Was sind Starkregen und Hochwasser?

Mühlenstraße (Ereignis 2021)

Starkregen: Von Starkregen spricht man bei großen Niederschlagsmengen, die innerhalb kürzester Zeit fallen. Der Deutsche Wetterdienst warnt ab einer Niederschlagsmenge von 20 l/m² bis 35 l/m² innerhalb von sechs Stunden vor Starkregen. In Folge des Starkregens kann es lokal zu Sturzfluten kommen, da der Boden, besonders bei vorheriger Trockenheit, die hohe Niederschlagsmenge nicht aufnehmen kann. Hochwasser: Hochwasser ist eine zeitlich begrenzte Überflutung von normalerweise nicht Wasser bedecktem Land, die hauptsächlich durch das Überlaufen von oberirdischen Gewässern (Flüsse, Seen) oder durch außergewöhnliche Niederschläge verursacht wird. Während Hochwasser als eine flächige Überschwemmung durch Gewässer definiert ist, handelt es sich bei Starkregen um ein lokales Wetterereignis, bei dem unabhängig von Flüssen, Überflutungen verursacht werden.

Warum ist es wichtig sich damit zu beschäftigen?

Die Auseinandersetzung mit Starkregen und Hochwasser ist essenziell, um durch rechtzeitige Vorsorge und Risikokenntnis Leben zu schützen, verheerende Schäden an Gebäuden und Infrastruktur zu minimieren und sich an die - durch den Klimawandel zunehmenden - Wetterextreme anzupassen. In vergangenen Analysen zeichnet sich eine Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen ab. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Nicht nur Überflutungen an den Gewässern stellen dabei eine Gefahr dar, sondern insbesondere auch schwer vorhersehbare Sturzfluten, bei denen innerhalb kürzester Zeit große Mengen Wasser als wild abfließendes Oberflächenwasser auftreten können. Die Überschwemmung vom Juli 2021 im Ahrtal verursachte als einzelnes Ereignis mindestens 40 Mrd. Euro Schäden (Weiterlesen).

Eichendorffstraße (Ereignis 2021)
Schlechte Vorhersehbarkeit

Schlechte Vorhersehbarkeit

Starkregen ist sehr schwer vorherzusagen, da er räumlich begrenzt auftritt. Unwetterwarnungen betreffen meistens nur bestimmte Regionen (z.B. im Laufe des Vormittages ist mit Starkregen und Unwettern im Rheinland zu rechnen). Nur unmittelbar vor dem Starkregenereignis können Warnmeldung konkret vorhergesagt werden. Warnapps des DWD „Warnwetter“ oder auch „NINA“ vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnen vor lokalen Unwettergefahren. 

Insbesondere im Sommerhalbjahr tritt in unserer Region Starkregen auf. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. An heißen Tagen entstehen durch die Verdunstung massive Quellwolken. Wenn diese mit der kalten Luft zusammentreffen, kondensiert die Feuchtigkeit schlagartig und es kommt zu unwetterartigen Niederschlägen auf relativ kleinem Raum.

Überflutungen auch fernab des Rheins

Überflutungen auch fernab des Rheins

Überschwemmungen sind nicht nur am Rhein möglich. Denn wie die Unwetter der letzten Jahre gezeigt haben, können auch fernab des Rheins Überschwemmungen im Stadtgebiet auftreten. Bei den Starkregenereignissen von 2008 und 2021 haben sich in Bornheim die typischen Folgen von Starkregen gezeigt: Bäche können ansteigen und über die Ufer treten. Bei seltenen oder extremen Starkregenfällen ist meist auch die Kanalisation überlastet. Außerdem kommt es bei Starkregen zu wild abfließendem Oberflächenwasser. Das bedeutet, es fällt so viel Regen in kurzer Zeit, dass das Wasser nicht schnell genug versickern kann und erst gar nicht in die Gewässer oder die Kanalisation gelangt. In allen Fällen kommt es zu Überflutungen.

