Aufgaben der Verfahrenslotsin
Die Verfahrenslotsin berät und begleitet junge Menschen mit Behinderungen und deren Familien im Prozess der Beantragung, Gewährung und Inanspruchnahme von Eingliederungshilfen.
Dabei werden die Interessen der jungen Menschen vertreten und es wird bei der Koordination verschiedener Leistungen unterstützt. Die Verfahrenslotsin arbeitet eng mit den Familien und beteiligten Stellen zusammen, um eine bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.
Die Verfahrenslotsin berät das Jugendamt bei der Zusammenführung aller Eingliederungshilfeleistungen in die Zuständigkeit der Jugendhilfe sowie bei Entwicklungen und Prozessen rund um die Thematik der inklusiven Jugendhilfe.
Die Verfahrenslotsin berät auch Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen zum Thema Inklusion, sowie bei individuellen Fragen zu Schnittstellen und Prozessen.
Wenn Sie Fragen haben oder eine Beratung wünschen, nehmen Sie gern Kontakt auf.
Wem und wobei hilft die Verfahrenslotsin?
Es gibt viele verschiedene Ämter und Hilfen. Zum Beispiel das Jugendamt oder das Amt für Eingliederungshilfe beim Kreis Sozialamt.
Die Verfahrenslotsin hilft:
Kindern und Jugendlichen im Alter bis 26Jahre mit einer Behinderung.
Kindern und Jugendlichen im Alter bis 26Jahre, bei denen eine Behinderung vermutet wird.
Eltern und Familien von diesen Kindern und Jugendlichen.
Die Verfahrenslotsin hilft:
Herauszufinden, die passende Hilfe zu finden.
Anträge zu verstehen und auszufüllen.
Termine bei Ämtern vorzubereiten.
Den Überblick zu behalten, wenn mehrere Stellen beteiligt sind.
Deine Rechte und Möglichkeiten kennenzulernen.
Beratungsgespräche können telefonisch, persönlich im Büro, zu Hause oder in einer Einrichtung geführt werden. Die Anzahl der Beratungsgespräche ist nicht begrenzt. Die Beratung und Vertretung durch die Verfahrenslotsin ist freiwillig, vertraulich und kostenfrei.
Zur Person der Verfahrenslotsin
Frau Istambouli ist Diplom–Sozialpädagogin (FH) und hat einen Master Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Sozialraumentwicklung und – Organisation.
Sie hat in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit, unter anderem mit Menschen mit seelischen Behinderungen und in der Eingliederungshilfe, sowie in der allgemeinen Sozialberatung und mit Geflüchteten Menschen, gearbeitet.
Im März 2026 hat Frau Istambouli den Online-Zertifikatskurs „Verfahrenslotse“ der IRESA erfolgreich abgeschlossen.
Die Vertretung der Interessen junger Menschen und deren Familien sowie eine partizipative, wertschätzende und offene Beratungshaltung sind zentral für sie.