Zum heutigen „Tag der Wohnungslosen“ appelliert das Bornheimer Sozialamt an die Bevölkerung, auf ihre Mitmenschen zu achten.
Nicht wegsehen bei Wohnungslosen
SozialesAlleStadtgeschehen11. September 2026
Wer Leute bemerkt, die offensichtlich im Freien oder unter unzureichenden Bedingungen übernachten, sollte nicht wegsehen, sondern sich direkt an das Ordnungsamt (ordnungswesen(at)stadt-bornheim.de) oder das Sozialamt (wohnungsamt(at)stadt-bornheim.de) wenden.
Beide Ämter arbeiten eng zusammen, um akute Notlagen zu erkennen, kurzfristig Unterkünfte zu finden und weiterführende Hilfsangebote – etwa Beratungsstellen oder soziale Dienste – zu vermitteln. Auch Betroffene selbst sind aufgerufen, sich zu melden. Denn gerade die kälteren Monate bedeuten für Menschen ohne eigene Wohnung eine zusätzliche gesundheitliche Belastung und mitunter eine akute Gefährdung.
Das Sozialamt betont, dass niedrigschwellige Hilfe ausdrücklich erwünscht ist und jeder Hinweis ernstgenommen wird. Ziel ist es, insbesondere im Herbst und Winter kein unnötiges Risiko entstehen zu lassen. In akuten, besonders dringenden Fällen wird Bürgerinnen und Bürgern geraten, die Polizei zu rufen.
Auch in Bornheim leben Menschen, die keine Wohnung haben
Wohnungslosigkeit galt bislang vor allem als Herausforderung von Metropolen. Doch auch in Bornheim und anderen kleinen bis mittelgroßen Städten und Gemeinden nimmt die Zahl der Menschen ohne gesicherten Wohnraum zu. Ursachen sind unter anderem der angespannte Wohnungsmarkt, steigende Mietkosten sowie persönliche Notlagen, die schneller in Wohnungslosigkeit münden können als vielfach angenommen.
Der „Tag der Wohnungslosen“ am 11. September soll auch in diesem Jahr dazu beitragen, das Thema aus der Anonymität zu holen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wohnungslose Menschen Teil der Nachbarschaft und der örtlichen Gemeinschaft sind – auch dort, wo man es zunächst nicht erwarten würde.