Besonders betroffene Bereiche und Objekte

Besonders betroffene Bereiche und Objekte

Besonders betroffen von Starkregenereignissen sind Grundstücke in Nähe von Gewässern, Grundstücke in Senken besonders, dicht besiedelte Stadtviertel und Grundstücke am Hang (durch wild abfließendes Oberflächenwasser mit hohen Fließgeschwindigkeiten). Wenn es um Gebäude geht, sind besonders gefährdet tiefliegende bzw. unterirdische Räume oder Infrastrukturen, in die das Wasser bei Starkregen oberflächig eindringen kann (z.B. Souterrainwohnungen, Keller, Tiefgaragen, Unterführungen, Tunnel, U-Bahnhöfe), Objekte in Bereichen ohne ausgeprägte Bordsteinkante (wild abfließendes Oberflächenwasser kann in Gebäude eindringen) oder tiefliegende Räume in Gebäuden ohne Rückstausicherung. 

Potenzielle Schäden durch Starkregen

Potenzielle Schäden durch Starkregen

Regenwasser und Schlamm können große Schäden an Wohn- und Gewerbegebäuden und Infrastruktureinrichtungen hinterlassen. Bei Extremereignissen wie Hochwasser und durch Starkregen verursachte Sturzfluten sind nicht nur Privatleute, sondern auch Industrie und Gewerbe betroffen. Bei vielen Extremereignissen verursacht das Ausfallen der Lieferbeziehungen durch die Zerstörung der Infrastruktur weitere Folgeschäden bei Gewerbe und Industrie. Typisch ist auch das Aufschwimmen von Öltanks, was zu enormen Öl- und Umweltschäden führen kann. Öltanks sollten deshalb gegen Auftrieb gesichert sein. 


Was macht die Stadt Bornheim für die Vorsorge?

Die Stadt Bornheim setzt auf eine umfassende Hochwasser- und Starkregenvorsorge, um Überflutungsrisiken zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit des Stadtgebiets gegenüber Extremwetterereignissen zu stärken. Dabei verbindet sie technische und naturbasierte Schutzmaßnahmen mit gezielter Information und der Stärkung der Eigenvorsorge. Insbesondere seit den Starkregenereignissen von 2021 wurden bestehende Maßnahmen weiterentwickelt, neue Schutzmaßnahmen angestoßen und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure intensiviert. 

Arbeitsgruppe Hochwasser- und Starkregenvorsorge 2021

Arbeitsgruppe Hochwasser- und Starkregenvorsorge 2021

Nach dem Starkregenereignis 2021 hat die Stadt Bornheim eine Arbeitsgruppe zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge eingerichtet, um die Vorsorge weiter zu stärken. In regelmäßigen Treffen stimmen sich Stadtverwaltung und Stadtbetrieb Bornheim über kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz ab. Dabei werden auch die zuständigen Wasserverbände sowie bei Bedarf weitere Akteure einbezogen. So werden Maßnahmen gebündelt, priorisiert und gemeinsam weiterentwickelt. Als Grundlage dienen diverse Konzepte und Analysen sowie bestehende Gefahrenkarten. 

Technische Schutzmaßnahmen (Graue Lösungen)

Technische Schutzmaßnahmen (Graue Lösungen)

Bornheim setzt auf verschiedene technische Maßnahmen, um Wasser zurückzuhalten, den Abfluss zu steuern und gefährdete Bereiche besser zu schützen. Dazu gehören unter anderem Hochwasserrückhaltebecken, Maßnahmen am Kanalnetz, die Verbesserung von Bachverrohrungen und Durchlässen sowie bauliche Schutzmaßnahmen an besonders gefährdeten Stellen. Bestehende Anlagen werden überprüft und bei Bedarf ertüchtigt; zugleich werden zusätzliche Rückhaltemöglichkeiten geprüft und geplant.

