Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen

Aktuelles

Stand: 2. Februar 2026

Seit dem 1. Januar 2025 hat die Stadt Bornheim 60 Personen aufgenommen. Im ersten Quartal kamen 22 Personen, im zweiten Quartal 24 Personen, im dritten Quartal 10 Personen und im vierten Quartal 4 Personen.

Von diesen 60 Personen leben 59 in städtischen Unterkünften. Die Stadt Bornheim muss insgesamt 866 Personen nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) und 399 anerkannte geflüchtete Personen mit Wohnsitzauflage aufnehmen. Bisher hat die Stadt 787 Personen über das FlüAG (90,91 %) und 381 Personen mit Wohnsitzauflage (95,52 %) aufgenommen.

Derzeit leben 517 dieser Personen in städtischen Not- und Gemeinschaftsunterkünften.

Neue Unterkünfte:

Fürchespfad in Rösberg

Der Rat hat aufgrund der angespannten Lage 2024 auf Grundlage einer Verwaltungsvorlage verschiedene Standorte für die erforderlichen Containeranlagen festgelegt. Einer der Standorte, die für ein solches Vorhaben für geeignet gehalten wurden, ist der ehemalige Sportplatz am Fürchespfad in Rösberg.

Die Gemeinschaftsunterkunft ist mittlerweile fertiggestellt. Bedenken von Anwohnerinnen und Anwohnern zum Bau der Unterkunft nimmt die Stadt sehr ernst und hat sie bei den weiteren Planungen berücksichtigt. Im Vergleich zur ursprünglich geplanten Anlage ist dort deshalb eine kleinere Modulanlage entstanden, die in Qualität und Optik dem Ortsteil angemessen ist. Entstanden ist dort Wohnraum für ca 40 Personen. 

Politik und Verwaltung halten nach wie vor daran fest, das Gebiet über die Modulanlage hinaus weiterzuentwickeln. So ist die Verwaltung beauftragt, eine neue Rahmenplanung für den ehemaligen Sportplatz zu erstellen, die eine neue Kita, Wohnungen und Grünbereiche beinhalten soll. Die Modulanlage könnte nach der Flüchtlingsunterbringung in einem solchen Konzept berücksichtigt werden. 

Für die Beratung und Betreuung der geflüchteten Menschen wird der Soziale Dienst des Amtes für Soziales, Wohnen und Inklusion der Stadt Bornheim zuständig sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind regelmäßig vor Ort, ebenso wie das Team der Hausmeister.

Jesuitenbungert in Walberberg

Bedenken von Anwohnerinnen und Anwohnern zum Bau der Unterkunft nimmt die Stadt sehr ernst und steht für Rückfragen im Prozess gerne zur Verfügung. Alle betroffenen Anlieger haben eine schriftliche Information über den Bauprozess erhalten. Diese wurde durch das Amt für Soziales, Wohnen und Inklusion persönlich übermittelt. So stehen die städtischen Mitarbeiter von Anfang an direkt zur Verfügung und sind den Anwohnenden bekannt.

Der Innenausbau ist fertig gestellt. Anwohnende hatten im Dezember 2025 Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen. Als Stadt stehen wir während des gesamten Prozesses zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Im Februar soll die Einrichtung bezogen werden.

Für die Beratung und Betreuung der geflüchteten Menschen ist der Soziale Dienst des Amtes für Soziales, Wohnen und Inklusion der Stadt Bornheim zuständig. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig vor Ort sein, ebenso wie das Team der Hausmeister.

Wohnraum melden

Die Stadt Bornheim sucht dringend Wohnraum für geflüchtete Menschen. Melden Sie sich gerne bei uns!

Konzept der Stadt Bornheim

Das Konzept der Stadt Bornheim zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, das der Ausschuss für Schule, Soziales und demographischen Wandel am 18. November 2014 einstimmig beschlossen hat, umfasst den Rahmen für das Wohnen, die Sozialarbeit, die Beratung, die Gesundheitsvorsorge, die ehrenamtliche Arbeit sowie die Bildung für und mit Flüchtlingen. Es gilt das Prinzip der menschenwürdigen dezentralen Unterbringung in kleinen, überschaubaren Wohneinheiten in unserer Stadt ohne Einschränkung. 

Das Konzept basiert auf der Bornheimer Erklärung, die der Rat am 02.10.2014 im Zusammenwirken mit Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Unternehmen, Gewerkschaften, Schulen, Initiativen und Bornheimer Bürgerinnen und Bürgern beschlossen hat. Die im Konzept festgelegten Standards zur Verteilung im Stadtgebiet, zur Größe der Einrichtungen und zur pro Kopf zur Verfügung gestellten Quadratmeterzahl müssen aufgrund der derzeit stetig hohen Anzahl an Neuzuweisungen teilweise und vorübergehend außer Kraft gesetzt werden.

