Bürgermeister richtet die Funktion eines Mobilitätsmanagers ein

Maximilian Probierz ist der erste Mobilitätsmanager der Stadt Bornheim.

Maximilian Probierz

Maximilian Probierz arbeitet seit 2017 im Stadtplanungs- und Liegenschaftsamt der Stadt Bornheim

In den letzten Jahren ist eine stetige Zunahme des Verkehrs zu beobachten. Diese Entwicklung führt in vielen Bereichen zu unerwünschten Folgewirkungen: Umweltschäden durch steigende Schadstoff- und Lärmemissionen, verstopfte Innenstädte, erhöhte Unfallrisiken und zunehmende Konflikte zwischen den unterschiedlichen Mobilitätsarten sind nur einige der negativen Begleiterscheinungen.

Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene herrscht Einigkeit darüber, dass es ein Weiter so nicht geben kann. Um die negativen Folgen des wachsenden Verkehrs zu verhindern, mindestens aber abzumildern, und gleichzeitig den differenzierten Mobilitätsbedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden, gilt es eine Verkehrswende einzuleiten. Denn es ist notwendig, sich sowohl infrastrukturell als auch verkehrstechnisch auf die Zukunft vorzubereiten.

Mobilitätsmanagement soll die Fortbewegung der Bevölkerung effizienter sowie umwelt- und sozialverträglicher gestalten und ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig in diese Richtung beeinflussen.

Die Stadt Bornheim stellt sich diesen Herausforderungen und Bürgermeister Wolfgang Henseler hat mit Maximilian Probierz einen kommunalen Mobilitätsmanager ernannt, der vor allem die Koordinierung der vielen Aktivitäten des Mobilitätsmanagements übernehmen soll.

„Mit den beiden Arbeitskreisen ÖPNV und Radverkehr haben wir bereits wichtige Koordinierungsrunden auch mit externen Beteiligten geschaffen, um uns gezielt zu einzelnen Themenbereichen auszutauschen und Entwicklungen voran zu bringen.“, betont der Bürgermeister.

Auch konkrete Maßnahmen der Verbesserung sind beim ÖPNV (z.B. Taktverdichtung auf der Linie 16, zweigleisiger Ausbau Linie 18, Verbesserungen im Busverkehr wie der Berghüpfer) und im Radverkehr (z.B. Radpendlerroute, Bürgerradweges an der L 300, des Heerweges zwischen Hemmerich und Brenig mit einem kompletten Geh- und Radweg, Planung des Uedorfer Weges/Bornheimer Straße sowie Heerweg mit Geh- und Radweg sowie Initiativen für den Radweges an der L 182) auf den Weg gebracht worden oder müssen umgesetzt werden.

Die Verwaltung entwickelt derzeit Maßnahmen und Strategien, die das Ziel verfolgen, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und gleichzeitig umweltverträgliche Fortbewegungsarten zu fördern. Die verschiedenen Maßnahmen und deren Planungen werden vom Mobilitätsmanager koordiniert. Die Umsetzung obliegt jedoch nach wie vor den einzelnen Fachämtern. Ein wesentlicher Aspekt dabei, ist die Verlagerung vom privaten Pkw auf andere Verkehrsträger.

Maximilian Probierz an seinem Arbeitsplatz

Maximilian Probierz an seinem Arbeitsplatz

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, wendet sich die Stadtverwaltung Bornheim nicht zuletzt auch an die eigenen gut 500 Mitarbeiter. "Wir möchten motivieren und Anreize schaffen, um statt des eigenen Pkw den ÖPNV und das Fahrrad zu nutzen, oder - wenn möglich - auch mal zu Fuß zu gehen", erklärt Probierz, der etwa mit den Trägern und Anbietern des Öffentlichen Nahverkehrs in Kontakt steht, um etwa die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des ÖPNV auszuloten. Konkrete Projekte wie die mit externe Unterstützung laufende Neuorganisation des Fuhrparkmanagements durch das Umwelt- und Grünflächenamt oder die Einführung eines Job-Tickets für alle städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden derzeit auf den Weg gebracht.

Als Stadtplaner ist Maximilian Probierz zudem an zukunftsträchtigen Infrastrukturprojekten beteiligt. Beispielhaft ist hier der Ausbau und die Modernisierung des Roisdorfer Bahnhofs zu nennen. "Ziel ist es, den ÖPNV zu stärken und insgesamt mehr Verkehr auf die Schiene zu verlegen. Dafür müssen die Voraussetzungen geschaffen werden", so Probierz, der die Stadt Bornheim zudem im Zukunftsnetz Mobilität vertritt und Mitglied des städtischen Klimabeirats ist.

Zur Person:

Maximilian Probierz ist 31 Jahre alt und hat an der TU Dortmund "Raumplanung" studiert. Seit 2017 ist er im Stadtplanungs- und Liegenschaftsamt der Stadt Bornheim tätig. Dort ist er vor allem für die Themen ÖPNV und Mobilität zuständig.