Grüße von Bürgermeister Wolfgang Henseler zum Jahreswechsel 2019/2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

dieser Jahreswechsel und die Neujahrsgrüße in diesem Jahr sind für mich etwas Besonderes. Zum letzten Mal darf ich Ihnen aus dem Amt für Ihre Unterstützung und Zusammenarbeit danken sowie zurück und nach vorne blicken. Ich schaue sehr dankbar auf die letzten 15 Jahre in Bornheim zurück und freue mich auf die kommenden zehn Monate und die Zusammenarbeit mit Ihnen.

Wir alle können stolz auf unsere lebendige und wachsende Stadt zwischen Rhein und Vorgebirge schauen. Es ist eine Menge, was Bornheim zu bieten hat und die Verantwortlichen in unserer Stadt erreicht haben:

Bürgermeister Wolfgang Henseler

Weitere Betriebe haben in Bornheim-Süd, in Kardorf und in Sechtem gebaut und ihre Pforten geöffnet, unsere Arbeitslosenquote liegt bei 3,4 Prozent. Auf der Herseler Seite der Autobahn sind die Flächen planungsrechtlich für weitere Gewerbeansiedlungen vorbereitet und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft befindet sich im Vermarktungsprozess.

Mit dem wohnungspolitischen Handlungskonzept liegt eine Grundlage für die weitere gesteuerte Entwicklung des Wohnungsbaus in Bornheim vor. Mehr als 2.000 neue Wohneinheiten sind in den nächsten Jahren verteilt über das Stadtgebiet noch geplant. Nicht erst durch die Wohnbauentwicklung wissen wir, dass erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um unsere Infrastruktur weiterzuentwickeln.

Bei dieser Weiterentwicklung geht es vor allem um den Bau zusätzlicher Kindertageseinrichtungen und um weitere Verbesserungen im Schulbereich. Im Januar wollen wir die Vergabe der Kita-Neubauten am Maarpfad und am Hexenweg sowie des Neubaus in Dersdorf beschließen. Gleichzeitig entwickelt die GFO eine neue Kita an der Händelstraße in Merten. In den Baugebieten in Merten, Sechtem und Hersel sowie auf dem Sportplatz in Rösberg planen wir mittelfristig neue Einrichtungen.

Mit toller Unterstützung durch die Mitarbeiter des Rhein-Sieg-Kreises ist in diesem Jahr die Umstellung des Schülerspezialverkehrs hervorragend gelungen. Und so gut die Schulsituation und die Ausstattung unserer Schulen in Bornheim auch sind, wollen wir noch weiter an der Verbesserung arbeiten. Die Erweiterung der Europaschule und den Neubau der Dreifachsporthalle ist beauftragt. Mitte kommenden Jahres startet dieses 25-Millionen-Projekt. Die Grundschulen in Roisdorf und Bornheim werden wir erweitern, und die Grundschule in Walberberg wollen wir in Teilbereichen sanieren. Auch in Sechtem sollen die Pavillons erneuert und erweitert werden. Und der Neubau der Heinrich-Böll-Schule, die ab dem Sommer 2020 unsere zweite Gesamtschule werden soll, muss 2025 fertig sein.

Der Klimaschutz ist in diesem Jahr ganz besonders intensiv diskutiert worden. Die Kommunen des linksrheinischen Rhein-Sieg- Kreises sind in diesem Aufgabenfeld seit Jahren Vorreiter. Wir haben nicht nur gemeinsame Konzepte und Handlungsfelder erarbeitet, sondern auch einen eigenen Klimamanager eingestellt, der bei uns in Bornheim für die sechs Kommunen arbeitet. Aktuell wollen wir mit dem Teilkonzept „Anpassung an den Klimawandel für die Klimaregion Rhein-Voreifel“ wichtige kommunale Handlungsfelder im Klimaschutz aufzeigen und angehen. Mit einem eigenen städtischen Fuhrparkkonzept durchleuchten und verbessern wir mit externer Unterstützung unsere städtische Mobilität. Auch am Thema Jobticket arbeiten wir weiter.