Blau-grüne Infrastruktur (Naturbasierte Lösungen)

Blau-grüne Infrastruktur (Naturbasierte Lösungen)

Neben technischen Bauwerken setzt Bornheim auch auf naturbasierte Maßnahmen an Gewässern und in der Landschaft. Durch Renaturierungen, beispielsweise am Mertener Mühlenbach und am Breitbach, werden Überschwemmungsflächen geschaffen und die Fließgeschwindigkeit des Wassers reduziert. Darüber hinaus werden Gewässerabschnitte ökologisch entwickelt, Hindernisse und Ablagerungen entfernt und Böschungen stabilisiert, um einen möglichst kontrollierten Wasserabfluss zu ermöglichen. Im Rahmen der Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts sollen weitere naturbasierte Maßnahmen, etwa Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen, umgesetzt werden, die gleichzeitig zur Starkregen- und Hochwasservorsorge beitragen.

Information & kostenlose Starkregen-Objektschutzberatung

Information & kostenlose Starkregen-Objektschutzberatung

Starkregenvorsorge ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, Bürgerinnen und Bürgern sowie weiteren Akteuren.  Als Unterstützung für die Eigenvorsorge bietet der Stadtbetrieb Bornheim eine kostenlose Starkregen-Objektschutzberatung für alle Bürgerinnen und Bürger an, bei der individuelle Möglichkeiten zum Schutz des eigenen Grundstücks und Gebäudes besprochen werden können. 

Die veröffentlichten Hochwasser- und Starkregengefahren (siehe Downloadbereich) sowie der Wasser-Risiko-Check helfen zudem dabei festzustellen, ob das eigene Grundstück in einer Risikozone liegt. Private Maßnahmen wie Rückstauschutz und baulicher Objektschutz leisten einen unerlässlichen Beitrag zur Vorsorge. 

Weiterentwicklung Krisenmanagement

Weiterentwicklung Krisenmanagement

Bei der Starkregen- und Hochwasservorsorge spielen präventive Maßnahmen zur Reduktion des Überflutungsrisikos ebenso eine Rolle wie das schnelle Handeln während einer solchen Katastrophe. Deshalb lässt die Stadt die Mitglieder des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) durch externe Experten der NRW Urban – einer landeseigenen Gesellschaft für Stadt- und Quartiersentwicklung – schulen. Das Ziel der Schulung ist es, bei unerwarteten Ereignissen entsprechender Größenordnung im Krisenschutzmanagement möglichst gut aufgestellt zu sein.

Auch die Alarmierung der Bevölkerung wird weiter optimiert. Das gilt etwa für das derzeit aus rund 30 Standorten bestehende Sirenennetz. Zum einen werden zusätzliche Standorte geschaffen, um eine bestmögliche Abdeckung des Stadtgebietes zu erreichen. Zum anderen werden die Sirenen sukzessiv mit digitaler Technik umgerüstet. Geplant ist zusätzlich „Cell Broadcasting“ einzusetzen sobald es verfügbar ist. Dabei werden Warnnachrichten an alle Mobilgeräte gesendet, die sich während des Alarmzeitraums in einer Funkzelle des Gefahrengebietes befinden.

Maßnahmen je Pegelstand des Rheins

Maßnahmen je Pegelstand des Rheins

Bei Hochwasser am Rhein trifft die Stadt Bornheim Schutzmaßnahmen. Grundlage für die Maßnahmen ist der Plan zur Gefahrenabwehr bei Hochwasser der Stadt Bornheim. Demnach sind folgende Pegelstände (bezogen auf Bonn) wichtige Gradmesser:

6,10 Meter:
Sperrungen:

  • Hersel, Verbindungsweg zwischen Auenweg und Leinpfad
    (an der südlichen Seite des Sportplatzes)
  • Hersel/Uedorf/Widdig, Leinpfad ab Ecke Siegstraße/Bayerstraße
  • Widdig, Zufahrt zur Nato-Rampe in Höhe Lichtweg/Ecke Sankt-Georg-Straße
  • Widdig, Schenkgasse an der Einmündung Rheinuferweg
  • Widdig, Schweizstraße an der Abfahrt zum Leinpfad
  • Widdig/Uedorf, Fußwege zum Rheinuferweg

6,10 Meter:
Absichern der Treppen zum Rhein:

  • Widdig, Römerstraße neben dem Hotel „Rheinterrassen“
  • Hersel, Rheinstraße im Sackgassenbereich

7,45 Meter: 
Sperrungen:

