Radwandern auf Bölls Spuren

Zu einer geführten Radwanderung vom Rhein nach Bornheim-Merten laden die Stadt Bornheim, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club und das Katholische Bildungswerk Rhein-Sieg-Kreis am Sonntag, 4. Oktober 2020, ein.

Auf dem Alten Mertener Friedhof fand Wahl-Bornheimer Heinrich Böll seine letzte Ruhe.

Treffpunkt ist um 13 Uhr am Restaurant Rheinterrassen, Römerstraße 99 in Bornheim-Widdig. Von dort geht es mit dem Fahrrad zunächst am Rhein entlang und dann durch die reizvolle Landschaft des Vorgebirges.

Gegen 14:30 Uhr erreichen die Radfahrer den Heinrich-Böll-Platz. Von dort gehen die Teilnehmer zu Fuß weiter entlang des Heinrich-Böll-Wegs, der 2017 eröffnet wurde. Wer möchte, kann sich der Wanderung an diesem Punkt auch ohne Rad anschließen.

Entlang des Wegs lassen Stadtarchivar Jens Löffler und Kunsthistorikerin Christel Diesler die Mertener Jahre und Lieblingsplätze des Nobelpreisträgers Revue passieren und beleuchten das Verhältnis des seinerzeit umstrittenen Literaten zu den Menschen vor Ort. Die Veranstaltung dauert bis etwa 16:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Auf den Spuren von Heinrich Böll erlebt man Natur pur.

Von 1982 bis 1985 lebte Heinrich Böll bei seinem Sohn René Böll in Bornheim-Merten. Dort verbrachte der gesundheitlich angeschlagene Autor und gebürtige Kölner seine letzten Jahre und mischte sich in die politischen und gesellschaftlichen Debatten der 1980er-Jahre ein. Nach seinem Tod am 16. Juli 1985 fand er auf dem Alten Mertener Friedhof seine letzte Ruhe. Das gemeinsame Grab von Böll und seiner Frau Annemarie, die 2004 verstarb, hat Sohn René Böll gestaltet.