Überblick

Nach deutschem Recht führt eine Person einen oder mehrere Vornamen und einen Familiennamen. Der Familienname hat dabei die Funktion die Zusammengehörigkeit mehrerer Personen zu einer Familie zu dokumentieren.

Dagegen dienen Vornamen dazu, verschiedene Familienmitglieder voneinander zu unterscheiden.

Den Namensrechten anderer Länder liegen zum Teil völlig andere Namensformen zugrunde.
Gemäß Art. 47 EGBGB kann jede Person, für deren Name bislang ein ausländisches Recht maßgebend war und nunmehr deutschem Namensrecht unterliegt, ihren Namen an die Strukturen des deutschen Rechts angleichen. Ein solcher Wechsel des Namensstatuts geschieht u.a. durch die Einbürgerung.

Im Einzelnen sind folgende Angleichungsmöglichkeiten gegeben:

  • Sofern eine Person einen Namen führt, der aus mehreren Teilen besteht (Namenskette), so können aus diesen Namen Vor- und Familiennamen bestimmt werden. Ein Familienname soll dabei nur aus einem Teil bestehen.
  • Wenn ein Vor- oder Familienname fehlt, kann ein solcher zum bisherigen Namen dazu gewählt werden.
  • Namensteile, die dem deutschen Recht fremd sind (z.B. Vaters- oder Mittelnamen) können abgelegt werden.
  • Beim Führen von Namen, die nach dem Geschlecht oder dem Familienverhältnis ihres Trägers abgewandelt sind, kann die ursprüngliche Form des Namens angenommen werden.
  • Bei Abgabe einer Angleichungserklärung können fremdländische Vor- oder Familiennamen in ihre deutschsprachige Form geändert werden. Sofern es für einen Vornamen keine deutsche Entsprechung gibt, kann dieser durch eine neuen Vornamen ersetzt werden.

Erstreckung der Namensführung
Wird ein Familienname als Ehename geführt, so kann die Erklärung über die Angleichung dieses Namens nur von beiden Ehegatten gemeinsam abgegeben werden.
Betrifft die Namensänderung auch Namen minderjähriger Kinder, so können die Eltern für ihre Kinder Anschlusserklärungen abgeben. Die genauen Voraussetzungen hierbei richten sich nach dem Alter der Kinder.

Details

Voraussetzungen

Persönliche Vorsprache

Ablauf

Die Angleichung von Namen an das deutsche Recht kann nur beim Standesamt erklärt werden. Die Erklärung kann nur einmal abgegeben werden und ist unwiderruflich.

Erforderliche Unterlagen

  • staatsbürgerliche Nachweise: z.B. Spätaussiedlerbescheinigung; Vertriebenenausweis; Einbürgerungsurkunde
  • Geburtsurkunde
  • Pass/Ausweis

Gebühren

Erklärungen nach § 94 BVFG   (Spätaussiedler/Vertriebene): gebührenfrei

Angleichungserklärungen: 45 Euro

 

 

Ansprechpartner

Elisabeth Schurz
Standesamt
Telefon: 02222 945-411
E-Mail
Christine Schmitz
Standesamt
Telefon: 02222 945-410
E-Mail
Christiane Niederstein
Bußgeldstelle
Ordnungswesen
Telefon: 02222 945-178
E-Mail

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