Wendelinus-Schule Sechtem ist MINT-freundlich

Gemeinsam mit 124 weiteren Schulen aus NRW wurde die Wendelinus-Grundschule Sechtem als „MINT-freundliche Schule“ prämiert, weil sie die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonders fördert.

Schulleiterin Andrea Strunk-Klein und Robert Reinhardt als MINT-Beauftragter der Wendelinus-Schule freuen sich über die Auszeichnung. (Foto: Wendelinus-Schule)

Prämiert wurde die Schule in einer Online-Veranstaltung vom stellvertretenden Vorsitzenden der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ Hannes Federrath und der Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen Yvonne Gebauer; Schirmherr ist die Kultusministerkonferenz. „Ein guter MINT-Unterricht und eine zeitgemäße Medienbildung im Kontext der Digitalisierung legen den Grundstein dafür, dass sich Jugendliche für Mathematik, für Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern und eine Ausbildung oder ein Studium in diesen Disziplinen anstreben. Die Stärkung der MINT-Kompetenzen leistet damit einen wichtigen Beitrag, Zukunftsperspektiven zu schaffen sowie den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen zu stärken“, so die Ministerin.

Die Wendelinus-Schule verfügt über ein differenziertes Medienkonzept, das auf einer guten Medienausstattung der Schule basiert und die Grundlage für viele Angebote bildet. Im Fach Mathematik zum Beispiel kooperiert die Schule mit dem Mathze (Mathezentrum) in Bonn, arbeitet mit den Pik-As-Materialien und nimmt seit einigen Jahren am landesweiten Mathematikunterricht der Grundschulen in NRW sowie am Känguru-Wettbewerb teil. Das Kollegium bildet sich regelmäßig fort und entwickelt eigene Unterrichtsreihen.

Um von Anfang an in Informatik fit zu werden, starten die Erstklässler mit einer QR-Code-Rallye durch das Schulgebäude. Dabei werden sie von ihren Paten aus der 4. Klasse begleitet und kommen bereits in Kontakt mit den Schul-iPads. Aktuell soll in einer Kooperation mit der Europaschule Bornheim deren schulinternes Medienscout-Angebot auf den Grundschulbereich übertragen werden. Dabei sollen Europaschüler die Kinder der Wendelinus-Schule über Gefahren in sozialen Medien, bei der Handynutzung und bei Computerspielen aufklären. Für die Eltern findet regelmäßig eine Infoveranstaltung mit der Polizei statt. Auch hat die Wendelinus-Schule letztes Jahr dabei mitgewirkt, für alle Bornheimer Grundschulen und die Förderschule einen Digitalkongress durchzuführen.

Zum Thema Naturwissenschaften wiederum können Viertklässler in Kooperation mit dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium an verschiedenen Workshops teilnehmen. Diese werden von älteren Schülern durchgeführt, die von den Fachkollegen des Gymnasiums begleitet werden. Jedes Jahr beteiligt sich die Wendelinus-Schule am Heureka-Wettbewerb, der alle naturwissenschaftlichen Themen mittels eines Multiple-Choice-Tests prüft; seit 2019 nimmt sie am Projekt „MINTeinander“ im zdi-Netzwerk im Rhein-Sieg-Kreis teil. Aufgrund ihrer guten räumlichen Situation besitzt die Schule einen „Forscherraum“ mit naturwissenschaftlichem Material wie Experimentierkästen. Das Thema „Umwelt“ wird aufgegriffen durch die Teilnahme an der jährlichen Müllsammelaktion der Stadt Bornheim und eine Klimagruppe, die sich aus Eltern und Kolleginnen gebildet hat. Alle Klassen haben Umweltsprecher und achten auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen.

Im Bereich Technik arbeitet die Schule mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen, zum Beispiel zum Brücken- und Fahrzeugbau. Beim jährlichen Basteln für den Weihnachtsmarkt werden die Kinder gemeinsam mit den Eltern zur sicheren Nutzung von Werkzeugen angeleitet; auch der Besuch von Betriebsstätten unterstützt das Kennenlernen von technischen Produktionen.

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schüler für MINT zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, fördern und auszuzeichnen. Dazu werden insbesondere die MINT-Profile von Schulen im Allgemeinen sowie ihr Informatik- und Digitalisierungsprofil im Besonderen in den Blick genommen. Die Wendelinus-Schule darf den Titel „MINT-freundlich“ nun zunächst drei Jahre lang tragen.