Verwaltung informiert über aktuelle Baumaßnahmen im Straßenbereich

Derzeit wird an vielen Stellen im Bornheimer Stadtgebiet im Bereich der Straßen und Radwege gearbeitet. Vielfach erreichen die Verwaltung Nachfragen. Deshalb soll die nachfolgende Darstellung einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten geben.

Im Stadtgebiet wird fleißig an Straßen und Radwegen gebaut

Im Stadtgebiet wird fleißig an Straßen und Radwegen gebaut
1. Radverkehrskonzept

1. Radverkehrskonzept

Mit der Entwicklung des Radverkehrskonzepts 2003 hat die Stadtverwaltung Bornheim in Zusammenarbeit mit den politischen Gremien entschieden, den Radverkehr im Stadtgebiet umfassend zu fördern. Da sich seitdem sowohl die planerischen Instrumentarien als auch die rechtlichen Vorgaben zur Gestaltung der Radverkehrsinfrastruktur weiterentwickelt haben, wurde 2011 ein Büro für Stadtverkehrsplanung beauftragt, das Konzept im Sinne einer zukunftsorientierten und anspruchsgerechten Radverkehrsförderung zu aktualisieren und weiterzuentwickeln. Dafür wurde das bestehende Radwegenetz vollständig befahren, erfasst und bewertet.

Das neue Konzept liegt seit 2015 vor. Seitdem ist die Stadt Bornheim dabei, zunächst die wichtigsten und kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen zu realisieren. Insgesamt umfasst das Konzept rund 200 Maßnahmen. Ziel ist es, die Nutzung des Fahrrads attraktiver und sicherer zu machen und insgesamt den Stellenwert des Radverkehrs in Bornheim zu erhöhen. Dazu wurde auch ein gemeinsamer Arbeitskreis Radverkehr eingerichtet, in den auch Ratsvertreter und Vertreter von Radfahrer-Organisationen einbezogen sind.

1.1 Markierungsarbeiten

1.1 Markierungsarbeiten

Eine wichtige Rolle spielt das Thema „Markierung“. Dabei geht es vor allem um die Markierung von Knotenpunkten entlang der Landstraße 183. Denn die L183 ab Walberberg sowie deren Fortsetzung durch Bornheim (Königstraße) und Roisdorf (Bonner Straße) bildet „das Rückgrat des Radverkehrsnetzes in Bornheim“, da sich an ihr die meisten Ortsteile „aufreihen“ und Verbindungen zum Hauptort Bornheim sowie nach Brühl und Alfter bestehen.

Die Markierungsarbeiten umfassen Piktogramme, Einfärbungen und Schilder. Piktogramme und Schutzstreifen dienen sowohl der Verkehrsführung als auch der Verkehrsberuhigung.

Insbesondere durch ein konsequentes Roteinfärben der Furten, also der Radfahrerspuren, wird die Aufmerksamkeit für den Radweg enorm gesteigert.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Kreuzungen und Einmündungen entlang der L183 von Walberberg bis zum Hellenkreuz. Die Markierungen machen deutlich, dass es sich um Zweirichtungsradwege handelt – also Radwege auf einer Straßenseite, die in beide Richtungen benutzt werden dürfen. Denn insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen rechnet der Kfz-Verkehr oftmals nicht mit Radfahrern aus der vermeintlich „falschen“ Richtung.

Die Markierungen erhöhen somit die Verkehrssicherheit.

  • Entlang der L183 gibt es insgesamt 24 Einmündungen. Davon haben 16 keine Ampelanlage. Diese 16 Einmündungen sollen bis Ende des Jahres baulich fertiggestellt sein. 7 davon (aktueller Stand) sind bereits rot eingefärbt.

    Mittelfristig sollen alle 24 Einmündungen entlang der L183 verbessert werden. Knotenpunkte mit Ampelanlagen werden jedoch nicht rot eingefärbt. Stattdessen müssen zum Beispiel die Ampeln behindertengerecht umgerüstet und es muss ein Blindenleitsystem installiert werden. Wegen des intensiven Planungsaufwands werden diese Knoten erst einmal zurückgestellt.
     
