Junge Bornheimer besuchen Zawiercie

Ein spannendes Programm voller Kultur, Geschichte und Sport erlebten sieben junge Bornheimer beim fünften Jugendaustausch mit Zawiercie.

Obwohl der Wanderpokal diesmal in Zawiercie bleibt, hatten auch die Bornheimer Kicker viel Spaß.

Auf Einladung von Bornheims polnischer Partnerstadt waren die städtischen Streetworker Marzena Krzywinska und Moustafa Saleh mit den Jugendlichen nach Oberschlesien gefahren. „Es war eine tolle Zeit“, freut sich Marzena Krzywinska, die selbst polnische Wurzeln hat. „Wir bedanken uns ganz herzlich beim Rotary-Club Bornheim für die finanzielle Unterstützung, die uns die Reise ermöglicht hat.“

Als Auftakt besuchten die jungen Bornheimer das Fußballstadion in Zabrze – nach Warschau das zweitgrößte in Polen. Dort wurden sie durch Umkleidekabinen, Wellnessbereich und VIP-Logen geführt und lernten die Geschichte des Stadions und bekannter Sportler wie Leichtathletik-Olympiasiegerin Irena Szewinska und Rekord-Nationalfußballer Wlodzimierz Lubanski kennen. Das Stadion grenzt unmittelbar an einen Erholungspark, der zu kommunistischen Zeiten gebaut wurde und immer noch ein beliebtes Wochenendziel ist.

Weiter ging es zum Brot- und Schulmuseum in Radzionkow. Das Museum zeigt die Kultur und Tradition der Brotherstellung und konfrontierte die Bornheimer Jugendlichen dabei mit Sätzen wie „Altes Brot ist nicht hart, kein Brot – das ist hart“. Außerdem sind verschiedene Raritäten ausgestellt, die eine Verbindung zur regionalen und zur deutschen Kultur haben.

Das Museum gehört zu den interessantesten Attraktionen in ganz Schlesien, ebenso wie das Silberbergwerk in Tarnowitz, das als nächstes Ziel auf dem Programm stand. Nach einer kurzen Einführung in die Förderung von Blei, Zink und Silber ging es 40 Meter in die Tiefe und die Reise durch unterirdische Korridore begann. Die Korridore, die 2017 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden, sind teilweise geflutet, sodass die Besucher sie mit Booten durchqueren mussten.

Auch die Ruine in Ogrodzieniec beeindruckte die jungen Gäste aus Bornheim. Als eine der zahlreichen Burgen, die zu den sogenannten Adlernesten gehören, ist sie umgeben von den weißen Kalkfelsen des Juragebirges. Die Burg selbst ist ein beliebter Ausflugsort mit Verkaufsständen, Souvenirläden und touristischen Attraktionen wie Sommerrodelbahn und Gruselkabinett.

Zum fünften Mal fand schließlich das Fußballspiel um den Wanderpokal statt. Nachdem die Bornheimer ihr letztes Heimspiel gewonnen hatten, unterlagen sie diesmal der Mannschaft aus Zawiercie mit 3:8. Die Bornheimer Jugendlichen freuen sich schon jetzt auf die Begegnung im nächsten Jahr, diesmal wiederum in Bornheim.