Wandern auf Bölls Spuren

Zu einer geführten Wanderung entlang des Heinrich-Böll-Wegs durch Merten und Rösberg laden die Stadt Bornheim und das Katholische Bildungswerk Rhein-Sieg-Kreis am Samstag, 25. Juli 2020, herzlich ein.

Tolle Ausblicke bietet der damalige Lieblingsweg des Literaturnobelpreisträgers.

Treffpunkt ist um 15 Uhr der Heinrich-Böll-Platz in Merten.

Auf dem gut drei Kilometer langen Weg, der 2017 zum 100. Geburtstag des Bornheimer Ehrenbürgers eröffnet wurde, lassen Stadtarchivar Jens Löffler und die Kunsthistorikerin Christel Diesler die Mertener Jahre und Lieblingsplätze des Nobelpreisträgers Revue passieren und beleuchten das Verhältnis des seinerzeit umstrittenen Literaten zu den Menschen vor Ort. Die Veranstaltung dauert rund zwei Stunden; die Teilnahme ist kostenlos und bedarf keiner Anmeldung.

Bei der Wanderung gilt der aktuell gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmern. Wo dies nicht möglich ist, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, den die Stadt zur Verfügung stellt.

Auf den Spuren des Schriftstellers begegnet man immer wieder Natur pur.

Von 1982 bis 1985 lebte Heinrich Böll bei seinem Sohn René Böll in Bornheim-Merten. Hier verbrachte der gesundheitlich angeschlagene Autor und gebürtige Kölner seine letzten Jahre und mischte sich in die politischen und gesellschaftlichen Debatten der 1980er ein. Nach seinem Tod am 16. Juli 1985 fand er auf dem Alten Mertener Friedhof seine letzte Ruhe. Das gemeinsame Grab mit seiner Frau Annemarie, die 2004 verstarb, wurde von Sohn René gestaltet.

Das Grab der Eheleute Böll auf dem Alten Friedhof in Merten