  • Hersel, Siegstraße an der Einmündung Weingarten
  • Hersel, Bayerstraße an der Einmündung Weingarten
  • Hersel, Auenweg an der Einmündung in den Engländerweg
  • Hersel, Grüner Weg an der Abzweigung der Rheindorfer Straße
  • Hersel, Fuß- und Radweg in Höhe des Jugendspielplatzes

9,00 Meter: 
Bereitstellen von Sandsäcken und Räumung von Häusern (soweit erforderlich)

9,20 Meter: 
Errichtung von Sandsackwällen und Auspumpen von Kellern (soweit erforderlich)

Bei Hochwasser werden grundsätzlich die Rheinuferböschung und die Absperrungen überwacht und die Beleuchtung über Nacht wird sichergestellt.

Eine Übersicht der Pegelstände ist auf der Internetseite der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (www.wsv.de) unter "Service/Wasserstände" jederzeit abrufbar.

Eine automatische Ansage über die Pegelstände in Bonn erhält man unter Telefon: 0228 19429.


Welche Maßnahmen können Bürgerinnen und Bürger umsetzen?

Die Eigenvorsorge durch Bürgerinnen und Bürger ist unerlässlich. Daher schreibt unter anderem das Wasserhaushaltsgesetz vor, dass jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen muss. Eine Möglichkeit sind Objektschutzmaßnahmen, zum Beispiel wasserdichte Fenster, Türen oder Rückstauklappen. Auch naturbasierte Maßnahmen wie möglichst begrünte Gärten, Dachbegrünungen und entsiegelte Flächen helfen, Regenwasser aufzunehmen und zurückzuhalten. Außerdem ist ein gute Notfallvorsorge wichtig, bei der man Nahrungsmittel und weitere essenzielle Güter vorrätig anschafft, wichtige Dokumente sichert und wichtige Anlaufstellen kennenlernt. 

Risiken mit Karten und dem Wasser-Risiko-Check abschätzen

Risiken mit Karten und dem Wasser-Risiko-Check abschätzen

Anhand verschiedener Starkregen- und Hochwasserkarten kann die Überflutungsgefahr des eigenen Grundstückes abgeschätzt werden (siehe Downloadbereich). Interaktiver ist der kostenlose Wasser-Risiko-Check. Ein Online-Tool, das Hauseigentümer, Bauherren, Architekten und Handwerker dabei unterstützt, die Gefährdung ihrer Immobilien durch Starkregen und Hochwasser zu bewerten. Es schlägt auch spezifische Schutzmaßnahmen vor, die auf den jeweiligen Gebäudetyp zugeschnitten sind. Nach Eingabe der Adresse erhalten die Nutzenden eine erste Übersicht über die Gefährdungssituation. Sie können zwischen den Kartenansichten "Starkregen" und "Hochwasser" wechseln. Anhand eines zusätzlichen Fragenkatalogs, der zwischen Neubau und Bestand unterscheidet, erhält man eine übersichtliche, individuell erstellte Maßnahmenmatrix, die sinnvolle Handlungsoptionen strukturiert darstellt. Eine Feedbackfunktion ermöglicht es Anwender*innen zudem direkt Anregungen, Kritik oder Lob zu äußern. Diese Rückmeldungen fließen in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Tools ein.

Kostenlose Objektschutzberatung des Stadtbetriebs nutzen

Kostenlose Objektschutzberatung des Stadtbetriebs nutzen

Die Stadtbetrieb Bornheim bietet Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose Objektschutzberatung und kommt bei Bedarf zu Ihnen nach Hause, um gemeinsam Lösungen zu finden an. Kontakte und weitere Infos sind auf der Website des Stadtbetriebs zu finden. 

Kostenlose Infoveranstaltungen der Verbraucherzentrale nutzen

Kostenlose Infoveranstaltungen der Verbraucherzentrale nutzen

Die Verbraucherzentrale bietet zahlreiche kostenlose (Online-)Veranstaltungen zum Objektschutz (z. B. Thema Rückstauschutz) sowie zu naturbasierten Maßnahmen der Starkregenvorsorge wie naturnahe Gartengestaltung, Dachbegrünung, Regenwassernutzung oder Entsiegelung als naturbasierte Maßnahme der Starkregenvorsorge. Alle Veranstaltungen finden Sie hier: Link 1, Link 2.