  • Alle Furten sind zudem mit entsprechenden Radpiktogrammen und Richtungspfeilen versehen worden – auch an der Alexander-Bell-Straße (Hersel), Robert-Bosch-Straße (Hersel) und Bahnhofstraße (Sechtem).
     
  • Gleiches gilt für die Furten von Zweirichtungs-Radwegen an der L300, L118, K60 und K42. Die Einmündungen an der K40 und K60 sind bereits mit Radpiktogrammen und Richtungspfeilen versehen worden. Die Radwege an den anderen beiden Landstraßen werden folgen.
    Die flächendeckende Rotfärbung sehen Polizei, Land und Kreis kritisch; die Stadt stimmt das weitere Vorgehen daher mit ihnen ab. Denkbar ist etwa eine Rotfärbung nur an Unfallhäufungsstellen.
     
  • Schutzstreifen wurden an der Königstraße zwischen Siefenfeldchen und Adenauerallee sowie zwischen Adenauerallee und L118 angelegt. Die Bonner Straße, Brunnenallee, Rheinstraße und andere werden folgen.
     
  • Der Verkehrsberuhigung dienen auch Wartelinien. Sie sollen die Rechts-vor-Links-Regelung verdeutlichen und kommen an den Einmündungen Bergstraße / Schmiedegasse, Kirchstraße / Kreuzstraße, Klippe / Hellstraße, Vinkelgasse / Kummenberg und Waldorfer Weg / Bannweg zum Einsatz.
1.2 Rückbau von Umlaufsperren

1.2 Rückbau von Umlaufsperren

Ein Ärgernis: Umlaufsperren zwingen Radfahrer oftmals zum Abbremsen und Absteigen

Ein Ärgernis: Umlaufsperren zwingen Radfahrer oftmals zum Abbremsen und Absteigen

Umlaufsperren stellen an einigen Stellen im Verlauf eigenständiger Geh- und Radwege ein Ärgernis für Radfahrer dar, da sie zu starkem Abbremsen und häufig zum Absteigen zwingen. Umlaufsperren sind nur an den Stellen sinnvoll und gerechtfertigt, an denen eben dieses massive Abbremsen aus Sicherheitsgründen geboten ist (z.B. an starken Gefällestrecken mit Anschluss an schlecht einzusehende Vorfahrtsstraßen). An allen anderen Stellen bedeuten Umlaufsperren für den Radverkehr eine starke Komforteinschränkung.

Dies hat die Stadt behoben, indem einige Umlaufsperren durch reflektierende Poller ersetzt wurden. Durch die Poller wird der Verkehrsfluss erheblich verbessert.

  • Die Umlaufsperren wurden auf den Straßen Krausbitzchen (Sechtem), Siegesstraße (Roisdorf), Bayerstraße (Hersel) und Leinpfad (Widdig, Uedorf, Hersel) durch Poller ersetzt.
     
  • Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurden die Umlaufsperren an der L190 / Pickelsweg, K60a / Staffelsweg, Schweppenburgstraße / Querung Mühlenbachweg nicht entfernt.
2. Barrierefreie Umgestaltung

2. Barrierefreie Umgestaltung

Übergänge an Einmündungen und Kreuzungen werden sukzessive barrierearm ausgebaut bzw. umgestaltet. Darüber hinaus werden ab November 2019 insgesamt fünf Bus-Haltestellen barrierefrei ausgebaut.

2.1 Einmündungen und Kreuzungen

2.1 Einmündungen und Kreuzungen

Abgesenkte Bordsteinkanten wie an der Jennerstraße / Kreuzbergstraße in Hemmerich können mit Rollstühlen und Rollatoren aber auch mit dem Kinderwagen leichter passiert werden

Abgesenkte Bordsteinkanten wie an der Jennerstraße / Kreuzbergstraße in Hemmerich können mit Rollstühlen und Rollatoren aber auch mit dem Kinderwagen leichter passiert werden

Auf Antrag des Seniorenbeirats hat die Stadt Bornheim Übergänge an Einmündungen und Kreuzungen barrierearm ausgebaut bzw. umgestaltet. Bordsteinkanten wurden abgesenkt, sodass sie mit Rollstühlen und Rollatoren aber auch mit dem Kinderwagen besser passiert und Einmündungen / Kreuzungen leichter überquert werden können.

