Umweltausschuss besichtigt ehemalige Deponie

Für die Mitglieder des Umweltausschusses der Stadt Bornheim stand vor der letzten Sitzung ein Ortstermin auf dem Programm. So besichtigte man die ehemalige Bonner Zentraldeponie in Bornheim-Roisdorf.

Der Umweltausschuss hat gemeinsam mit dem Leiter des städtischen Umwelt- und Grünflächenamtes, Dr. Wolfgang Paulus (9.v.l.), die ehemalige Restmülldeponie besichtigt. FOTO: Gabriele Kretschmer

Die ehemalige Bonner Restmülldeponie, deren Fläche  insgesamt 27 Hektar umfasst, war nach ihrer Schließung von 2007 bis 2015 aufwändig saniert worden. Dabei ging es vor allem um die Oberflächenabdichtung und die Sanierung der Fläche unter Arten- und Landschaftsschutz-Gesichtspunkten. Außerdem wurden insgesamt 80 Gasbrunnen installiert, um zu untersuchen, ob das durch die Verfallsprozesse anfallende Methangas genutzt werden kann. Bei der Besichtigung der Ausschussmitglieder informierten Richard Münz und Otmar Fink vom Deponiebetreiber „bonnorange AöR“ über aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse.

So berichteten sie, dass nach Abschluss der Oberflächenabdichtung Ende 2014 Grundwassermessstellen keine Auffälligkeiten ergeben hätten. Das Deponiegas werde abgefackelt, da es sich nicht für eine Verwertung eigne, weil Menge und Zusammensetzung zu stark schwankten. Die Errichtung einer Solaranlage sei kein Thema mehr, weil sie unwirtschaftlich sei. Die Pflege erfolge derzeit durch die Beweidung mit Schafen. Für die endgültige Abnahme des dort entstandenen Biotops müsse allerdings noch der Abschlussbericht zum Arten- und Landschaftsschutz vorgelegt werden. Danach werde die Stadt Bonn offiziell die Stilllegung der Deponie beantragen. Anschließend müsse die Fläche noch mindestens 30 Jahre lang überwacht werden. Dazu zählten etwa regelmäßige Setzungsmessungen und die Kontrolle des Sicker-, Grund- und Oberflächenwassers.