Kita-Kinder erobern ihre „Wolfsburg“

Für die Kita-Leiterin Hildegard Martini ist „ein Traum wahr geworden“. Tatsächlich konnten es die Kinder der Städtischen Kindertageseinrichtung „Wolfsburg“ in Sechtem kaum erwarten, dass ihnen am Freitag, 26. Juni 2020, die neue Spielanlage endlich übergeben wurde.

Die "Gummibären" nehmen ihre Burg in Beschlag

Denn im Garten der Kita ist ein kleiner Abenteuerspielplatz entstanden. Der bisherige Spielberg war sichtlich abgenutzt. Er wurde bearbeitet und vergrößert. Im Berg selbst ist eine Höhle gebaut worden. In ihr lässt sich über Klettergriffe und ein Kletternetz die Burganlage erreichen. Oberhalb des Höhleneingangs befindet sich ein Zaunelement mit Tierapplikationen. Die Burg besteht aus Robinienholz, was für eine längere Haltbarkeit steht. Die Anlage ist der Wolfsburg nachempfunden. Sie verfügt über zwei Türme mit Podesten, die über Strickleitern erreicht werden können. Eine Zugbrücke dient als Rampe, über die die Kinder ebenfalls zur Burg gelangen können. Außerdem lädt eine Wackelbrücke mit Durchtrittschutz zum Balancieren ein. Alle Netze wurden aus Naturhanf gefertigt.

Assistiert von Kita-Leiterin Hildegard Martini schneidet Noah das Band durch.

In der Burg angekommen, führt eine Röhrenrutsche wieder nach unten. Auf der Rückseite der Anlage befinden sich ein „Spinnennetz“ und ein Kletternetz, über das sich ebenfalls eins der Podeste erreichen lässt. Auf dem Turm wurde eine Fahne mit dem Logo der Kita Wolfsburg gehisst. Gleiches gilt für das Schild, das über dem Durchgang zur Burg angebracht wurde.

Der Hang des neuen Spielbergs wurde mit Fertig- und Hybridrasen versehen. Damit ist die „Wolfsburg“ erst die zweite Kita im Bornheimer Stadtgebiet, in der Hybridrasen verlegt wurde. Er besteht aus 60 Prozent Kunstrasen und 40 Prozent Naturrasen. Er schützt den Hang vor Abnutzung und gibt den Kindern mehr Halt beim Erklimmen des Hügels. Schließlich wurde die Spielfläche eingefasst und mit Fallschutzmaterial aufgefüllt. Und ein Baum soll Schatten spenden. Auch die Einfassung des Sandkastens wurde durch Palisaden aus Robinienholz ersetzt.

"Das ist für unsere Kita ein historischer Moment. Wir sind alle sehr glücklich, dass es endlich so weit ist", freute sich Hildegard Martini bei der Begrüßung der Gäste. Ihr besonderer Dank galt den Ideengebern, Planern und Maßnahmenumsetzern des Umwelt- und Grünflächenamtes der Stadt Bornheim, Gregor Tollens und Alexander Schäfer. Auch die Stadtbeigeordnete Alice von Bülow und Jugendamtsleiter Maruan Azrak zeigten sich beeindruckt von dem Bauwerk. Von Bülow überbrachte zudem die Grüße des Bürgermeisters und übergab der Kita-Leiterin einen kleinen Zuschuss für die Einweihungsfeier. Als ältestes Kind der Einrichtung (6 Jahre) durfte Noah das Band zerschneiden. Das war gleichzeitig das Startsignal für die Kinder, die neue Burg zu stürmen. Da die Gruppen in Corona-Zeiten getrennt werden müssen, durften zuerst die "Gummibären" über die Zugbrücke die Burg erobern.  

Die Bauzeit betrug sechs Monate, die Kosten belaufen sich auf rund 45.000 Euro.