Wie wichtig Vorsorge angesichts zunehmender Extremwetterereignisse ist, hat der interkommunale Aktionstag „Starkregen- und Hochwasserschutz“ eindrucksvoll gezeigt.
Starkregen- und Hochwasserschutz
Nachhaltigkeit, Klima & UmweltAlleStadtgeschehen08. September 2026
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren ins Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Bornheim gekommen. Dort informierten Fachleute, Kommunen, Organisationen und Unternehmen über Starkregen und Hochwasser, das Handeln im Ernstfall und konkrete Möglichkeiten, Schäden frühzeitig zu vermeiden oder zu mindern.
Eröffnet haben den Aktionstag Bürgermeister Christian Mandt gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Linksrheinischen Interkommunalen Zusammenarbeit (LIZ) und Bürgermeister der Gemeinde Alfter; Christian Lanzrath. Der Aktionstag behandelte Themen, die vom Klimawandel über den Ernstfall und konkrete Vorsorgemaßnahmen bis hin zu den Aufgaben der Kommunen reichten.
Die Ausstellung „Klima im Wandel“ zeigte, wie sich der menschengemachte Klimawandel auf Wetterextreme und Starkregen auswirkt. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) informierte über Klimafolgen für Bornheim, Starkregengefahrenkarten und Möglichkeiten der Klimaanpassung.
Die Feuerwehr Bornheim gab am Informationsstand und in einem spannenden Vortrag Einblicke in die Gefahrenabwehr bei Starkregen- und Hochwasserereignissen. Anhand der Flutkatastrophe 2021 wurden Einsatzabläufe und die Grenzen der Feuerwehr aufgezeigt.
Im Bereich „Graue Lösungen“ standen technische Maßnahmen zum Objektschutz im Vordergrund. Die Verbraucherzentrale NRW gab praktische Tipps, das HochwasserKompetenzCentrum (HKC) und die GOH Gesellschaft für operativen Hochwasserschutz mbH stellten Schutzmaßnahmen mit Ausstellungsstücken vor und die Provinzial Urfey Commer Schmitz OHG informierte über die Absicherung von Schäden.
Der Stadtbetrieb Bornheim zeigte, welche Grundstücke im Stadtgebiet von möglichen Überflutungen betroffen sein können, und bietet dauerhaft eine kostenlose Starkregen-Objektschutzberatung für alle Bürgerinnen und Bürger an.
Naturbasierte, grüne Lösungen sind für die Starkregenvorsorge und können gleichzeitig Klimaschutz, Hitzevorsorge, Biodiversität und Aufenthaltsqualität fördern. Das Unternehmen „RoofMonkeys“ informierte über Dachbegrünung, die Universität Bonn über Miscanthus als Beitrag zur Starkregenvorsorge in der Landwirtschaft, aber auch über Entsiegelung und weitere Maßnahmen zur natürlichen Regenrückhaltung.
Nicht zuletzt präsentierten die Kommunen der Klimaregion Rhein-Voreifel (Interkommunales Klimamanagement, Alfter, Bornheim, Rheinbach, Meckenheim, Wachtberg und Swisttal) sowie die Städte Bonn und Brühl ihre Maßnahmen und Angebote zur Starkregenvorsorge und Klimaanpassung.
„Starkregenvorsorge geht uns alle an: Kommunale Maßnahmen und private Vorsorge müssen zusammenspielen, damit Schäden vermieden oder reduziert werden können“, betonen die Veranstalterinnen Lena Sauer, Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Bornheim, und Alexandra Bohlen, Klimamanagerin der Klimaregion Rhein-Voreifel, und danken allen Beteiligten für ihren Beitrag zum Aktionstag.







