Heinrich-Böll-Weg

Auf den Spuren Heinrich Bölls durch Merten und Rösberg

Am 21. Dezember 2017 wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass und inspiriert durch seine Kurzgeschichte "Oblomow auf der Bettkannte", in der Heinrich Böll einen Spaziergang durch das Vorgebirge beschreibt, hat die Stadt Bornheim den Heinrich-Böll-Weg entlang Merten und Rösberg geschaffen.

Die Idee entstand bereits anlässlich des 30. Todestags des Literaturnobelpreisträgers 2015. Im Rahmen der Verlegung einer Gedenktafel vor dem ehemaligen Wohnhaus in der Martinstraße verkündete Bürgermeister Wolfgang Henseler die Absicht, das Projekt bis zum 100. Geburtstag des Bornheimer Ehrenbürgers im Jahr 2017 realisieren zu wollen.

Aussicht von der Martinstraße

Aussicht von der Martinstraße

Auf dem knapp 3 Kilometer langen Rundweg kann man auf den Spuren des Literaturnobelpreisträgers wandeln, der von 1982 bis zu seinem Tod in Bornheim wohnte. Mit Unterstützung des Naturparks Rheinland und der Kreissparkassenstiftung für den Rhein-Sieg-Kreis entstand ein facettenreicher Rundweg, auf dem man viel über das Leben Bölls am Vorgebirge aber auch über die Geschichte der Orte Merten und Rösberg erfährt.

Start ist am Heinrich-Böll-Platz in Merten. Von dort geht es vorbei am ehemaligen Wohnhaus des Bornheimer Ehrenbürgers durch die typische Kulturlandschaft des Vorgebirges hoch zum barocken Rösberger Schloss. Mit einer beeindruckenden Aussicht auf das Rheintal bis hin zum Siebengebirge steigt man von dort herab zum geschichtsträchtigen Alten Mertener Friedhof, auf dem Heinrich Böll und dessen Frau Annemarie ihre letzte Ruhe fanden.

Schloß Rösberg

Schloß Rösberg

Grabkreuz der Eheleute Böll

Grabkreuz der Eheleute Böll

Der Alte Friedhof in Merten

Nicht nur auf den beiden Hinweistafeln am Heinrich-Böll-Platz in Merten und an der Von-Weichs-Straße am Schloss Rösberg können sich Besucher entlang des Weges informieren. Zusätzlich wurden Hinweistafeln am Alten Mertener Friedhof und am Schloss Rösberg installiert, die in kurzen Abrissen über die Geschichte der beiden Sehenswürdigkeiten aufklären. 

Auch lassen sich über QR-Codes entlang der Strecke mit dem Smartphone interessante Zeitzeugen-Interviews abrufen. Schüler der Europaschule Bornheim haben dafür mit Mertener Bürgern gesprochen, die den späteren Ehrenbürger noch persönlich kennengelernt haben. Außerdem kann man sich so Ausschnitte aus seiner Kurzgeschichte „Oblomow auf der Bettkannte“ anhören.

Der Flyer zum Heinrich-Böll-Weg fasst alle Informationen kompakt zusammen. Sie können ihn hier als PDF herunterladen.