Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner

Aus aktuellem Anlass warnt die Stadt Bornheim vor dem Eichenprozessionsspinner. In den letzten Wochen wurden der Stadtverwaltung vermehrt Funde von Nestern der nicht ganz ungefährlichen Raupe gemeldet.

Die sogenannten Brennhaare der Raupe können allergische Reaktionen auslösen.

So wurden etwa im Umfeld des Stadions in Bornheim oder in der Nähe des Mertener Sportplatzes Nester des Eichenprozessionsspinners gefunden.

Gefährlich ist allerdings nicht die Raupe an sich. Vielmehr sind es die Haare des Eichenprozessionsspinners, die toxisch sind und für Menschen unangenehm werden können. Kommen Menschen mit den Brennhaaren der Schmetterlingslarve in Kontakt, reagiert die Haut oftmals mit Rötungen und einem starken Juckreiz, der bis zu mehreren Tagen andauert. Experten sprechen dabei von einer Raupendermatitis. Seltener kommt es zu Schleimhaut-Reizungen der Atemwege. Husten, Bronchitis und Asthma sind die Folgen. Außerdem kann es bei Augen zu Rötung, Juckreiz und Bindehautentzündung kommen. In sehr seltenen Fällen können auch Allgemeinsymptome wie Fieber oder Kreislaufreaktionen ausgelöst werden.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein zu den Nachtfaltern gehörender Schmetterling. Seine Raupen leben bis zur Verpuppung nach fünf bis sechs Larvenstadien fast ausschließlich auf Eichen. Dort bewegen sie sich oft in langen Reihen fort, was ihnen den Namen "Prozessionsspinner" eingebracht hat. Tagsüber und zur Häutung halten sie sich in selbst gesponnenen Raupennestern am Stamm oder in Astgabeln auf. Ab dem dritten Larvenstadium bilden sie die Brennhaare, die leicht brechen können und mit dem Wind verweht werden, sodass nicht nur der unmittelbare Kontakt mit den Raupen, sondern auch schon der Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume gefährlich sein kann. Daher werden Vorkommen in Bäumen, die sich in oder Nähe von Wohngegenden befinden, konsequent bekämpft. Besondere Vorsicht ist von etwa Ende Mai bis Ende August geboten.

Es wird eindringlich davor gewarnt, die Nester und Raupen zu berühren oder sich in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten.

Es wird eindringlich davor gewarnt, die Nester und Raupen zu berühren oder sich in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. Das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bornheim bittet Bürgerinnen und Bürger, die ein Nest des Eichenprozessionsspinners entdeckt haben, den Fund zu melden. Hinweise nimmt das Umwelttelefon, Tel.: 02222 945-310, entgegen, oder können per E-Mail an umwelt@stadt-bornheim.de gemeldet werden. Hilfreich sind möglichst genauen Angaben zum Ort des Vorkommens und Fotos der Raupen beziehungsweise deren Nester.

Weitere Infos unter: www.bornheim.de/leben-familie/umwelt-natur/natur/eichenprozessionsspinner/. Dort gibt es auch ein Infoblatt des Umweltbundesamts mit Antworten auf häufig gestellte Fragen.