Bereits umgebaut wurden die Einmündungen Kreuzstraße / Brucknerstraße, Mozartstraße / Kreuzstraße, Kirchstraße im Bereich der Kirche, Ferdinand-Rott-Straße / Kirchstraße (alle Merten), Buchenstraße / Lindenstraße, Lindenstraße / Mühlenfeld / Travenstraße, Lindenstraße / Krüpelstraße (alle Kardorf), Jennerstraße / Maaßenstraße, Jennerstraße / Kreuzbergstraße (beide Hemmerich).

16 weitere Einmündungen in Hemmerich und Hersel werden folgen.

2.2 Bus-Haltestellen

2.2 Bus-Haltestellen

Ab November 2019 werden insgesamt fünf Bus-Haltestellen barrierefrei ausgebaut. Dies sind je zwei Haltestellen an der Siegesstraße in Roisdorf und an der Schule in Rösberg sowie eine weitere an der Stadtbahn in Merten. Um das Einsteigen in Busse zu erleichtern, werden die Bordsteine auf 18 Zentimeter erhöht. Die Arbeiten sollen im Mai 2020 abgeschlossen sein und kosten rund 237.000 Euro. Die Maßnahme wird von der Nahverkehr Rheinland GmbH gefördert. Sie übernimmt 90 Prozent der förderfähigen Kosten.

3. Maßnahmen zur Straßenunterhaltung

3. Maßnahmen zur Straßenunterhaltung

Bei der Straßenreparatur setzt die Stadt Bornheim nun verstärkt auf das Patchmatic-Verfahren. Bei dem Verfahren handelt es sich um eine Methode, um Schlaglöcher, kleine Risse oder Unebenheiten auf Straßen schnell und kostengünstig auszubessern. Allerdings ersetzt das Verfahren keine größere Straßensanierung. Daher wurden und werden im Stadtgebiet darüber hinaus noch insgesamt zwölf Straßen flächenhaft saniert.

3.1 Patch-Verfahren

3.1 Patch-Verfahren

Die Stadt Bornheim hat im Rahmen eines Programms zur Straßen-Instandsetzung im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Fahrbahnen saniert. Insgesamt wurden bzw. werden in 54 Straßen sukzessive Schäden beseitigt, die durch Abnutzung oder Witterung entstanden sind. Dabei kommt das Patchmatic-Fahrzeug des StadtBetriebs Bornheim zum Einsatz.

Im Zuge der Arbeiten werden unter anderem alte Flickstellen und defekte Nahtstellen beseitigt. Dies geschieht im Heißgussverfahren. Statt Schadstellen herauszuschneiden oder -fräsen wird die Straßenoberfläche gereinigt und erhitzt, um Risse, Löcher und Unebenheiten mit einer bitumenhaltigen Masse auszubessern. Da es sich um einen sogenannten Fugenverguss handelt, kann anschließend kein Oberflächenwasser mehr in die Asphaltschicht eindringen. Denn dieses Wasser kann bei Frost immense Schäden verursachen. In kleineren Teilbereichen wird die Deckschicht erneuert.

Die Arbeiten erstrecken sich vornehmlich auf verkehrswichtige Gemeindestraßen, Buslinien und Nebenstraßen. Um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten, wurden die Arbeiten in verschiedenen Bauphasen und bei laufendem Verkehr ausgeführt.

3.2 Flächenhafte Straßensanierungen

3.2 Flächenhafte Straßensanierungen

Flächenhaft saniert wird auch die Brüsseler Straße zwischen Merten und Sechtem

Flächenhaft saniert wird auch die Brüsseler Straße zwischen Merten und Sechtem

Insgesamt zwölf Straßen wurden und werden noch flächenhaft saniert. Das heißt, dass ganze Teilbereiche von Fahrbahnen erneuert werden. Abgeschlossen ist die Sanierung des südlichen Teils der Schulstraße zwischen Lindenstraße und Uhlstraße (Kardorf), der Pützgasse (Hemmerich), der Händelstraße / Brüsseler Straße zwischen Merten und Sechtem sowie der Hermann-Löhns-Straße in Merten.

