Bei Trockenheit steigt Waldbrandgefahr

Der Außendienst des Ordnungsamtes der Stadt Bornheim trifft regelmäßig auf junge Leute, die sich an Waldrändern, auf Picknickplätzen oder abgelegenen Ruhebänken treffen, um so das Kontaktverbot zu umgehen.

Bei zunehmender Trockenheit kann eine achtlos weggeworfene Zigarette schnell einen Brand verursachen - wie hier auf diesem Symbolbild

Dabei ist die Coronaschutzverordnung des Landes NRW in diesem Punkt eindeutig: Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen, die nicht in häuslicher Gemeinschaft leben, sind untersagt. Die Stadtverwaltung Bornheim bittet die jungen Menschen noch einmal eindringlich, auf solche Treffen zu verzichten.

An einer Stelle, an der sich Jugendliche getroffen haben, haben die Ordnungskräfte eine Feuerstelle gefunden. Dort wurden offenbar Pizzakartons verbrannt. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass angesichts der Trockenheit die Waldbrandgefahr wächst und ein solches Lagerfeuer großen Schaden anrichten kann. Deshalb sind das Grillen und offene Feuer im Wald oder am Waldrand streng verboten. Außerdem sollten keine Flaschen oder Ähnliches im Wald entsorgt werden, da sie wie ein Brennglas wirken und bei direkter Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Minuten einen Brand entfachen können. Mindestens genauso gefährlich sind Zigarettenkippen, die einfach weggeworfen oder brennen gelassen werden. Vom 1. März bis zum 31. Oktober gilt ein gesetzliches Rauchverbot im Wald.

Ist ein Brand erst entstanden, zählt jede Minute. Damit die Löschfahrzeuge im Ernstfall ungehindert zum Einsatzort gelangen, müssen die Zufahrten zu Wäldern und Feldern freigehalten werden. Autofahrer sollten bei Trockenheit darauf verzichten, über Grasflächen und Feldwege zu fahren. Denn auch heiße Katalysatoren können trockenes Gras leicht entzünden.