Europaschüler engagieren sich für die Umwelt

Umweltschutz wird an der Europaschule groß geschrieben. Das bewiesen jetzt auch zwei Achtklässler, die sich beim Umweltamt der Stadt Bornheim um ein Praktikum bemüht haben. Das hat sich über die Unterstützung sehr gefreut und den beiden Schülern einen ganzen Tag lang Einblicke in seine Arbeit gewährt.

Dustin Habeth und Malik Wendt helfen beim Anbringen eines Plakates, das sich an Müllsünder wendet.

„Ich finde es großartig, dass junge Menschen wie ihr ein so großes Interesse am Umwelt- und Klimaschutz zeigen und damit mit gutem Beispiel vorangehen“, lobte Bürgermeister Wolfgang Henseler die beiden Schüler Dustin Habeth und Malik Wendt, die er zum Auftakt des Praktikums im Rathaus empfangen hatte. Direkt im Anschluss hieß es bereits „Ärmel hochkrempeln“. Denn es galt, im Stadtgebiet nach wildem Müll zu suchen. Denn leider steigt die Zahl derjenigen, die ihren Müll achtlos in der freien Natur entsorgen. Die Bandbreite dessen, was vorsätzlich unter Brücken oder an Wegen abgeladen wird, reicht von Verpackungen über Kleidung und Reifen bis hin zu Elektroschrott und sogar Sperrmüll. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern schadet auch der Allgemeinheit. Denn die Kosten für die Entsorgung finden in steigenden Müllgebühren ihren Niederschlag. Auch Dustin und Malik mussten nicht lange suchen. Gemeinsam mit dem Team des Umweltamtes sammelten sie zahlreiche Glasflaschen, Verpackungsmüll und sogar einen Plastikkanister ein.

Beim Stadtbetrieb Bornheim (SBB) legten die Umweltschützer einen Zwischenstopp ein. Mitarbeiter Manfred Kuhl führte sie zu einem 40 Kubikmeter fassenden Container, in dem der zuletzt im gesamten Stadtgebiet eingesammelte wilde Müll entsorgt wurde. Darüber hinaus erklärte er den Praktikanten die umfangreiche Müll- und Wertstofftrennung, die auf dem Betriebsgelände vorgenommen wird. Im Anschluss halfen die beiden Europaschüler dabei, an stark frequentierten Stellen Plakate anzubringen. Die sowohl farblich als auch textlich auffällig gestalteten Schilder, die die Rhein-Sieg Abfallgesellschaft (RSAG) den Kommunen im Kreis für die kreisweite Kampagne „Der Kreis räumt auf“ zur Verfügung stellt, sollen an das Gewissen von Müllsündern appellieren. Sie werden aufgefordert, Flaschen, Grill- und Partyreste, Grünabfälle, Hundekot und Coffee-to-go-Becher nicht einfach an Ort und Stelle liegen zu lassen, sondern mitzunehmen, um sie im nächsten Mülleimer ordnungsgemäß zu entsorgen.

Die Plakate der kreisweiten Kampagne „Der Kreis räumt auf“.

Zum Abschluss halfen die beiden Umwelt-Praktikanten bei der Vorbereitung der jährlichen Umweltsäuberungsaktion „Bornheim putzt sich raus“, die am 21. und 28. März stattfinden wird. So verschickt die Stadt Bornheim Einladungen an Schulen, Kindergärten, Vereine und politische Parteien, um wieder möglichst viele Mitstreiter zu gewinnen. Denn seit 1972 sind jedes Jahr zahlreiche helfende Händen unterwegs, um mit Handschuhen und Müllsäcken ausgerüstet ihre Stadt aufzuräumen und ein Zeichen für mehr Sauberkeit zu setzen. Auch Dustin und Malik haben fest versprochen, die Aktion zu unterstützen. Sie werden helfen, ihr Wohnviertel von Unrat zu befreien und damit einen kleinen aber wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.