Treffen und Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit sind untersagt

Mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung vor gut einer Woche per Rechtsverordnung ein weitreichendes Kontaktverbot erlassen. Dennoch stößt das Ordnungsamt immer wieder auf vorwiegend junge Menschen, die sich nicht daran halten.

Auch in Bornheim treffen sich immer wieder Jugendliche, um in größerer Runde zu feiern.

Vor allem beobachtet der Ordnungsdienst immer wieder, dass das schöne Wetter genutzt wird, um sich in der Öffentlichkeit zu größeren privaten Runden zu treffen.

Vor dem Hintergrund der immer noch fortschreitenden Corona-Pandemie sind solche Treffen jedoch untersagt. Denn die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen verbietet Zusammenkünfte mit mehr als zwei Personen, die nicht in einem Haushalt leben. Bei Zuwiderhandlung droht eine Geldbuße oder sogar eine Freiheitstrafe. Das Ordnungsamt ist angewiesen, Verstöße unmittelbar zu ahnden.

Um ältere Menschen zu schützen, aber auch im Sinne der eigenen Gesundheit appelliert Bürgermeister Wolfgang Henseler noch einmal an alle Bornheimerinnen und Bornheimer, sich an das Kontaktverbot unbedingt zu halten.

Der Appell richtet sich vor allem auch an Jugendliche. Denn auf ihren Streifen im Stadtgebiet stößt der Außendienst des städtischen Ordnungsamtes immer wieder auch auf junge Menschen, die sich insbesondere in den Abendstunden treffen, um gemeinsam zu feiern. Beliebte Treffpunkte sind etwa das Sechtemer Wäldchen an der Schweppenburgstraße und – ebenfalls in Sechtem - die in der Verlängerung der Kolberger Straße gelegenen Felder.

Werden die jungen Leute angetroffen, reagieren sie auf die Aufforderung, die Zusammenkunft zu beenden, meist mit Unverständnis oder machen sich gar einen Spaß daraus, sich mit den Ordnungskräften ein „Katz-und-Maus-Spiel“ zu liefern. Im konkreten Fall haben sich die Flüchtigen einer Kontrolle allerdings nicht entziehen können. Wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung wurde gegen acht Personen eine Geldbuße von mindestens 200 Euro verhängt. Gegen zwei weitere Personen wurde Anzeige erstattet – bei ihnen fanden die Ordnungskräfte der Stadt eine nicht geringe Menge an Betäubungsmitteln. Die Ermittlungen hat die Polizei übernommen.