Mit Vorsicht und Rücksicht durch den Sommer

Wer den Sommer unbeschwert genießen möchte, sollte einige Regeln beachten. Zuallererst gilt es, die Brandgefahr zu minimieren, die aufgrund anhaltend hoher Temperaturen und Trockenheit herrscht.

Schon ein winziger Funke kann einen verheerenden Waldbrand verursachen.

So sollte man keine Zigarettenkippen aus dem Auto werfen oder im Wald rauchen. Heiße Katalysatoren können trockenes Gras entzünden, darum sollten Autofahrer zurzeit keine Grasflächen und Feldwege befahren oder darauf parken. Auch ein Lagerfeuer kann schnell in einer Katastrophe enden: Grillen oder gar offenes Feuer im Wald oder am Waldrand sind streng verboten. Außerdem darf man keine Flaschen oder andere Gegenstände im Wald wegwerfen, da sie wie ein Brennglas wirken.

Bei einem Feuer zählt jede Minute. Damit die Löschfahrzeuge im Ernstfall ungehindert zum Einsatzort gelangen, müssen die Zufahrten zu Wäldern und Feldern freigehalten werden. Wer einen Waldbrand entdeckt, alarmiert am besten sofort die Feuerwehr unter der 112.

Bei Gartenarbeit und Grillen Ruhezeiten einhalten 

Neben der Vorsicht sollte man im Sommer aber auch Rücksicht walten lassen. Denn an warmen Tagen spielt sich vieles im Freien ab – nicht immer zur Freude der Nachbarn. So hat der Einsatz von Gartengeräten wie Rasenmähern, Heckenscheren und ähnlichen Maschinen im Sommer Hochkonjunktur. Auch sitzt man gern lange im Garten und genießt die lauen Abende beim Grillen. Wer dabei gewisse Regeln einhält, vermeidet Ärger und Unannehmlichkeiten.

Die Stadtverwaltung Bornheim bittet alle Bürgerinnen und Bürger, Rücksicht zu nehmen und bei der Gartenarbeit die vorgeschriebenen Ruhezeiten zu beachten. Laut Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung dürfen folgende Geräte nur montags bis samstags von 7 bis 20 Uhr betrieben werden: Rasenmäher, Heckenscheren mit Motor, Rasentrimmer und -kantenschneider ohne Verbrennungsmotor, Schredder, Zerkleinerer, tragbare Motorkettensägen, Vertikutierer und Wasserpumpen. Außerhalb dieser Zeit sowie an Sonn- und Feiertagen ist ihr Einsatz nicht erlaubt.

Fürs Rasenmähen gelten je nach Gerät bestimmte Ruhezeiten.

Für besonders lärmintensive Gartengeräte gelten weitere Einschränkungen: Demnach dürfen Rasentrimmer und -kantenschneider mit Verbrennungsmotor, Freischneider, Laubbläser und Laubsammler nur werktags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr benutzt werden. Für Geräte, die mit dem Umweltzeichen der EU gekennzeichnet sind, gelten die erstgenannten Ruhezeiten. Von 22 bis 6 Uhr herrscht dann allgemeine Nachtruhe und alle lauten Geräusche, wie etwa laute Musik, müssen vermieden werden.

Wenn es nebenan doch einmal zu laut wird, sollte man zunächst das persönliche Gespräch suchen. So lässt sich das Problem oft schon lösen und Streit vermeiden. Scheitert dies, kann man in nachbarschaftlichen Streitfällen die zuständige Schiedsperson einschalten. Eine Übersicht der örtlich zuständigen Schiedspersonen findet man hier. Auch das Ordnungsamt der Stadt Bornheim hilft unter der Telefonnummer 02222/945-161 gern weiter.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, bittet Bürgermeister Wolfgang Henseler die Bornheimer Bürgerinnen und Bürger, sich rücksichtsvoll, nachbarschaftlich und tolerant zu verhalten.