Flüchtlingshilfegruppe vor Ort

Sie können aber auch direkt mit einer Flüchtlingshilfegruppe in ihrer Nähe Kontakt aufnehmen. Klicken Sie dazu bitte auf den entsprechenden Ortsnamen:

Themen

Gastfamilien für minderjährige Flüchtlinge gesucht

Gastfamilien für minderjährige Flüchtlinge gesucht

Die Stadt Bornheim sucht Gastfamilien, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge für kurze Zeit oder auf Dauer, also bis zur Volljährigkeit, in ihren Haushalt aufnehmen. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen ein familiäres Umfeld zu bieten, das ihnen Schutz, Sicherheit und Erholung von den Strapazen der Flucht ermöglicht. Die Gastfamilien werden dazu materiell unterstützt und bei Bedarf von pädagogischen Fachkräften begleitet.

Was die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg nach Deutschland erlebt haben, lässt sich häufig nur erahnen. Oft wurden sie von ihren Eltern getrennt oder – in der Hoffnung auf ein besseres Leben – allein auf die Flucht geschickt. Bei ihrer Ankunft in Deutschland sind sie durch ihre Erlebnisse auf der Flucht meist traumatisiert; zudem stehen sie einer völlig fremden Kultur und Sprache gegenüber. Daher benötigen sie besonders viel Unterstützung und Sicherheit, um sich bei uns integrieren zu können.

Wer einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling bei sich aufnehmen möchte, muss ihm ein stabiles soziales Netz bieten. Dies braucht keine Familie im herkömmlichen Sinne zu sein, auch Paare, Singles oder Lebensgemeinschaften sind als neue Bezugspersonen willkommen. Sie sollten jedoch Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen haben und bereit sein, sich auf den jungen Menschen einzulassen und offen mit dessen sozialer Herkunft, Nation und Religion umzugehen. Außerdem braucht man eine gesicherte finanzielle Grundlage und muss ein erweitertes Führungszeugnis sowie ein ärztliches Attest vorlegen.

Spendenaktion „Asyl in Bornheim“ für Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien in unserer Stadt

Spendenaktion „Asyl in Bornheim“ für Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien in unserer Stadt

Zur Hilfe für Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien hat die Stadt Bornheim die Spendenaktion "Asyl in Bornheim" ins Leben gerufen und ein Spendenkonto eingerichtet. Menschen, die mit Geldspenden Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien in ihrer Not helfen möchten, können den gewünschten Betrag unter Angabe des Verwendungszwecks "Asyl in Bornheim" auf das Konto der Stadtkasse Bornheim mit der internationalen Banknummer DE09 3806 0186 0010 0200 50 einzahlen.

Aus den Spenden werden Maßnahmen und Bedarfsgegenstände für die Flüchtlingsarbeit finanziert, für die aus anderen Quellen keine oder nur eine zu geringe Förderung zur Verfügung steht. Bürgermeister Wolfgang Henseler und Sozialdezernentin Alice von Bülow legen großen Wert darauf, dass das gespendete Geld direkt und ohne Abzug der Arbeit mit den Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien zugute kommt: „Jeder Cent hilft uns, die Aufnahme der Flüchtlinge, ihre Bildung und ihr Lebensumfeld zu verbessern. Manchmal sind es gerade die kleinen Beträge, die fehlen, um etwas in der Freizeit zu unternehmen oder einen Sprachkurs zu machen. Die Spendenaktion ‚Asyl in Bornheim‘ macht dies vielleicht schon bald möglich“, so beide weiter. Schließlich sie insbesondere der Spracherwerb ein wichtiger Schritt in Richtung Integration.

Die Stadtkasse stellt nach Eingang der Spende eine Spendenquittung aus, die steuerlich absetzbar ist. Dafür ist es notwendig, dass die Spender ihre Postadresse auf dem Überweisungsträger angeben. Über die Verwendung der Spendengelder wird in öffentlicher Sitzung des Ausschusses für Schulen, Soziales und demographischen Wandel berichtet.

Das Konto für Ihre Spenden:
Stadtkasse Bornheim
Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG
IBAN: DE09 3806 0186 0010 0200 50
Verwendungszweck: Asyl in Bornheim

Kontakt:
Beigeordnete Alice von Bülow
Telefon: 02222 945-102