Vorräte auffüllen und für den Katastrophenfall vorsorgen

Vorräte auffüllen und für den Katastrophenfall vorsorgen

Stromausfälle, Sturm oder Hochwasser können dazu führen, dass Dinge des täglichen Bedarfs vorübergehend nicht mehr verfügbar sind. Die Stadt Bornheim empfiehlt daher allen Bürgerinnen und Bürgern, zu Hause einen ausreichenden Vorrat anzulegen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, für mindestens 10 Tage vorzusorgen.

Der 10-Tage-Vorrat pro Person umfasst laut BBK:

  • Getreide/Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis: 3,5 kg
  • Gemüse und Hülsenfrüchte: 4,0 kg
  • Obst und Nüsse: 2,5 kg
  • Milch und Milchprodukte: 2,6 kg
  • Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver: 1,5 kg
  • Fette und Öle: 0,4 kg
  • Getränke: mindestens 20 Liter

Ergänzend sollten Babynahrung oder Spezialnahrung für erkrankte Personen berücksichtigt werden. Darüber hinaus empfiehlt die Stadt, ausreichend Bargeld, wichtige Medikamente, Hygieneartikel, Kerzen, Taschenlampe mit Batterien sowie warme Decken und Kleidung griffbereit zu haben. Auch ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio ist im Notfall unverzichtbar, um über aktuelle Lageinformationen informiert zu bleiben.

Weitere Hinweise sowie eine vollständige Vorsorge-Checkliste sind auf der Webseite des BBK abrufbar.

Leuchttürme: Notfall Anlaufstellen in Bornheim merken

Leuchttürme: Notfall Anlaufstellen in Bornheim merken

Für den Fall einer längeren Katastrophenlage hat die Stadt Bornheim zehn dezentrale Anlaufstellen – sogenannte „Leuchttürme" – im Stadtgebiet eingerichtet. Dort erhalten Bürgerinnen  und Bürger Unterstützung, Informationen und im Bedarfsfall weitere Hilfe:

  • Rathaus Bornheim, Rathausstraße 2
  • Grundschule Hersel, Rheinstraße 166
  • Europaschule Bornheim, Goethestraße 1
  • Grundschule Merten, Turnhallen, Beethovenstraße 57
  • Stadtbetrieb Bornheim, Donnerbachweg 15
  • Grundschule Rösberg, Weberstraße 19
  • Grundschule Walberberg, Aula, Walpurgisstraße 11–13
  • Feuerwehrgerätehaus Sechtem, Straßburger Straße 4a
  • Verbundschule Uedorf, Aula, Heisterbacher Straße 175
  • Pfarramt Brenig, Haasbachstraße 3

Aktuelle Warnmeldungen erhält man außerdem über die Warn-Apps (z.B. NINA) sowie über das Radio (z.B. Radio Bonn/Rhein-Sieg).


Was ist der nationale und internationale Kontext?

In Deutschland ist seit dem 1. Juli 2024 das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG) in Kraft, das eine vorsorgende Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorsieht und dabei auch das Handlungsfeld Wasser mit Hochwasser-, Niedrigwasser- und Starkregenrisikomanagement berücksichtigt. Für den Hochwasserschutz bildet das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) den bundesweiten rechtlichen Rahmen und regelt unter anderem die Bewertung von Hochwasserrisiken, Gefahren- und Risikokarten, Risikomanagementpläne sowie die Eigenvorsorge. In NRW konkretisiert das Landeswassergesetz Nordrhein-Westfalen (LWG NRW) die wasserrechtlichen Regelungen des Bundes und berücksichtigt ausdrücklich auch Überflutungen durch Starkregen. In NRW wurde zudem 2021 das Klimaanpassungsgesetz Nordrhein-Westfalen (KlAnG) beschlossen, das Klimaanpassung als fachübergreifende Aufgabe verankert.