Gewässerunterhaltung, Hochwasserschutz und Renaturierung

Um sich vor Ort über den Zustand der Gewässer, laufenden Maßnahmen und den aktuellen Planungsstand zu informieren, lädt der Wasserverband Dickopsbach alle drei Jahre zu einer Verbandsschau ein. 

Die beiden Bürgermeister Ralph Manzke (Wesseling, 2.v.l.) und Christian Mandt (Bornheim, 4.v.r.) sowie Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Paulus (3.v.l.) und andere Teilnehmer der Verbandsschau

Neben dem Vorstand des Wasserverbandes trafen sich der Bürgermeister der Stadt Wesseling und Verbandsvorsteher Ralph Manzke, sein Bornheimer Amtskollege Christian Mandt, die Schaubeauftragten der Städte Bornheim, Brühl und Wesseling sowie eine Vertreterin der Bezirksregierung als zuständige Aufsichtsbehörde. 

„Die bisher erbrachten Leistungen des Verbandes zeigen, wie wichtig die kontinuierliche Arbeit für die Gewässerunterhaltung und den Hochwasserschutz in unserer Region ist“, erklärte Manzke zu Beginn der Schau, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verschiedenen Stationen der drei beteiligten Kommunen führte. „Die Verbandsschau bietet eine wichtige Gelegenheit, unsere Arbeit unmittelbar vor Ort transparent zu machen und die Hintergründe unserer Maßnahmen anschaulich zu erläutern“, betonte der Geschäftsführer des Verbandes, Dr. Wolfgang Paulus. Der persönliche Austausch helfe dabei, die vielfältigen Anforderungen an die Gewässerunterhaltung und den Hochwasserschutz nachvollziehbar darzustellen. 

Erste Station war das Naturschutzgebiet „Entenfang“ in Wesseling. Dort wurden die wasserwirtschaftlichen Anlagen begutachtet. Insbesondere ging es um die Auslaufsituation des Sees und den Übergang in die Verrohrung. Darüber hinaus informierte die Geschäftsführung über die Funktion der Hochwasserschutzklappe und den Einbau des Schiebers am Rheinauslauf.

In Keldenich standen die Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Mittelpunkt. So wurden die Hochwasserschutzwälle zwischen Hessenweg und Dickopsbach in Augenschein genommen und der Hochwasserschutzgraben rund um Keldenich vorgestellt. Außerdem erläuterte Wolfgang Paulus die Funktion der Rückhalte- und Versickerungsbecken sowie deren Einbindung in das örtliche Hochwasserschutzkonzept.

Am Dickopsweg, im Bereich der Kastanienallee, besichtigten die Teilnehmenden das Hochwasserrückhaltebecken. Dabei wurde vor allem über die Ein- und Auslaufsituation sowie das Drosselbauwerk am Durchlass Dickopsweg und dessen Funktion innerhalb der Anlage informiert. 

Die nächste Station war der Mühlenbach in Merten. Dort stellten die Vertreter des Verbandes das Durchlassbauwerk an der L 183 und den zu renaturierenden Abschnitt im Bereich des Bebauungsplans Me 16 vor. Vor allem standen Informationen zu den bereits umgesetzten beziehungsweise geplanten Maßnahmen und deren konkreter Umsetzung vor Ort im Vordergrund. Außerdem besichtigte man das dortige Hochwasserrückhaltebecken, dessen Ausbau derzeit in Planung ist. 

Die Renaturierung und neue Bauwerke waren Thema am Geildorfer Bach in Brühl. Konkret 

wurde die Gewässerrenaturierung am Eckdorfer Mühlenweg und die von der Stadt neu geschaffene Einlaufsituation erläutert. Auch wurde über den geplanten beziehungsweise vorgesehenen Neubau einer Brücke oberhalb des betrachteten Gewässerabschnitts und das Abschlagsbauwerk am Hennebach gesprochen. 

Letzte Station des Tages war die Schallenburg in Schwadorf. Am Zusammenfluss von Geildorfer Bach, Rheindorfer Bach und Dickopsbach berichtete Wolfgang Paulus von der geplanten Renaturierung der Gewässerumgehung Schwadorf ebenso wie über die Wasserversorgung der Burg.