Naturnahe Vorgärten gestalten

Im März beginnt die Gartensaison. Wer seinen Vorgarten naturnah gestaltet, hilft beim Umweltschutz und hat wenig Pflegeaufwand, wenn er es richtig anpackt.

Üppige Natur mitten im Wohngebiet: Ein bepflanzter Vorgarten macht´s möglich. Foto: Daniela Lachmann

Um noch mehr Bürger zu motivieren, ihren Vorgarten zu begrünen, hat die Stadt Bornheim den Flyer "Naturnahe Vorgärten" herausgebracht und zu Jahresbeginn an alle Bornheimer Grundstückseigentümer geschickt. Außerdem liegt er kostenlos im Bornheimer Rathaus aus und kann hier heruntergeladen werden.

Der Flyer zeigt auf, welche Vorteile begrünte Gärten haben, welche Pflanzen geeignet sind und wie man sie pflegt. Denn naturnahe Vorgärten dienen Pflanzen, Insekten und Vögeln als ökologische Trittsteine und tragen somit zur Artenvielfalt bei. Sie wirken der Aufheizung des Stadtklimas entgegen und halten das Regenwasser im belebten Boden zurück. Und nicht zuletzt sind sie pflegeleicht und wunderschön anzuschauen. Daher schreibt die Bauordnung für Nordrhein-Westfalen sogar vor, dass man Gärten begrünen und bepflanzen muss. 

Ein trister Anblick und gar nicht so pflegeleicht sind Steingärten.

Denn Vorgärten aus Kies und Schotter sind nicht nur ein trister Anblick, sie sind auch gar nicht so pflegeleicht wie allgemein angenommen. So entwickelt sich ohne regelmäßige Reinigung Moos auf den Steinen und es entsteht Unkraut, das man übrigens nicht chemisch bekämpfen darf, weil das auf befestigten Flächen verboten ist. Hinzu kommt, dass besonders die dunklen Steine in den Vorgärten bei sommerlicher Hitze die Wohngebäude weiter aufheizen. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind Steingärten aus ökologischer Sicht äußerst bedenklich.

Mit wenig Aufwand schafft man direkt vor der Haustür ein Refugium und Nahrungsquellen für viele Arten. Foto: Daniela Lachmann