In einer wachsenden Kommune spielt das Thema Mobilität eine wichtige Rolle. Deshalb werden wir Anfang 2020 einen Mobilitätsmanager vorstellen, der unsere vielfältigen Aktivitäten in diesem Bereich koordiniert. Die Busverbindungen im Stadtgebiet sind durch den „Berghüpfer“ ausgeweitet worden und der Zehn-Minuten-Takt auf der Linie 16 wird genutzt. Auch neue Radwege wollen wir bauen.

Zusätzliches Geld haben wir für die Sanierung unserer Straßen bereitgestellt und an verschiedenen Stellen bereits in konkrete Maßnahmen umgesetzt. Viele der Wünsche des Seniorenbeirates zum Barriereabbau sind bereits erfüllt und die Verbesserungen an verschiedenen Radwegen sichtbar. Der ausgebaute Apostelpfad wird in den nächsten Wochen wieder geöffnet. Auch im nächsten Jahrzehnt steht die Stadt beim Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur vor vielen Herausforderungen wie etwa dem Ausbau Heerweg und dem Bereich Uedorfer Weg/Bornheimer Straße.
Den Brandschutzbedarfsplan setzen wir weiter um, wichtige Weichenstellungen für die Neubauten der Feuerwehr-Gerätehäuser in Bornheim, Hersel, Rösberg/Hemmerich und Widdig in den nächsten Jahren sind erfolgt.

Die Digitalisierung verändert sowohl die Arbeit in der Verwaltung als auch die Zusammenarbeit mit Ihnen, unseren Kunden. Das Onlinezugangsgesetz des Bundes (OZG) ist 2017 in Kraft getreten. Ziel ist es, Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen künftig bundesweit online leicht und schnell erreichbar zu machen. Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes wird ein wesentlicher Gradmesser dafür sein, inwieweit die digitale Verwaltung in der öffentlichen Wahrnehmung Fortschritte macht. In vielen Feldern der Digitalisierung ist die Stadt Bornheim an der Spitze der Entwicklung. Die Einführung des Dokumentenmanagements ist in diesem Jahr gestartet. Jetzt stehen weitere Schritte wie die ePersonalakte, Elektronische Steuerakte, digitale Rechnung, Beschwerdemanagement und viele weitere Anwendungen an.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich habe nur einige Themenfelder streifen können. Aber schon daran kann man erkennen, wie interessant, vielfältig und herausfordernd die Aufgaben einer Kommune sind. Ich hoffe deshalb, dass sich bei der anstehenden Kommunalwahl viele Menschen aktiv in die Kommunalpolitik einbringen und wir auf eine hohe Wahlbeteiligung setzen können. Ich wünsche mir aber auch einen fairen und respektvollen „Wahlkampf“.

Die Erfolge unserer Stadt beruhen auf den Stärken derjenigen, die hier wohnen und arbeiten. Auf der Tatkraft, Kreativität und Aktivität aller, die in unserer Stadt ein Unternehmen führen, ihrer Arbeit nachgehen oder sich in Initiativen und Vereinen engagieren. Den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, die immer da sind, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird, und den Mitarbeitern anderer Hilfsorganisationen, die ihre Freizeit für die Gemeinschaft einsetzen. Aber auch den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die Hilfe im Stillen leisten, wo immer sie gebraucht wird. Sie alle tun etwas für ihre Mitmenschen und für unsere Stadt. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz danke ich allen von ganzem Herzen.

Mein Dank gilt nicht zuletzt auch den über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung (davon mehr als die Hälfte im Kinder-, Jugend- und Schulbereich) und des StadtBetriebs, die sich engagiert für unsere Stadt einsetzen, einen „tollen Job“ machen und sich der Anliegen der Menschen widmen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Ihnen allen und Ihren Angehörigen wünsche ich alles Gute, persönliches Glück und Zufriedenheit für das neue Jahr 2020.

Herzliche Grüße
Ihr Bürgermeister

Wolfgang Henseler