Neue Aufkleber sollen dazu beitragen, dass alte Kleider in Bornheim besser recycelt werden können.
Neue Aufkleber für Altkleider
Nachhaltigkeit, Klima & UmweltAlleStadtgeschehen20. Juli 2026
Bürgermeister Christian Mandt und Ortsvorsteher Dominik Pinsdorf brachten die magentafarbenen Hingucker gemeinsam mit Philip Moll von der RSAG an den Containern am Peter-Hausmann-Platz an. Damit ist Bornheim der Startpunkt einer kreisweiten Kampagne, die die Menschen sensibilisieren soll.
Die Aufkleber hat die RSAG in Zusammenarbeit mit dem Bornheimer Umweltamt erstellt. Sie informieren deutlich und in vier Sprachen darüber, dass nur gut erhaltene und vor allem saubere Kleider und Schuhe in die Container gehören, denn nur jene können recycelt werden. Zerrissene oder verschmutzte Textilien sind unbrauchbar und beschädigen schlimmstenfalls den restlichen Inhalt des Containers, zum Beispiel wenn sie mit Öl verschmiert sind. Auch ist es verboten, Kleidung neben den Containern abzustellen, da diese dann schnell unbrauchbar wird. Zudem ist das Ablegen von Abfällen außerhalb von Containern eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.
„Recycling klappt nur, wenn alle mitmachen“, betont Bürgermeister Christian Mandt und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Helfen Sie mit, die Umwelt zu schützen und Bornheim sauber zu halten. Bitte entsorgen Sie Ihre Altkleider, Ihre Elektrogeräte und alle anderen Abfälle immer fachgerecht. Und wenn ein Container mal voll sein sollte, kommen Sie bitte wann anders wieder oder nehmen einen anderen Standort.“
Denn auch der Container für Elektroschrott am Peter-Hausmann-Platz ist bisweilen umringt von alten Geräten, die nicht hineinpassen, weil sie zu groß sind. „Die gehören aber auf den Wertstoffhof“, erklärt Philip Moll, Pressesprecher der RSAG. „Denn Geräte, die einfach abgestellt werden, sehen nicht nur hässlich aus, sondern können bei Regen auch Schadstoffe in die Umwelt verteilen.“
Leider beobachtet die RSAG seit längerer Zeit eine zunehmende Vermüllung an zahlreichen Containerstandorten. Neben Altkleidern und Elektroschrott wird häufig auch Sperrmüll wie Teppiche und Koffer oder sogar Restmüll zurückgelassen, der schlimmstenfalls Ungeziefer anzieht. „In Zusammenarbeit mit der AWO Bonn/Rhein-Sieg fahren wir die Standorte regelmäßig an, leeren die Behälter und reinigen die Flächen“, erklärt Moll. „Die Beseitigung des wilden Mülls verursacht dabei zusätzliche Kosten, die am Ende über die Abfallgebühr finanziert werden müssen.“
Hintergrund der Situation ist die angespannte Lage auf dem Altkleidermarkt. Durch immer mehr billige, aber minderwertige Kleidung steigen die Sammelmengen und zugleich sinkt die Qualität der Waren, sodass auch die Verwertung immer schwieriger und unwirtschaftlicher wird. Dennoch ist die Leerung der RSAG/AWO-Container nach wie vor sichergestellt und Moll appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Altkleider und ihren Abfall ordnungsgemäß und fair zu entsorgen.
Wichtige Infos zum Thema und alle Container-Standorte gibt es auf der Webseite der Stadt Bornheim unter www.bornheim.de/abfallentsorgung. Wer größeren Elektroschrott hat oder einen vollen Container vorfindet, kann seinen Abfall beim StadtBetrieb Bornheim oder bei den RSAG-Wertstoffhöfen loswerden, deren Standorte man unter www.rsag.de/service/standorte findet. Und wer wilden Müll herumliegen sieht, hilft der Stadt mit einer Info an www.bornheim.de/maengelmelder.


