Kreuzung Roisdorfer Straße/Elbestraße in Hersel

Verkehrsführung ändert sich wegen Sicherheitsrisiko

An der Kreuzung L 118 (Roisdorfer Straße)/L 300 (Elbestraße/Moselstraße) in Bornheim-Hersel ändert sich im Laufe der kommenden Woche die Verkehrsführung. 

Achtung

Straßen.NRW richtet in Abstimmung mit der Stadt Bornheim, der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) und der Polizei mehrere Fahrverbote und Sperrungen ein. Grund ist eine seit Wochen anhaltende Gefährdungslage für Fußgängerinnen und Fußgänger, die auf den Ausfall der Ampelanlage zurückgeht.

Das ändert sich konkret

  • Das Einfahren in die Moselstraße sowie das Ausfahren aus der Moselstraße ist nicht mehr erlaubt.
  • Für den Verkehr auf der L 300 aus Richtung Bonn ändert sich ansonsten nichts.
  • Wer aus Richtung BAB 555 über die L 118 kommt, darf an der Kreuzung nur noch nach rechts abbiegen.
  • Im Kreuzungsbereich wird eine temporäre Fußgänger-Bedarfsampel eingerichtet. Sie ersetzt die bisherige Baustellenampel auf Höhe der Mertensgasse.
  • Die Buslinien 604 und 744 werden umgeleitet. Fahrgäste sollten die Hinweise der Verkehrsunternehmen beachten.
  • Auf der Rheinstraße zwischen Moselstraße und Richard-Piel-Straße werden mit Beginn des neuen Schuljahres mehrere Haltverbotsbereiche eingerichtet, damit die Busse weiterhin fahren können.

Straßen.NRW setzt die Sperr- und Verkehrslenkungsmaßnahmen in der kommenden Kalenderwoche um. Die neue Fußgängerampel benötigt zusätzliche technische Vorarbeiten und geht deshalb voraussichtlich ab Freitag, 14. August in Betrieb. Bis dahin bleibt die bisherige Baustellenampel an der Mertensgasse bestehen, damit Fußgängerinnen und Fußgänger weiterhin sicher queren können.

Hintergrund

Am 18. Juni 2026 war die Ampelanlage an der Kreuzung vollständig ausgefallen. Straßen.NRW als zuständiger Straßenbaulastträger und die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) als zuständiges Unternehmen für die Bahnsicherungsanlage stellten fest, dass ein elektronisches Bauteil der gemeinsamen Anlage irreparabel beschädigt ist. Die gesamte Anlage – Signalgeber, Steuergerät, Detektoren, Lichtsignalanlage und Bahnsicherungsanlage – muss erneuert werden.

Der Knotenpunkt zählt zu den verkehrlich besonders kritischen Stellen im Bornheimer Stadtgebiet: Er liegt direkt neben dem Bahnübergang der Stadtbahnlinie 16 (Zuständigkeit HGK) und auf dem Schulweg mehrerer hundert Schülerinnen und Schüler.

Als Zwischenlösung richteten die beteiligten Stellen zunächst eine Baustellenampel an der Mertensgasse ein, reduzierten die Höchstgeschwindigkeit auf der Elbestraße im Kreuzungsbereich auf 30 km/h und leiteten den Radverkehr um. Zu diesem Zeitpunkt wurde davon ausgegangen, dass die technischen Anlagen in einem überschaubaren Zeitraum ausgetauscht werden könnten. Es zeigte sich jedoch schnell: Viele Fußgängerinnen und Fußgänger nahmen den Umweg zur Mertensgasse nicht an und überquerten die L 300 weiterhin ungesichert direkt am Knotenpunkt. Zusätzlich ließ sich der hohe Verkehr allein mit Beschilderung nicht dauerhaft sicher regeln – insbesondere bei Abbiegevorgängen und im Zusammenspiel mit dem Verkehr aus der Moselstraße kam es vermehrt zu Konflikten und zuletzt auch zu Unfällen.

Um die Gefährdung zu verringern, haben sich die beteiligten Behörden auf Initiative der Stadt Bornheim auf die nun umgesetzte Änderung der Verkehrsführung verständigt. Die Stadt Bornheim bittet auch im Namen der zuständigen Akteure daher um Verständnis für die Beeinträchtigungen, die mit den Maßnahmen verbunden sind.