Darüber hinaus ist die Sanierung folgender Straßen geplant: Schmiedegasse (Waldorf), Rösberger Straße (Hemmerich), Broichgasse (Merten), Breite Straße / Ploon (Brenig), Zweigrabenweg (Hemmerich), Bannweg (Waldorf), Markusstraße (Rösberg) und Salzachstraße (Uedorf).

Mit einer Länge von 1,1 Kilometern war die Sanierung der Händelstraße / Brüsseler Straße die größte Einzelmaßnahme. Die Kosten dafür belaufen sich auf 240.000 Euro. Die Aufwendungen für die flächenhafte Sanierung betragen insgesamt 336.000 Euro in 2019.

Darüber hinaus sind auch Straßen im Rahmen von Wasser- / Abwasser- und sonstigen Baumaßnahmen saniert worden (z.B. Jennerstraße, Lindenstraße und Buchenstraße in Hemmerich / Kardorf oder Dürerstraße in Dersdorf).

3.3 Riss-Sanierung

3.3 Riss-Sanierung

In den Rheinorten Hersel, Uedorf und Widdig sind Risse in der Fahrbahn saniert bzw. entfernt worden. Die Risse, die saniert wurden, ergeben in der Summe eine Strecke von insgesamt 52 Kilometern. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 37.000 Euro.

4. Straßenneubau-Maßnahmen

4. Straßenneubau-Maßnahmen

Neben der Vielzahl von Maßnahmen in der Straßenunterhaltung sowie der Verbesserung der Barrierefreiheit und der Radverkehrssituation stehen auch noch Straßenausbaumaßnahmen an. Ende letzten Jahres ist die Raiffeisenstraße im Gewerbegebiet Bornheim-Süd fertiggestellt worden. Im Rahmen des Bauprogramms für Straßen und Verkehrsanlagen der Stadt Bornheim steht eine Reihe von Baumaßnahmen an oder befinden sich in der Umsetzung:

  • Ausbau Apostelpfad
    Bauarbeiten seit Oktober 2018. Gemeinsame Abwicklung von Straßenbau, Leitungsbau (Gas, Hauswasserversorgung) und Kanalsanierung. Erneuerung der Transportwasserleitung, dem Straßenbau vorauslaufend.
     
  • Ausbau Uedorfer Weg / Bornheimer Straße
    Vorstellung der Straßen-Vorentwurfsplanung im Stadtentwicklungsausschuss am 06.06.2018 erfolgt. Projekt wird zurzeit planungstechnisch weiterentwickelt.
     
  • Neubau Gehweg Zweigrabenweg (Ortsausgang bis Sportplatz)
    Beginn der Bauarbeiten ab Herbst 2019 beabsichtigt.
     
  • Lückenschluss Fußweg zwischen Kolberger Str. und Allensteiner Str.
    Beginn der Bauarbeiten Ende 2019 beabsichtigt.
     
  • Straßenausbau Bayerstraße (Weingarten bis Wendeanlage)
    Ausschreibung nach Abschluss der Grundstücksgeschäfte zusammen mit dem Kanalbau.
     
  • Ausbau Heerweg (Hemmerich bis Waldorf)
    Vorstellung der Vorentwurfsplanung im Stadtentwicklungsausschuss ist erfolgt, jetzt Bürgerbeteiligung.
     
  • Offenbachstraße (Me17)
    Der Straßenbebauungsplan und die Straßenplanung für die Offenbachstraße wurden in einer Anlieger- und Einwohnerversammlung am 08.05.2019 vorgestellt. Bis zum 27.05.2019 konnten Stellungnahmen zu Me17 Offenbachstraße abgegeben werden. Die eingegangenen Stellungnahmen werden in der weiteren Bearbeitung, sofern möglich, berücksichtigt.