Neues E-Bike für die Stadt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bornheim freuen sich über ein zweites „Dienst-E-Bike“. Gesponsert hat das klimafreundliche Gefährt wie bereits 2016 die e-regio GmbH & Co. KG.

Melanie Heiden auf dem neuen Dienst-E-Bike, an dessen Anschaffung sie großen Anteil hat

Vorausgegangen waren die Initiative und das Engagement einer städtischen Auszubildenden. Melanie Heiden, die vor wenigen Wochen erst ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beendet hat, hatte freiwillig am Workshop „Klima-und Energiescout" des Deutschen Instituts für Urbanistik gGmbH teilgenommen.

Dabei standen die Themen „Klimaschutz“, „Klima im Allgemeinen“, „Energie“ und „Projektmanagement“ im Vordergrund. In Absprache mit den Dozenten hatte sich die angehende Verwaltungsmitarbeiterin aus Bornheim entschieden, ein klima- und energiefreundliches Projekt zu erarbeiten. Konkret ging es darum, ein E-Bike für die Verwaltung zu beschaffen. „Neben dem Effekt für den Klimaschutz hat ein E-Bike auch positive Effekte auf die Gesundheit der Beschäftigten, die es nutzen“, erklärt die 21-Jährige ihre Begeisterung für das Thema. Um die Auszubildende auf breiter Basis zu unterstützen, wurde innerhalb der Stadtverwaltung eine Projektgruppe gebildet, der unter anderem auch der Klimaschutzmanager Tobias Gethke angehörte.

Es galt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Sponsoring abzuklopfen, einen geeigneten Sponsor zu finden und schließlich einen Sponsoring-Vertrag aufzusetzen. Von der Idee bis zur Auslieferung des elektrischen Fahrrads hat es etwa ein gutes Jahr gedauert. Mit der e-regio hat die Stadtverwaltung einen bewährten Partner in Sachen Energie und Klimaschutz gefunden. Das Unternehmen hatte bereits 2016 ein E-Bike für das Umwelt- und Grünflächenamt zur Verfügung gestellt, das zu dieser Zeit gerade in die Außenstelle am Kliehof gezogen war. Wie damals erhält die e-regio als Gegenleistung für das 2.500 Euro teure Gefährt auch diesmal das Recht, am Fahrradkörbchen ein Werbeschild mit dem Firmenlogo anzubringen.

Das Projekt fügt sich glänzend in das Fuhrpark- und Elektromobilitätskonzept für die Verwaltung der Stadt Bornheim ein. Denn die Nutzung alternativer Verkehrsmittel spielt auch im alltäglichen Dienstbetrieb eine immer größere Rolle. Insbesondere Fahrrad und E-Bike sind auf kurzen und mittleren Distanzen eine umweltfreundliche und gesundheitsfördernde Alternative zu Fahrten mit dem Pkw. Außerdem tragen Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes erheblich zum Klimaschutz bei, wenn Sie Fahrten mit dem Auto ersetzen. Geladen werden E-Bikes natürlich am besten mit Ökostrom – wie übrigens seit Jahren bereits im Bornheimer Rathaus.

So herrscht auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene längst Einigkeit darüber, dass es ein „Weiter wie bisher“ nicht geben kann. Um die negativen Folgen des wachsenden Verkehrs wie etwa steigende Schadstoff- und Lärmemissionen, verstopfte Innenstädte und erhöhte Unfallrisiken zu verhindern oder wenigstens abzumildern und gleichzeitig den differenzierten Mobilitätsbedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden, muss eine Verkehrswende eingeleitet werden.

Auch die Stadt Bornheim ist bestrebt, einen Beitrag zu leisten. Daher hat Bürgermeister Wolfgang Henseler mit Maximilian Probierz in diesem Jahr einen Mobilitätsmanager eingesetzt. Der 31-Jährige steht unter anderem mit den Trägern und Anbietern des Öffentlichen Nahverkehrs in Kontakt, um etwa die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des ÖPNV auszuloten. Und er hat gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager Tobias Gethke dazu beigetragen, dass die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Bornheim nun anbietet, das interkommunale E-Bike-Verleihsystem über einen Mitarbeitertarif bis zu drei Stunden pro Tag kostenlos zu nutzen.

Schließlich geht es darum, Anreize zu schaffen, mit dem ÖPNV und dem Fahrrad zu fahren oder wenn möglich auch mal zu Fuß zu gehen. Dazu sind die laufende Neuorganisation des Fuhrparkmanagements und die Einführung eines Job-Tickets für alle städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitere Maßnahmen, die die Stadt vorantreibt – alle mit dem Ziel, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und gleichzeitig umweltverträgliche Fortbewegungsarten zu fördern.