Bornheim verleiht Heimatpreis

Die Stadt Bornheim hat im Rahmen der jüngsten Ratssitzung zum achten Mal den Heimatpreis „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ verliehen.

Bürgermeister Christian Mandt (vorne 4.v.l.) und Michael Söllheim (hinten 4.v.l.) mit den Gewinnern des Heimatpreises Foto: Engel-Strebel

Für eine Auszeichnung muss mindestens eines von fünf Kriterien erfüllt sein: innovative Heimatprojekte, nachhaltige Heimatgestaltung, Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, Unterstützung von Kindern und Jugendlichen beim Heimatgedanken sowie Erhalt und Pflege von Traditionen und Bräuchen. 

Zehn Bewerbungen waren in diesem Jahr im Rathaus eingegangen. Der Fachausschuss wählte daraus die drei Preisträger: Der mit 2.500 Euro dotierte erste Platz ging an den Förderverein der Rheinhalle Hersel. 1997 übernahm der gemeinnützige Verein auf Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger die Trägerschaft der Rheinhalle in Hersel, um eine Schließung zu verhindern. Seitdem managt der Verein die Halle vollständig in Eigenregie. 

Getragen von den großen Herseler Vereinen hat sich die Rheinhalle zu einem überregional bedeutsamen Zentrum für Tagungen sowie Gesellschafts-, Kultur- und Tanzveranstaltungen entwickelt, das jährlich tausende Besucherinnen und Besucher anzieht. Selbst die finanzielle Notlage während der Coronajahre konnten Sie durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion überwinden. Bei regelmäßigen Veranstaltungen wie dem inzwischen 37. „Rievkooche-Daach" fließen alle Erlöse ausschließlich in den Erhalt und die Sanierung der Halle. Erst kürzlich hat der Verein Foyer und Sanitärbereich in Eigenregie saniert und modernisiert. "Als generationsübergreifender, integrativer Treffpunkt für Vereine, Familien und die gesamte Stadtgesellschaft steht die Rheinhalle seit fast 30 Jahren für nachhaltiges und zukunftsorientiertes Ehrenamt", lobte Bürgermeister Christian Mandt. 

über den zweiten Platz und 1.500 Euro freuten sich die erst im vergangenen Jahr gegründeten „Vürjebichs Jonge“. Der Verein engagiert sich als vielseitiger Dienstleister für das Ehrenamt im Vorgebirge, unterstützt lokale Bräuche und Traditionsveranstaltungen, organisiert einen monatlichen Fahrdienst für Seniorinnen und Senioren und unterhält historische Kulturgüter wie den „Hölzernen Mann“ im Rösberger Wald. „Die hohe Nachfrage nach seiner Arbeit zeigt die nachhaltige Bedeutung des noch jungen Vereins für den Zusammenhalt und die Identität der Region. Zugleich ist der Verein seit seiner Gründung massiv gewachsen“, erklärte Michael Söllheim, Laudator und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Ehrenamt und Feuerwehr. 

Platz drei und 1.000 Euro gingen an den Tanzsportclub (TSC) Rot-Weiß Waldorf. Der Verein ist seit seiner Gründung 1967 fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Waldorf und ganz Bornheim. „Der TSC versteht sich als generationsübergreifende Gemeinschaft, die Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Hintergrund willkommen heißt“, sagte Mandt. Der Verein pflegt das rheinische Brauchtum, etwa bei Karnevalsumzügen, dem Kinderkostümfest und der Begleitung der Waldorfer Kinderprinzessin. Er sammelt Spenden für Kinder mit der seltenen Stoffwechselkrankheit MPS, engagiert sich beim Bornheimer „Advents-Charity-Event“ und in der Flüchtlingshilfe in Bornheim. 

"Ohne Ihr Engagement wäre vieles in unserer Stadt nicht möglich“, betonten der Bürgermeister und Söllheim, die die vielen gelungenen Projekte und Einreichungen hervorhoben und allen Preisträgerinnen und Preisträgern von Herzen gratulierten.