Miriam Contzen ist die Gewinnerin des 9. Jugendkunstpreises. Die 18-Jährige hat sich gegen 21 Teilnehmende durchgesetzt, die insgesamt 46 Kunstwerke eingereicht hatten.
Miriam Contzen ist Jugendkunstpreisgewinnerin
Musik, Kunst & KulturAlleStadtgeschehen01. Oktober 2026
Mit ihrer in Acryl gemalten Arbeit „Originalballett des Ausnahmetalents“ sicherte sich die Schülerin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums die Siegprämie in Höhe von 200 Euro. Das prämierte Werk ist als fiktives russisches Theaterplakat aus dem Jahr 1932 gestaltet, das die Erstaufführung eines eigens von Ilya Vetrov geschaffenen Balletts ankündigt. Die russische Aufschrift weist auf das besondere Talent des Tänzers und den historischen Auftrittstermin am 5. November hin.
Den mit 150 Euro dotierten zweiten Preis erhielt der 14-jährige Maximilian Löber für sein Werk „Libration“. Darin setzte er sich – ohne religiöse Symbolik – mit der Figur des Engels als ausgleichende beruhigende Macht auseinander. Der dritte Preis und damit 100 Euro Preisgeld gingen an die 15-jährige Clara Deiters für ihr Gemälde „Der Waldrand am Ackerland“, das hochgewachsene Bäume vor dem Hintergrund eines schimmernden blauen Himmels zeigt. Die beiden Sonderpreise und damit je 75 Euro gingen an die 18-jährige Mariella Reiz für ihre Skulptur „Traumbaum“ und die 15-jährige Melina Stark für ihr Porträt „Hinter der Maske“.
Die Jury für den Jugendkunstpreis bestand aus Aida Rezaei vom Organisationsteam des Jugendkunstpreises, dem Roisdorfer Bildhauer Jens Reichert, der seit anderthalb Jahren im Kunsthof Merten sein Atelier betreibt und eine von den Teilnehmern nominierte Lehrkraft, diesmal die Kunstlehrerin Elena Becker vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Aufgerufen waren junge Kreative von zwölf bis 18 Jahren, nicht nur aus Bornheim, sondern auch Talente aus anderen Orten, die Schulen in der Vorgebirgsstadt besuchen.
Verliehen wurde bei der Vernissage im Ratssaal des Rathauses auch der „Bornheim-Preis“ – zum ersten und einzigen Mal. Die Idee ging von Bürgermeister Christian Mandt aus, der den städtischen Glückwunschkarten, mit denen die Stadt zu runden Geburtstagen oder Ehejubiläen gratuliert, ein modernes Design verleihen wollte. Mehr als 28 Werke bewarben sich um den Sonderpreis mit einem Preisgeld von 150 Euro. Die Motive reichten von der Darstellung des Bornheimer Schlosses bis hin zu Fotoimpressionen der kulinarischen Vielfalt der Region. Die Wahl der städtischen Juroren um Mandt fiel schließlich auf das Werk „Bornheim – mehr als nur ein Heim“ von Daniela Ermolenko.
Da es sich um eine Gratulationskarte geht, die Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Stadtgebiet bekommen können, hat sich die Jury für ein Motiv entschieden, das Bornheim ortsübergreifend darstellt. In der Mitte des Bildes sieht man das Wappen, was die Stadt seit der Kommunalreform 1969 gemeinsam vereinigt. Drumherum sind Menschen unterschiedlichen Alters in ganz verschiedenen Situationen zu sehen. Zum Beispiel eine Mutter mit Kinderwagen und Hund, eine Dame im Rollstuhl oder fahrradfahrende Menschen. Das Werk soll zeigen, dass in Bornheim die Menschen vielfältig und am wichtigsten sind. Im vergangenen Jahr hatte die 18-jährige Künstlerin bereits den zweiten Platz beim Jugendkunstpreis gewonnen.
Der Jury für den „Bornheim-Preis“ gehörten neben dem Bürgermeister Katja Cîimpean von der Jugendförderung, Judith Steinig-Lange von der Kulturförderung, Rainer Züge aus Sechtem als Vertreter der Ortsvorsteher und der Pressesprecher der Stadt Bornheim, Christoph Lüttgen, an.





