meter hohen Schutzwände eingesetzt haben.

Auch Alfters Bürgermeister Schumacher dankte der Bahn und allen Beteiligten für diese „Maßnahme, die den Menschen helfen wird“. Er betonte die gute interkommunale Zusammenarbeit mit Bornheim und führte aus, wie auch die Alfterer vom Roisdorfer Bahnhof profitieren, an den sie durch den Hangbus perfekt angebunden sind. „So kommen auch wir schnell und bequem in die Kölner Innenstadt“, erklärte Schumacher als „bekennender Fan der Bahn“.

Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB AG für Nordrhein-Westfalen, erklärte: „Wir wollen den Verkehr auf der Schiene stärken und gleichzeitig die Menschen an den Eisenbahnstrecken vor den Belastungen schützen.“ Insgesamt stelle der Bund dieses Jahr 150 Millionen Euro für Lärmschutz zur Verfügung. 4,53 Millionen davon fließen in das Vorhaben in Bornheim und Alfter. Von den 2.357 Metern Schallschutzwand werden 1.785 Meter auf Bornheimer und 572 Meter auf Alfterer Gebiet errichtet; die Maßnahme soll im Mai 2020 abgeschlossen sein.

Zusätzlich zu den hochabsorbierenden Wänden werden im nächsten Jahr an etwa 150 Wohneinheiten entlang der Bahnstrecke sogenannte passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, zum Beispiel durch schalldämmende Fenster und Lüfter. Hierfür investiert der Bund weitere 51.000 Euro.