Stadt informiert Eltern über Quarantäne-Regeln

Auch Kinder können sich mit dem Coronavirus infizieren oder in Kontakt mit erkrankten Menschen geraten. Ist dies der Fall, erfolgt eine Meldung des Kreisgesundheitsamts an die Stadt Bornheim. Das Ordnungsamt ist dann rechtlich verpflichtet, eine häusliche Quarantäne formell anzuordnen.

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Dieses sehr formalistische Schreiben, die sogenannte Ordnungsverfügung, enthält juristische Fachbegriffe, die Eltern verunsichern könnten. Der Stadt Bornheim ist bewusst, dass die meisten Empfänger auch ohne gesonderten Bescheid einer solchen Quarantäneverpflichtung nachkommen. Dies entbindet die Stadt aber nicht von der gesetzlichen Pflicht der Anordnung. Daher schickt die Verwaltung ab sofort begleitend auch ein Informationsschreiben mit, das den betroffenen Eltern Hilfestellungen mit an die Hand gibt und die Quarantäne-Maßnahme erläutert.

Klar ist, dass sich Kleinkinder nicht eigenständig in Quarantäne begeben oder dort versorgen können. Auch müssen Kinder in Quarantäne – entgegen zahlreicher Falschmeldungen in den sozialen Netzwerken – nicht isoliert werden. Ihre Eltern können selbst entscheiden, wie sie die Abläufe organisieren, um weitere Ansteckungen im Haus oder in der Wohnung zu vermeiden. Das Wohl des Kindes steht dabei selbstverständlich im Vordergrund. Die Erziehungsberechtigten müssen sicherstellen, dass ihr Kind die Quarantäne einhält und alle Auflagen erfüllt. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie alle Angaben zu Kontaktpersonen an das Kreisgesundheitsamt übermitteln.

Eltern müssen selbst nicht in Quarantäne, wenn ihr Kind als Kontaktperson zwei Wochen lang Zuhause bleiben muss. Für die Betreuung von Kindern unter 12 Jahren sieht das Infektionsschutzgesetz in diesen Fällen aber dennoch eine Entschädigung vor. Weitere Informationen dazu erhalten Eltern beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln oder auf der Webseite des Bundesministerium unter: www.ifsg-online.de