Sirenen heulen am ersten bundesweiten Warntag

Auch in Bornheim wird Ernstfall simuliert

Am Donnerstag, 10. September 2020, heulen gegen 11 Uhr in ganz Deutschland die Sirenen, so auch in Bornheim. Denn für diesen Tag hat die Innenministerkonferenz erstmals einen bundesweiten Warntag ausgerufen.

Sirene

Im Bornheimer Stadtgebiet gibt es 29 städtische Warnsirenen

Der gemeinsame Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen soll fortan jährlich am zweiten Donnerstag im September stattfinden. Allein im Rhein-Sieg-Kreis werden am 10. September mehr als 300 Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Der bundesweite Warntag soll Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung sensibilisieren, den Ablauf bei Warnungen transparenter machen und Warnmittel wie Sirenen, Warn-Apps und digitale Werbeflächen ins Bewusstsein rücken. Außerdem soll der Bevölkerung vermittelt werden, wie mit Warnungen umzugehen ist, um sich selbst vor Gefahren zu schützen. Deshalb wird der bundesweite Warntag durch Öffentlichkeitsarbeit flankiert.

Bundesweiter Warntag 2020

Beim Probealarm ertönt zunächst eine Minute lang ein ununterbrochener Heulton, der im Ernstfall für „Entwarnung“ steht. Danach wird mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton das Signal für „Warnung“ getestet, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Anschließend ertönt wieder der gleichbleibende Ton für „Entwarnung“. Auch die Warn-App „NINA“ wird in den Test mit einbezogen. Mit ihr können die Feuer- und Rettungsleitstellen bei Großbränden, Unfällen mit Gefahrstoffen oder ähnlichen Unglücksfällen Smartphone-Besitzer warnen. Wer „NINA“ installiert hat, bekommt die Probe-Warnmeldung für den eingestellten Ort oder den aktuellen Standort direkt auf dem Smartphone angezeigt. Außerdem wird die Direkt-Durchsagemöglichkeit im Programm von Radio Bonn/Rhein-Sieg getestet. Das heißt, das Radio-Programm wird unterbrochen, um Informationsdurchsagen der Feuerwehr zu senden.

Ertönt das Sirenen-Signal einmal im Ernstfall, sind geschlossene Räume aufzusuchen sowie Fenster und Türen zu schließen. Außerdem ist auf Lautsprecherdurchsagen von Polizei und Feuerwehr sowie auf Durchsagen bei Radio Bonn/Rhein-Sieg zu achten. Wer im Ernstfall solche Durchsagen hört, sollte auch seine Nachbarn unterrichten. Da es sich am 10. September um einen Probealarm handelt, sind die Vorsichtsmaßnahmen an diesem Tag natürlich nicht erforderlich. Informationen zu den Sirenensignalen und ihrer Bedeutung gibt es unter: www.bornheim.de/buergerservice/dienstleistungen/sirenenprobealarm. Unabhängig vom bundesweiten Warntag findet im Bornheimer Stadtgebiet an jedem letzten Samstag im Monat um 11 Uhr ein Feuerprobealarm statt, bei dem die 29 städtischen Warnsirenen mit einem einminütigen, zweimal unterbrochenen Heulton auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden.

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